Fragen eines neuen Nutzers - What is going on here? Or is there something going on?

jetzt wollte ich einfach nochmal nachfragen.
Werden grundsätzlich keine Informationen mehr an genossenschaftsmitglieder oder gibt es -seit dezember keine mitteilungeswerten Infos

ich habe seit dezmebr nichts von fairmondo gehört.
viele Grüße
Christof Then

Es gibt ein bisschen mehr als nichts im Internen Bereich des Forums für Genossenschaftsmitglieder. Wenn Du da allerdings nicht registriert bist, keine Ahnung, was der richtige Weg dafür im Moment ist. @danielbweber?

aber ich müsste registiert sein ich habe -wie gesagt genossenschaftsanteile im Wert von 10 000 €

ich habe eine Mitgleidschaft fairnopoly, die wurde aber nie angepasst, obwohl ich nachgefragt hatte

Moin @Then, die ehemalige Fairnopoly e.G. ist die Fairmondo e.G. - folglich bist Du auch bei uns Mitglied, aus diesem Grund

Sonst stimmt es, dass es keine relevanten Newsletter der Genossenschaft gab. Wie die Planung des Vorstands ist, entzeiht sich meiner Kenntnis.

alles klar, danke für die schnelle Antwort

Vielleicht kann sich ja mal jemand aus Vorstand oder Aufsichtsrat hier äußern.

Ich äußere mich eigentlich immer recht schnell,…

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Vielleicht ist nicht allen klar, dass Du Aufsichtsrat bist…

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Moin!

Ins Profil hatte ich tatsächlich nicht geschaut - was ich aber eigentlich meinte ist: vielleicht kann sich ja mal jemand aus Vorstand oder Aufsichtsrat hier zum ursprünglichen Post äußern - in der Annahme, dass sich

nicht komplett darauf bezieht. Wenn doch schlösse sich die Frage an ob denn nicht gerade der Aufsichtsrat da einbezogen sein sollte - und die Bitte, dass sich mal jemand vom Vorstand äußern möge.

Danke & Grüße
Gregor

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Moin Gregor,
ich habe Deinen Wunsch einer Stellungnahme zu deinem Post an den Vorstand weitergeleitet. Ich hoffe, dass die Herren reagieren.

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Liebe Freunde,

jetzt habe ich es tatsächlich doch mal kurz ins Forum geschafft. Beziehungsweise lang.
Vielen Dank für die vielen tiefgreifenden Fragen, die zeigen, dass ihr euch ernsthaft mit
Fairmondo beschäftigt und den vielen Antworten, bei denen eigentlich fast nichts hinzuzufügen
wäre, abgesehen von ein paar Zahlen und Glaskugel-Infos.

Grundsätzlich haben wir leider das Problem, dass ich Zeit für das Forum habe, wenn gerade
alles andere gut läuft. Der Bedarf ist aber natürlich am größten, wenn etwas schief läuft.

Ich fange mal mit den Zahlen an:

Momentan besteht unser Team aus 12 Menschen, mehr als die Hälfte unseres Teams ist fast täglich aktiv. Wir haben in diesem Moment 28285 private, 7811 gewerbliche Kunden und knapp 2200 Mitglieder.

Alle eingestellten Artikel auf Fairmondo (ohne unsere eigenen aus dem Buchhandel) haben einen Gesamtwert von ca. 35 Mio Euro bei ca. 1,5 Mio Euro Provision. Seit März 2018 können wir keine Provision mehr einziehen. Unsere Einnahmen setzen sich aus dem eigenen Buchhandel, dem Faire-Welt-Abo und der freiwilligen Grundgebühr zusammen.

Neue Mitglieder lehnen wir derzeit aufgrund des Risikos ab. Ausnahmen machen wir nur bei Menschen, denen es nur darum geht, uns zu unterstützen.

Wir schreiben seit 2019 knapp schwarze Zahlen, allerdings nur, weil wir keine Jahresabschlüsse machen und fast ausschließlich ehrenamtlich arbeiten. Wir sind alle Idealisten und wollen das auch so.

Seit Februar haben wir einen erfahrenen Programmierer im Team, der sich die nächsten Wochen in Ruby einlesen wird. Wir haben seit kurzem auch einen Buchhalter, der momentan aber in seinem neuen Job voll ausgelastet ist.

Was uns dringend fehlt ist ein zweiter Buchhalter, vielleicht noch ein Programmierer zur Unterstützung, sicher kann man auch manches mit Python lösen, deswegen nehme ich das Angebot von @saschm gerne an, jemand der sich mit Förderungen und Anträgen auskennt und jemand der die Hilfeangebote der Mitglieder koordiniert.

Ansonsten können wir auch in allen anderen Bereichen Menschen gebrauchen, die vollständig selbstständig arbeiten können, über eine hohe Frustrationsgrenze verfügen (dickes Fell) und langfristig dabei bleiben können.

Normalen Kundenservice können wir momentan nicht bieten, wir arbeiten aber alles Wichtige schrittweise ab, dass über den Buchhandel kommt oder direkt an uns geht. Wenn es mal sehr gut läuft und wir anfangen, uns einen finanziellen Puffer zu erarbeiten, passiert leider oft etwas Negatives. Unser Buchhandel hatte in letzter Zeit mehrmals Probleme. Ein Beispiel: Im Dezember war ein Bestseller bei Amazon ausverkauft. Irgendwer schien da aber geschrieben zu haben, dass es das Buch bei uns noch gibt - was es natürlich nicht tat, wir sind nur langsamer als Amazon und innerhalb weniger Stunden wurde das Buch bei uns unglaublich oft bei uns bestellt und bezahlt. Wir hatten dann zwar eine unvorstellbare Menge Geld auf unseren Konten, mussten aber alles per Hand zurücküberweisen (Seit ca einem Jahr bekommen wir von der GLS-Bank keine Kontodaten unserer Kunden mehr - DATENSCHUTZ). Also mussten wir alle Kunden anschreiben, was sich über Wochen hingezogen hat und nochmal ein vielfaches an Kundenmails und Beschwerden verursacht hat. Wir haben zwischendurch versucht mit dem Verlag und mit dem Autor in Verbindung zu treten um vielleicht doch noch und vielleicht sogar vor Amazon liefern zu können. Kamen aber nicht durch. Einige Kunden haben ihr Geld teilweise erst 2 Monate später zurückerhalten, so entstanden die (berechtigten) schlechten Bewertungen unseres Buchhandels.

Was ist geplant;

Wie @Plentyn schon meinte, volle Transparenz ist für uns im Augenblick zu aufwändig, wir werden aber in den nächsten Wochen einen Transparenz-Newsletter ins Leben rufen, der situationsbedingt maximal monatlich und mindestens quartalsweise den aktuellen Stand, die Ereignisse und aktuelle Zahlen bietet. Derzeit gibt es eine handgeführte Liste aber wir haben noch keine Anmeldeprozedur.

Wir werden 2021 als drittes finanzielles Standbein das Waren-Abo wieder einführen. Derzeit gibt es zwei zuverlässige Menschen aus dem Team, die das übernehmen möchten. Vermutlich bieten wir wieder Kaffee und Schokolade an und erweitern um ein Bücherabo und ein Überraschungsabo. Alle Abos werden ganz klar als Unterstützung für Fairmondo kommuniziert.

Zur Finanzierung des Marktplatzes werden wir, sowie unser Programmierer soweit ist entweder die Provision für alle wieder einführen oder einem Spendenbutton einbauen.

Ich hoffe, ich konnte ein paar eurer Fragen damit beantworten, wer spezielle Fragen hat oder helfen möchte kann mich auch persönlich ansprechen.

Kim

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Danke @Kim! :+1:

Danke Kim für diese detaliertern Rückmeldungen. Die haben die letzen Monate gefehlt und deshalb zu viel Frustation und Rückzug hier im Forum geführt.
Ich weis dies bedeutet viel Arbeit (die wahscheinlich nur du kannst), aber ich denke es wäre ein wichtiger regelmässiger Beitrag, damit wenn ihr mit dem Aufbau/Reparatur fertig seit, nicht hier das Forum mehr oder weniger leer ist…

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Moin,

Ich bin gerade erst auf Fairmondo aufmerksam geworden und finde die Idee grundsätzlich super.
Als Software Entwickler spricht mich vor allem der Community getriebene Gedanke an und ich hätte sogar Lust gehabt mitzumachen.

Allerdings sind die Baustellen anscheinend in allen Bereichen so groß und intransparent, wie schon zuvor ausführlich erläutert, dass das Mitmachen sehr erschwert wird.
Der Source Code ist auf einem veralteten Stand und es bestehen zahlreiche Issues.
Leider habe ich momentan keine Kapazität im IT Bereich „den Karren aus den Dreck zu ziehen“, aber hier ein Gedanke dazu:

Warum wurde die Plattform komplett individual entwickelt und nicht auf bestehende Plattformen aufgesetzt? (Entwicklung und Wartung ist hier sehr sehr aufwendig.)

Ich bin kein Experte im E Commerce, aber eine schnelle Google Suche ergab, dass es gute bestehende Plattform gibt auf die man hätte aufsetzen können, auch Open Source:

Vermutlich ist es schon zu spät, auch weil die Marke eventuell schon ruiniert ist…
Aber falls doch noch was gehen würde sollte man einen Schritt zurück treten und nochmal von vorne anfangen. (Sunc cost fallacy)

Ein Tipp für alle die daran denken so ein Projekt in Zukunft noch einmal zu starten:

Im IT Bereich muss man vor allem langfristig den Betrieb bedenken als schnell mal etwas hinzustellen. (wenigst möglicher langfristiger Betriebsaufwand, Fluktuation der Entwickler etc.)

Ein schneller Prototyp (Minimal Viable Product) kann erstellt werden um Annahmen zu verifizieren.
Dieser Prototyp sollte dann aber nochmal technisch überdacht und nicht als langristige Basis verwendet werden.

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Moin jj1,

Das wurde alles schon mehrfach durchdiskutiert und leider haben die Befürworter der bestehenden Lösung immer die Überhand behalten. Das Ding ist halt, möglicherweise ist Ruby on Rails gut, aber wie viele Entwickler gibt es da - im Verhältnis zu z.B. PHP oder sogar Python?

Naja, wie gesagt, wahrscheinlich passiert da nix mehr. Es sei denn natürlich, es würden sich genügend Entwickler finden, mitzuarbeiten. Wenn der Aufwand in viele kleine Bausteine zerlegt würde, wäre es vielleicht handhabbar. Wenn es jemand gibt, der das managed… Du sagst, Du hast keine Kapazität, den Karren aus dem Dreck zu ziehen - hättest Du denn Kapazität, ein paar Kleinigkeiten zu machen? Welche relevanten Programmiersprachen sprichst Du? Ich persönlich wäre nur im Python-Bereich dabei, alles andere ist zu bruchstückhaft bei mir.

Viele Grüße
Sascha

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Hi Sascha,

cool dass du nach Möglichkeiten suchst es doch noch irgendwie hinzukriegen…

wie du schon sagst, sollte sich zunächst jemand finden, der langfristig die Verantwortung für die IT Wiederbelebung übernimmt, sprich erstmal einen Schritt zurück tritt und alles nochmal durchdenkt.
Dabei sollte, in Zusammenarbeit mit einem möglichst erfahrenen Entwickler, ein Plan erstellt werden wie man langfristig den Betrieb sicherstellen könnte mit möglichst geringem Aufwand.

Ob es dann tatsächlich ein Neustart sein soll, bestehend auf einer vorhanden Open Source Plattform, oder die bestehende Anwendung fortgeführt werden soll muss dabei evaluiert werden.
Vorhandene Strukturen der Projekt Vorgehensweise und Kommunikation (Transparenz?) müssen überdacht und wahrscheinlich angepasst werden.

Das ganze müsste dann noch von der Genossenschaft abgesegnet werden, was bestimmt nochmal einiges an Diskussion mit sich bringt.

Generell bin ich auch nicht in der PHP, Ruby on Rails… Welt zu Hause, aber Open Source bietet sich gut an in solche Dinge einzuarbeiten.

Ich habe in der Woche ein paar Stunden für Open Source Projekte zur Verfügung.
Ehrlich gesagt möchte ich mir dabei diesen ganzen Stress bei oben Beschriebenem nicht antun, davon habe ich in meinem Arbeitsalltag genug.
Wenn es bereits ein stabil laufendes bestehendes Projekt gewesen wäre hätte ich schon ein paar Bugs oder Features bearbeitet.
Tut mir Leid, deshalb würde ich mich hier erstmal rausziehen, aber ab und an vorbei schauen, ob sich doch noch etwas tut.

Vielleicht findet sich ja tatsächlich jemand (oder besser mehrere), die einen Plan entwickeln würden.
Mit einem viel versprechendem Plan und mindestens einem langfristig investiertem Kümmerer könnte man nochmal die Werbetrommel über entsprechende Entwickler Kanäle rühren.
Bestimmt finden sich dann einige Entwickler, die sich an der Umsetzung beteiligen würden.

Liebe Grüße,

Julian

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Für Kleinigkeiten zu beheben oder kleinere Features zu programmieren würde sich auf jeden Fall jemand finden.

Aber es müsste sich jemand (oder mehrere) dauerhaft finden, die den Marktplatz zu Ende programmieren. Bestehende Open Source Software zu forken, rate ich auch ab, weil selbst das momentan nicht drin wäre.

Für einen Neustart würde ich zurzeit auf eine Software von der Stange (egal ob Open Source oder nicht) setzen und die auch genau so wie sie ist out of the box nutzen. Das macht den geringsten Aufwand. Ob das dann zukunftsfähig ist, sei dahingestellt. Aber von der Zukunft zu reden, wenn schon die Gegenwart nicht in den Griff zu kriegen ist, ist dann eher weniger sinnvoll.

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Ich hatte meine Meinung zum Software-Thema ja oben schon mal kundgetan, aber möchte das im Zuge der Posts von @jj1, @saschm und @anow nochmal bekräftigen.

Die meiner Meinung nach einzige aussichtsreiche Option:

  1. Die vorhandene Plattform mit minimalstem Aufwand weiterführen und nur noch absolut notwendige Änderungen für den laufenden Betrieb vornehmen.

  2. Mindestens zwei Personen finden, die etwas Erfahrung in der Open-Source-Community und mit Softwareprojekten haben und bereit sind ein Research-Projekt zu machen und z. B. folgende Punkte zu klären:

    • Vorhandene verwandte Lösungen prüfen/evaluieren
    • Kontakt mit verwandten Projekten aufnehmen um Synergien zu finden/nutzen
    • Konzept für eine Softwarebasis entwickeln, die unabhängig von Fairmondo selbst in der Software-Community leben kann.
  3. Die Ergebnisse des Research-Projekts im größeren Kreis der Community und weiteren interessierten Software-Entwicklern vorstellen und Feedback einholen.

  4. Eine Proof-of-Concept-Implementierung für eine neue Plattform erstellen und diese erproben bzw. reifen lassen.

  5. Auf die neue Plattform umsteigen.

Das ist eine der entscheidenden Fragen.

Die bestehende Lösung ist m. E. nicht haltbar und das hat vermutlich weniger mit der Programmiersprache oder sonstiger technischer Umsetzung zu tun als das einfach klar sein muss, dass Fairmondo mit der Entwicklung und Pflege einer eigenen Lösung immer (oder zumindest über viele Jahre) überfordert sein wird.

So sehe ich das auch.

Wenn eine Plattform existiert und auf einem halbwegs soliden Fundament (am besten mit existierender Open-Source-Community) steht wird es das kleinere Problem sein Entwickler zu finden, die „Kleinigkeiten“ (oder auch mehr machen), egal in welcher Programmiersprache. Es gibt genug Beispiele für erfolgreiche Community-getriebene Software-Projekte, die genau das machen und mit wenigen finanziellen Mitteln (=bezahlte Entwickler) auskommen.

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Die Sache mit der eigenen Plattform wurde schon mehrfach diskutiert, mit immer dem gleichen Ergebnis.

Felix hatte sich damals für eine Eigenentwicklung entschieden. Vielleicht fand er es schick, vielleicht hatte er keine Ahnung oder beides.

Ich erinnere mich noch an Diskussionen mit ihm auf der anderen Plattform, wo er dann massiv FUD gestreut hat, um seine Entscheidung zu legitimieren. Das war 2015.

Die Menschen nach ihm konnten sich einfach nicht durchringen, 350t EUR als „Anlauffehler“ auszubuchen. „Zu irgendetwas muss es doch gut gewesen sein…“

Ich hatte hier schon mehrfach alternative Lösungen gepostet, die allesamt in meinen Augen besser sind.

Und nur so am Rande, das Softwareproblem ist in meinen Augen nicht das größte Problem, welches FM hat.

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