Fairmondo wird kostenfrei für private Verkäufer

#1

Liebe Nutzer*innen,

ab sofort wird Fairmondo kostenfrei für private Verkäufer - für alle künftigen Verkäufe fallen keinerlei Gebühren mehr an (keine Verkaufsprovision, kein faires Prozent, keine Quartalsgebühr). Damit wird kaufen, verkaufen, leihen oder tauschen für Privatpersonen komplett gebührenfrei.

Mit der Gebührenänderung möchte Fairmondo den Verkauf von gebrauchten Dingen von Privat an Privat weiter fördern. Damit macht Fairmondo auch den nächsten Schritt in Richtung des Ziels, zu einer ernstgemeinten Sharing-Economy beizutragen. Als Genossenschaft ist Fairmondo bereits selbst das geteilte Eigentum ihrer Community. Nun wird auch das ressourcenschonende Teilen von Gegenständen nach dem Prinzip Kaufen-Nutzen-Weiterverkaufen noch stärker gefördert.

Mit der Änderung der Gebührenordnung gibt es eine entsprechende Änderung in unseren AGB. Wir werden Euch die geänderten AGB in den nächsten Tagen zuschicken, diese sind bereits jetzt auf der Webseite einsehbar.

Wir freuen uns, wenn Ihr diese Mitteilung an Interessierte weiterleitet. Herzlichen Dank!

Faire Grüße,
Anna

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#2

Hallo.
Na sowas, das ist jetzt aber überraschend.
Finde es besser bei solch grundsätzlichen Veränderungen eine Diskussion oder einen Meinungsaustausch, auch hier im Forum voranzustellen.
Ich bin hier als privater Verkäufer und weiß garnicht ob mich diese Entscheidung motiviert neues Einzustellen.
Eigentlich freue ich mich bei meinen Verkäufen jedesmal darüber fairmondo etwas, wenn auch nur wenig, finanziell zu unterstützen.
Das ist bei einigen meiner eingestellten Artikel sogar der bisher einzige Grund gewesen.
Auch hinsichtlich meiner Käufe hier hat mich ähnliches bewegt (ohne Gewerblich / Privat unterscheiden zu müssen).
Nun denke ich, klar kann ich auch selber spenden oder irgendwann aus dem gefühlten “Gewinn” meiner Verkäufe einen weiteren Genossinnenschaftsanteil erwerben, aber genau da sehe ich einen erheblichen Unterschied.
Die Verkaufsgebühren sollten halt für das Geschäftsmodell meiner Ansicht nach das wichtigste Standbein sein.
Eventuell läßt es sich ja einrichten das auch private Verkäufer
innen automatisch! und im Profil sichtbar in Zukunft einen Anteil von vielleicht 5% an Fairmondo abführen können?
Faire Grüße

#3

Hallo blackpearlsparrow,

freut uns natürlich unheimlich, dass Du uns bisher so unterstützt hast, und es wäre schön, wenn Du mit dabei bleibst.

Wir hatten eine positive Vorabdiskussion dazu in unserem internen Genossenschaftsmitgliederforum, bist Du denn bereits Mitglied und im Forum mit dabei?

Ansonsten bieten wir gerade ein Soli-Abo ab 5 Euro an, dass man sich nachträglich in Geno-Anteile umwandeln lassen kann: https://www.startnext.com/rundesache

Die Idee mit der Anzeige finde ich schön, wir planen schon länger, auf freiwilliger Basis Nutzer, die Geno-Mitglied sind, sichtbar zu machen, sind aber aufgrund von fehlenden Ressourcen noch nicht dazu gekommen.

Faire Grüße,
Anna

#4

Also ich war genauso überrascht wie blackpearlsparrow. Und ich sehe es auch genauso: DAS wäre wirklich mal hier diskussionswürdig gewesen, einfach aus dem anderen Blickwinkel heraus, aus dem der NICHT-Genossenschaftsmitglieder, die das hier doch alles nutzen und unterstützen soll(t)en. Ich hatte und habe nicht vor, Mitglied zu werden, weil andere Sachen, bei denen ich mich engagiere und man sollte nicht auf allen Hochzeiten tanzen … Ich bin nur einfacher Nutzer.

Auch wenn das schon so beschlossen ist, hier sind meine Begründungungen, warum ich diese Entscheidung schlecht finde und auch nicht glaube, dass Euch das im gesellschaftlichen Ansehen sehr gut tun wird. Vielleicht gehören sie zu den Denkanstößen, die bei den nächsten Entscheidungen mit Beachtung finden.

  • Als Verkäufer nutze ich eine Dienstleistung, nämlich Eure Verkaufsplattform. Eine Dienstleistung zu bringen, das ist Arbeit. Ihr lasst Euch diese Arbeitsleistung nicht mehr von den privaten Verkäufern bezahlen. Damit fördert Ihr, ob Ihr wollt oder nicht, die leider verbreitete und UNFAIRE Will-ich-umsonst-haben-Haltung gegenüber Leistung: Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn ich es umsonst bekommen kann? (etwas anderes wäre es, wenn eine Leistung von der gesamten Allgemeinheit finanziert für die gesamte Allgemeinheit erbracht wird, aber das wäre ein staatliches Fundament, kein genossenschaftliches)
  • Diejenigen, die über dieses Will-ich-alles-umsonst-haben-Stadium schon hinaus sind (und das werden, wenn man konsumsoziologischen Studien Glauben schenken darf, glücklicherweise mehr - wenn auch langsam), werden sich fragen, warum Ihr diese Haltung befördert, wo Ihr doch angetreten seid, die Welt besser zu machen. Könnte mir vorstellen, dass Ihr gerade von denen viele Nutzer hier habt.
  • Dass es allein um dieses Ressourcenschonende gehen soll, das ist sehr dünn, das ist sogar äußerst mager, denn das habt Ihr mit “Teilen” und “Schenken”/“0,00€-Weitergabe” bereits nachvollziehbar befördert. “Verkaufen” und “Sharing/Shareconomy” haben nichts miteinander zu tun. Das eine ist mit Geldfluss und das andere ist ohne.
  • Wie Blacksparrow schon sagte, es sollte doch ein Finanzierungsstandbein der Genossenschaft sein. Wenn man so ohne Weiteres darauf verzichten kann, dann war da wohl gar nichts dran? Oder kommt da jetzt so etwas wie gut gemeinte Werbung? Ich bin dann weg hier und bestimmt nicht der einzige. Oder kommt jetzt die Finanzierung nur über die Gebühr der Gewerbetreibenden/Händler?
  • Ich finde es sehr unangenehm, dass zwischen Gewerbetreibenden und Privatverkäufern nun so krass unterschieden werden soll. Die einen bezahlen das Portal, die anderen nutzen es. So - ohne jede Hintergrundinfo - sähe es für mich im Perspektivwechsel aus. Dass es Unterschiede gab in der Art der Prozente/Grundgebühren?, das kann jeder nachvollziehen. Also als Händler würde ich das ziemlich doof finden, dass die Privaten gar nichts mehr abdrücken müssen, darin würde ich einen Grund mehr sehen, nicht über einen Wechsel nachzudenken, denn ich würde es unfair finden. Das ist ja dann wie bei vielen anderen.
  • Ihr könnt das Keinegebührnehmen nicht mehr rückgängig machen, denn dann werdet Ihr total unglaubwürdig.
  • Es spricht überhaupt nicht für Euch und Eure Arbeitsweise, dass die neuen AGBs erst nach ein paar Tagen zugesendet werden. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Erst vorbereiten, dann versenden, danach das Startdatum. Der Ablauf wie er hier war, das kommt bei mir nicht sehr professionell an.
  • Dass 1% an Transparency gehen sollte, das fand ich ziemlich gut. Ich für mich fand damit die richtige Organisation bedient und ich musste mich NICHT SELBST DARUM KÜMMERN! Dass ich keine weitere Organisation gewählt habe, das hat den einfachen Grund, dass ich mich selbst darum zu kümmern gehabt hätte. DAS ist ein mentaler und zeitlicher Aufwand, den ich bei einem Verkauf meiner privaten Dinge nicht haben will. Da kann ich ohne Fairmondo wem auch immer eine Spende machen und gut ist. Das heißt, diese Option, die da nun übrig bleibt, werde ich genau aus dem Aufwandsgrund auch in Zukunft nicht nutzen. Aber ich finde es sehr schade, dass dem automatischen Transparency-Prozent die Zukunft genommen wurde.
  • Ihr hattet erst Riesenumstellungen in den letzten Monaten und nicht nur einmal, wie ich das so verfolgen konnte. NUR: In welchen Abständen soll das denn so weitergehen? War nicht gerade etwas Ruhe eingekehrt? Ich habe da Bauchgrummeln, was die zukünftige Verlässlichkeit betrifft. Klar, für mich als Privatverkäufer ist es gerade eine sogenannte positive Änderung. Und was kommt als Nächstes?
  • Solltet Ihr erwägen, dass es als Ersatz eine freiwillige Soli-Gebühr oder so etwas in Zukunft geben könnte … für mich habt Ihr den Zeitpunkt dazu verpasst. Mal abgesehen davon, dass ich zu denen gehöre, die das in Bezug auf ein Wirtschaftsunternehmen überhaupt nicht leiden können (genausowenig wie Auktionen und das dämliche Hin- und Hergezerre über einen Preis), wenn, dann hättet Ihr es aus meiner Sicht jetzt gleich tun sollen. - Aber diese Sätze habe ich nur “im Verdacht auf …” geschrieben. Da es keine Erklärungen gab, bleiben ja nur Vermutungen.
  • Mal zu Eurem Gesamtprozess: Warum muss denn alles innerhalb von Monaten greifen? In einem etablierten Geschäft Marktverdrängung zu betreiben, das ist meiner Meinung nach doch eher etwas, wo man Jaaaaaahre ansetzen sollte. - - - Mich mal als Durchschnittsbeispiel: Die Entwicklung von Fairnopoly hatte mich etwas interessiert, aber ich bin nicht jemand, der am Verkaufen Spaß findet und auch kein Gerneonlineshopper, der öfter am Kaufen ist. Nichtsdestotrotz habe ich beides im Netz schon getan und hätte es auch voriges Jahr bei Euch tun können. Doch solange Eure Nonsenssuchfunktion in Betrieb war, kam das für mich nicht infrage. Nachdem ich im November/Dezember mal wieder vorbeischaute, probierte, mich durch’s Forum las, da konnte ich mir es nun doch vorstellen, Fairmondo zu nutzen. Mehr erstmal noch nicht! Nur vorstellen, dass … JETZT ist erst der Zeitpunkt gekommen, an dem ich einen Umzug vor der Nase habe. Ich wusste von Euch als ich über Verkaufen nachdachte. Ich nutze nun die Dienstleistung, mein Umzugsgeld aufzupeppen und die Umzugskisten weniger werden zu lassen. Das hätte genausogut erst nächstes Jahr passieren können. - Anderen wird es ähnlich gehen. Wissen/Kennen + gut finden und etwas nutzen, das ist zweierlei; aber wenn man plötzlich etwas braucht und weiß schon wo/wie, dann ist das prima. Denn das spart Zeit. - - - Bei anderen Menschen braucht es noch Monate oder Jahre, um von Euch überhaupt etwas mitzubekommen und bei wieder anderen überwiegt noch die Macht der Gewohnheit, wenn sie sich irgendwo anders in einem anderen Marktplatz eingerichtet haben und wohlfühlen und wieder andere, den fehlt noch etwas für sie Wichtiges in der Unterteilung und damit das Wohlfühlen usw. usw. (nebenbei mal ein auslachender O-Ton von jemandem, der gerade seine Modellbahnanlage abbaut und der sich auf meinen Tipp hin Fairmondo anschaute: “Du glaubst nicht wirklich, dass ich die Plattenteile und die Loks unter Sammeln mit dem ganzen Klimbim dort einstelle? Vergiss es, ohne Rubrik kann sich ein Modellbahner nicht mal nen Lesezeichen setzen, um von Zeit zu Zeit vorbeizuschauen, was es Neues gibt. Da kauft keiner!”

Habt Ihr echt gedacht, das Etablieren geht in zwei Jahren und glaubt Ihr wirklich, solche Hauruckänderungen in den AGBs helfen Euch beim Etablieren? Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber ich glaube es nicht, dass das freie Einstellen für die Privatverkäufer am Kernproblem etwas ändert. Es braucht neben der stetigen Information der Öffentlichkeit und dem Verbessern im Kleinen vor allem Zeit, viel Zeit!

In der Hoffnung, dass es nicht demnächst die nächste Überraschung gibt, wünsche ich Euch und uns, dass es weitergeht mit Fairmondo.

Ciao, Verana

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#5

Auch ich hatte bisher gern Gebühren bezahlt, weil es Fairmondo weiterbringt.

Ich denk aber auch, das der Marktplatz durch diesen Schritt nun für viele attraktiver wird, auch das wird uns voran bringen.
-> ich es mal positiv-gespannt auf.

#6

Ich glaub das alles irgendwie nicht,

wie kann es sein, daß der Begriff “fair” und “Transparenz” so mit Füßen getreten wird.

Wir bei facebook verschwindet ohne Ankündigung von der Hauptseite, so im Vorbeihuschen beim Einloggen, ein Feld, wo mitgeteilt wird, daß Einstellen kostenlos ist …

und hier im Forum wird auf Käuferwünsche überhaupt nicht eingegangen, ich frage mich ernsthaft, wer für Umsatz sorgt ???

faire Grüße von Messalina : -) : -)) : -)))

#7

Naja, dieser Hinweis ist doch durch die neue Info “Neu: Fairmondo wird kostenfrei für private Verkäufer*innen!” überflüssig geworden, bzw. würde nur noch verwirren! Ich sehe darin jetzt kein Problem?
…oder hab ich was falsch verstanden?

#8

Ich finde erstmal den Schritt gut, auch für private Anbieter ein Angebot zu machen, dass einen kostenlosen Einstieg erlaubt bei Fairmondo. Aber: Das ist auch gleichzeitig eine Einladung, den Marktplatz als Kleinanzeigenmarkt zu gebrauchen und ich denke, hier sollte dann auch klar eine Trennung zwischen “Private Kleinanzeigen” und “Marktplatz für fair denkende Unternehmen” her…

Und @verana:

Exakt, so was braucht ZEIT und vor allem muss so was wirklich gut durchdacht sein… Bleibt auf der Spur, bleibt Euch treu… Nur um ein paar User mehr zu bekommen, darf man nicht riskieren, das der Marktplatz seinen Sinn und seine Qualität verliert…

Wir haben bei ezebee.com aus genau diesem Grund diese beiden “Verkaufsthemen” getrennt, damit Käufer hier klar zwischen “Flohmarkt” und “Marktplatz” unterscheiden können…

Aber der Ansatz ist schon richtig…

#9

Hallo Messalina,

ich verstehe das leider auch nicht, was Du damit meinst, dass Fairness und Transparenz mit Füßen getreten werden. Die Facebook-Seite gibt es ja weiter, auch wenn sie meiner Meinung nach nichts mit Transparenz zu tun hat, für Transparenz ist diese Seite da: https://info.fairmondo.de/transparenz/

Aber auch die Facebook-Seite ist weiter auf der Startseite verlinkt, unten im Footer, wie das auf vielen Seiten üblich ist, und wo die Nutzer normalerweise eher nach FB suchen. Wir haben das obere Menü Community ein wenig aufgeräumt, da es zu viele Einträge hatte und unübersichtlich war.

Auch gehen wir auf Käuferwünsche ein, allerdings ist das technische Team inzwischen noch kleiner, so dass wir nicht alles zeitnah umsetzen können.

Viele Grüße,
Anna

Marktplatzbelebung
#10

Hallo Verena,

vielen Dank für Deinen langen und ausführlichen Kommentar, man sieht, wie sehr Dir Fairmondo am Herzen liegt! Das freut uns.

Wir haben selbst lange bei Fairmondo diskutiert, aber die Förderung von gebrauchten Privatverkäufen ist ja mit der Zielsetzung von Fairmondo konform, weil es nachhaltig ist, Dinge wiederzuverwenden. Werbung wird es bei Fairmondo nicht geben, aber wir haben unser Finanzierungsmodell auch gerade mit dem Standbein RundeSacheAbos, https://www.startnext.com/rundesache erweitert. Tatsächlich spielen bei uns zur Zeit Verkäufe von privaten Verkäufern finanziell keine Rolle, das kann man ja auf unserer Transparenzseite nachvollziehen. Und von mehr Menschen auf der Seite werden alle profitieren, Fairmondo, die privaten und auch die gewerblichen Nutzer.

Das mit dem Zeitfaktor ist auf jeden Fall so, dass es viel Zeit braucht, aber es werden natürlich auch Erfolgserlebnisse gebraucht. Wir fühlen uns ja auch in der Verantwortung, das Unternehmen für uns und all die anderen Unterstützer, ob Mitglieder, oder Nutzer, Schritt für Schritt zum Erfolg zu führen. Deshalb sind immer wieder schnelle Entscheidungen nötig, trotzdem glaube ich, dass wir sie professionell vorbereiten und ausführen.

Faire Grüße,
Anna

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#11

Moin, was ist an Messalinas Beitrag eigentlich nicht zu verstehen?
Wenn ich fast täglich sowohl auf der Fairmondo Plattform, wie auch hier im Forum lese und plötzlich vor solchen Grundlagenänderungen stehe, verstehe ich eure Vorgehensweise jedenfalls weder als “Konsequent Transparent” noch als fair. Da nützt es mir auch nichts das ihr in einem anderem Kreis schon mal alles diskutiert und vor allem auch Entschieden habt.
Ihr schafft mit der Auswahl des Ortes eurer entgültigen Entscheidungen eine aus meiner Sicht unnötige Hierachie zwischen Genossinnen und Nuterinnen.

  • Auf eurer Transparenzseite kann ich lediglich zwischen großen und kleinen “Peanuts” unterscheiden. Jedenfalls was die Einnahmen aus dem Umsatz wiederspiegeln.
    Ich habe hier als privater Verkäufer bisher 48 Artikel veräußert. Ca. 220 Euro Umsatz. Davon ca 2,20 für die fairniss und ca. 13,20 für fairmondo. Klar, nicht viel, was ich hier umsetze. (und woran liegt das wohl?)
    Aber was habt ihr eigentlich aufs Jahr gesehen an den Gewerblichen verdient? Ist da schon mehr als ein voller Monatslohn von bezahlt worden können?
    Wenn also alle privaten aus eurer Sicht keine Rolle spielen, würde ich dem entgegen halten, das hier der Umsatz generell noch! keine Rolle spielt.

Beste Grüße

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#12

Was hätte bei dieser Entscheidung nicht z. B. zwei Wochen Zeit gehabt?

#13

Hallo,

danke für die ausführlichen Kommentare. Hier noch einige Hintergrundinfos:

  • Den Vorschlag zur Gebührenbefreiung für Privatverkäufer haben wir zunächst im Team besprochen und dann auf der informellen Mitgliederversammlung Ende November letzten Jahres an die Mitglieder gerichtet. Danach wurde er zwei Monate lang im Mitgliederforum diskutiert. Ziel war dabei, Argumente und Perspektiven zu sammeln, um auf dieser Basis eine informierte Entscheidung zu treffen. Es ging dabei nicht um demokratische Legititmität (die man durch Forumsdiskussionen nicht erreicht), sondern um die Bandbreite der Perspektiven und ggf. die Intensität der Widerstände zu erfahren. Es kam ein relativ breites, weitgehend positives Bild von den Teilnehmenden an der Diskussion.

  • Dieser Schritt ist Teil einer mehrstufigen Strategie, um die Community und Nutzerzahl von Fairmondo zu erhöhen und dadurch das Projekt zu retten. Wie in diesem Blogpost beschrieben, wurde es im November sehr eng und seit dem fahren wir in stark reduziertem Modus. Ich entschuldige mich dafür, wenn das dazu führt, dass wir unserem Transparenzprinzip nicht ausreichend nachkommen. Eine Diskussion auch hier im Forum hätte ich im Nachhinein auch sinnvoll gefunden.

  • Strategisch geht es darum, die Aktivität auf dem Marktplatz zu steigern und ihn dadurch attraktiver zu machen. Durch jede Nutzung trägt man auch ohne Gebühren zum Marktplatz bei. Darum sind wir allen dankbar, die auch weiterhin oder gar umso mehr über Fairmondo anbieten. Für viele Privatpersonen waren die Gebühren eine Schwelle, die sie abgehalten hat, bei uns anzubieten, wenn man zugleich auch gebührenffreie Kleinanzeigen schalten kann.

  • Ein weiterer Eckpunkt dieser Strategie ist die Absenkung des Genossenschaftsanteils auf 10€, die die Genossenschaft bereits beschlossen hat und demnächst mit der Eintragung beim Register effektiv ist. Damit es weitergeht, muss es uns gelingen, die Community hinter Fairmondo stark zu verbreitern.

  • Meiner Ansicht nach ist der Weiterverkauf gebrauchter Dinge ein sehr wichtiger Teil einer funktionierenden “Sharing Economy”. Ob ich nun direkt tausche, oder Geld als abstraktes Tauschmittel verwende (ob nun Euro oder irgendwelche Alternativwährungen), spielt für das Prinzip des Teilens keine Rolle. Ich kann dadurch genauso “nutzen statt besitzen”, bzw. “kaufen-nutzen-weiterverkaufen” (und das am Besten ohne Gebühr, also ohne künstlichen Zins auf die Ware). Den Tausch von Waren und Dienstleistungen zu ermöglichen ist m.E. der sehr sinnvolle Kernzweck von Geld, über Jahrtausende erprobt und tief in unseren Kulturen verankert. Dass die Finanzindustrie damit ganz andere Spielchen spielt, ist ein anderes Problem (das wir angehen können, wenn Fairmondo groß genug wird…).
    Den Austausch und Kreislauf von Dingen zu fördern, und damit die Neuproduktion zu vermeiden, ist ein wichtiges Standbein unseres Ziels der Förderung von verantwortungsvollem Konsum.

  • Gewerbliche Händlerinnen handeln auf dem Marktplatz, um regelmäßig Einkommen zu erwirtschaften. Sie bedeuten sehr viel mehr Aufwand für uns, da wir ihnen z.B. Schnittstellen zur Verwaltung großer Artikelzahlen zur Verfügung stellen müssen (an denen wir weiterhin arbeiten).
    Privatpersonen verkaufen per Definitionem wenig (sonst laufen sie Gefahr, wegen nicht angemeldetem Gewerbe abgemahnt zu werden) und bedeuten für uns entsprechend kaum zusätzliche Last. Sie sind zudem auch potentielle Käufer, beleben also unseren Marktplatz und tragen dadurch zum Erfolg bei.
    Wir halten eine “Quersubventionierung” des Sharings zwischen Privatpersonen durch die gewerblichen Anbieter
    innen für fair.

  • Den Vorschlag, optional einen finanziellen Beitrag leisten zu können, finde ich sehr gut. Er wird sich dann nutzerfreundlichumsetzen lassen, wenn wir die eigene Bezahlfunktion eingerichtet haben, mit der wir Gebühren direkt einziehen können. Ich hoffe, es gelingt uns bald wieder stark genug aufgestellt zu sein, um das angehen zu können.

Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Schritt niemanden völlig abgeschreckt haben. Denn wir brauchen jede unterstützende Hand und Stimme, um dieses Riesenprojekt weiter voran zu bringen.

Faire Grüße,

Felix

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#14

Danke für das Update, Felix!

#15

hallo Felix, ich bin im kern des anliegens (kostenfrei für private…) nach wie vor gegenteiliger meinung.
Das zweite problem, tranzparents, bzw. hierarchie hast du durch deinen
beitrag (für mich) deutlich verringert.
Danke dafür.
Ich bleib zwar weiterhin interessiert und möchte das hier unterstützen, werde aber mein! weiters handelen hier völlig neu überdenken müssen. :frowning:

Faire grüße

#16

Erstmal finde ich das sehr gut das Fairmondo auch die kleinen privaten Verkäufer auf diese Art berücksichtigt. Zu einigen Vorpostern die der Meinung sind das man den Zeitaufwand von Fairmondo zahlen sollte ,diese sollten auch bedenken das der private Verkäufer vielleicht mehr Zeit und Initiative investiert als der gewerbliche und wenn Fairmondo vorankommen will sind die privaten Verkäufer wichtiger den je oder es wird hier zur Luxusgemeinde und das ist das Projekt auf Dauer gesehen gescheitert.
Und ich denke auch nicht das Fairmondo wie Amazon werden sollte.
Jeder der Fairmondo finanziell unterstützen möchte kann das das doch jeder Zeit durch die verschiedenen Angebote tuen.Durch das anbieten hier traegt auch der privater Verkaeufer seinen Teil dazu bei.nicht zu vergessen jeder gewerbliche Anbieter hat nur durch private Käufer Erfolg
Fairmondo sollte eein Fairer offener Marktplatz für alle sein.

Ich werde Fairmondo auch weiterhin durch meine Angebote als privater Verkäufer unterstützen.

Noch ein kleiner Tip oder Wunsch an das Team über denkt doch bitte mal das Bewertungssystem das sollte für beide Handelspartner gleich sein.Auch eventuell das automatische Bewerten nach einer gewissen Zeit.denn ich hatte schon Verkäufe und der Käufer hat bisher nicht bewertet.

LG an alle Fairmondies

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#17

@Felix_Weth

Lieber Felix,

Dankeschön!!!

Mein Wunsch für die Zukunft: Genauso wie Du das jetzt im Nachhinein getan hast, wünsche ich mir die Erklärungen für gravierende Änderungen das nächste Mal vorab, mindestens jedoch zusammen mit der Änderung. Beim Ratzbatzumstellen aus Nutzersicht sieht man nicht, was zu einer Entscheidung geführt hat und wie lange das Vorbereiten gedauert hat. Für mich kam das.hier als Schnellschuss an.

Und sachliche Nachvollziehbarkeit ist doch einer der entscheidenden Unterschiede Fairmondos zu den schon oft angesprochenen Raubtieren, die nicht an den einzelnen Menschen mit Menschlichkeit denken, sondern nur an die Zitronen, die man belämmert und presst, um noch mehr die Superrendite für Nichtmitarbeitende zu steigern.

Auch nach Deiner Erklärung bin ich den Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen bedenkend gegenteiliger Meinung. Doch ich sehe besser, dass sich Fairmondo durch die Entscheidung den gegenwärtigen Umgebungsfaktoren und Üblichkeiten zu beugen sucht, um das Gesamtvorhaben “Marktplatz” zu bestärken.

Dankeschön und Dir mit allen Fairmondos weiterhin viel Kraft

Verana

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#18

Irgendwie hatte ich irgenwann die Lust am Diskutieren verloren. Dazu kam, dass ich auch kaun etwas verkauft habe, jetzt geht es wieder los in den letzten Tagen.
Ich habe keine Lust, alles durch zu lesen: Fällt das faire Prozent auch weg? Das würde ich bedauern. Übrigens, eine Ursache der niedrigen Einnahmen aus den privaten Verkäufen war auch die Tatsache, dass bei der Einstellung zu dem Starterbonus - oder wie das hieß - was falsch eingestellt wurde. Nach meiner Kenntnis war das auf eine Anzahl und eine Zeit limitiert. Ich habe deutlich mehr bekommen und kriege auch jetzt noch diese Vergünstigung - siehe letzte Rechnung.

Ansonsten finde ich weiter Fairmondo gut, aber ich muss ja auch nicht von meinen Verkäufen leben!
Nobby

#19

Hallo Nobby,
schön, dass Du wieder dabei bist!
Ja, auch das Faire Prozent fällt für private Verkäufer weg (genau wie die “normale” Verkaufsgebühr und der Quartals-Euro).

#20

Das Thema wurde seit 01.11.2014 im Mitgliederforum besprochen. Ich habe jetzt die Stimmen nicht gezählt, aber eine ganz grundsätzliche und durchgängige Ablehnung gegen eine Gebührenbefreiung kann ich dort nicht erkennen. Egal was man jetzt von der Änderung hält, einen Vorwurf, dass es nicht kommuniziert wurde, kann man nicht gelten lassen. Die Diskussion im Kreis der Genossen (Mitgliederbereich des Forums) ist m.E. auch der richtige Ort, da die Mitglieder die Richtung der Genossenschaft bestimmen sollen (ggf. wäre es rechtlich möglich gewesen, dass der Vorstand diese Entscheidung ohne Generalversammlung fällt, aber das wäre nicht die feine Englische… und so schrieb es Felix im dortigen Beitrag ja auch). Und während es vollkommen richtig, sinnvoll und auch notwendig ist, Input der Marktplatznutzer (die ggf. keine Mitglieder sind) aufzunehmen, abzuwägen und wenn möglich auch umzusetzen, so kann nicht jede Entscheidung vorab außerhalb der Genossenschaft diskutiert werden.

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