"decentralize everything" und "ethical (by) design"


#1

Liebe, faire Menschen,

worüber ich gerade gestolpert bin möchte ich mit Euch teilen. Ind.ie ist eine (weitere) neue “Facebook-Twitter-Alternative”. Mir geht es gar nicht um diese Plattform, sondern um einen Talk-Ausschnitt von Aral Balkan, der über Ethical Design spricht und warum Dezentralisierung wichtig ist. Dieser ist auf der Frontpage eingebettet (direkten Link konnte ich nicht finden[Edit, als Mod, jo01: hier ist er: https://ind.ie/decentralise-everything/ ]). Beim Gucken musste ich sofort an viele der Probleme bei und von fairmondo denken der letzten Monate und, dass wir bei fairmondo uns da ne ordentliche Scheibe von abschneden könnten.

Ich müsste wahrscheinlich jetzt ne gute Motivation schreiben, damit v.a. Ihr beiden, @Felix und @Micha0506, in Eurem straffen Zeitplan dafür nen Moment Aufmerksamkeit findet. Darin bin ich aber nicht gut. Vielleicht kriegt das hier wer anderes hin oder kann Euch beiden und/oder Euch anderen im “Kernteam” zuarbeiten.

Hier das Video: https://ind.ie/

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen, ob und wie das bei fairmondo Platz finden kann.


Human Connection (neues Soziales Netzwerk)
#2

Hallo ~)

scheint ein sehr interessantes Video zu sein ~))

fühle mich leider ausgeschlossen ~ nach dem letzten Foren update komme ich nur über Umwege ins Forum und außerdem fehlen mir Englisch Kenntnisse um den wahrscheinlich wichtigen Text zu verstehen !

Eventuell findet sich ja jemand ~ und übersetzt ~~

messalina faire Grüße ~) ~)) ~)))


#3

Hm, also ich versuch mal soviel wie ich verstanden habe grob zusammen zu fassen:
Er stellt da diese Pyramide für das ethische Entwickeln von Software vor.
Die oberen beiden Teile beinhalten, dass es eine für den Nutzer effiziente Anwendung sein soll, und außerdem soll sie angenehm zu benutzen sein. (nichts besonderes, meiner Meinung nach, und sehr schwammig)
Der dritte unterste Punkt, das “Fundament” der Pyramide betrifft die “Fairness” der Anwendung und stellt ethische Anforderungen, die die Anwendung erfüllen soll, wie zum Beispiel dass sie dezentral entwickelt werden soll, das ist für mich noch sehr unklar, was das heißt. Geht wohl darum verschiedene Gruppen zu haben, die am selben Projekt arbeiten und versuchen ne Lösung zu finden, ohne dass sie wissen, was die andere Gruppe so macht. Wobei ich da dann nicht verstehe, ob es dann am Ende einen Gewinner gibt und wer den kürt, oder ob die optimale Lösung dann eine Synthese aller Ideen sein soll? Irgendwie erscheint mir so ein Vorgehen nur in der Anfangsphase von Projekten sinnvoll, so als Brainstorming-variante. Außerdem erscheint mir das Teamressourcen-mäßig verschwenderisch, immerhin musst du dann ja gleich mehrere Teams aufbauen, die dann in einer Konkurrenzsituation am selben Problem sitzen?!
Grade dieses Beispiel in seinem Talk (was das einizge zum untersten Teil der pyramide ist) finde ich auch ein bisschen merkwürdig - verstehe nicht was daran jetzt groß ethisch sein soll und die Menschenrechte schützt?!
Naja auf jedenfall meint er nocht der unterste Teil der Pyramide würde von den meisten Unternehmen ignoriert und dass das ne schlimme Sache wäre.

Alles in allem hört es sich für mich “nett” an, aber ist zu schwammig, als dass ich daraus irgendwas ziehen könnte. Ich mag auch nicht diese typisch amerikanischen Talks wo sie die Hälfte des Vortrags damit verbringen Leuten Tweets und anderen Sch… zu zeigen, von Leuten die sagen wie toll sie und ihr Projekt sind… just my 2 cent :wink:


#4

So, ich hatte grade mal wieder ein bisschen Zeit mich damit zu beschäftigen.

Der Talk den Du erwähnst (aus Malmö) findet man jetzt unter https://ind.ie/decentralise-everything/

Der war allerdings zu groß für meine aktuelle Internet-Verbindung, darum hab ich folgenden mit dem selben Titel (vom selben Menschen, Aral Barkan, aus London) angeschaut:

Wem die ganzen 35 Min zu lange sind:

ab 19:00 Silicon Valey Design -> Basiert darauf, Daten zu sammeln, die User als Ware
(Dann: open source design: von “Bastlern für Ihresgleichen”)

ab 26:00 Ethical design -> seine Lösung:
Schon das Unternehmen muss so aufgebaut sein, dass es die Rechte der Menschen respektiert.
Dann kann man Software nach der ethical design pyramide (https://ind.ie/ethical-design/) aufbauen:

  1. Fundament: Respektiere Menschenrechte z.B. dezentral aufgebaut: es gibt keine Zentrale die alles weiß.
  2. Mitte: Respektiere den Aufwand der Menschen: wenn jemand seine Zeit einsetzt, um eine Software zu nutzen(!), soll sie auch das machen, was man erwartet / nützlich sein
  3. Spitze: Respektiere die Erfahrung, die Menschen machen: die Software soll entzückend sein, schön, begeisternd.

Ab 29:00 ->Geht’s ums Funding, also die Finanzierung, da hab ich uns auch wieder erkannt:
Es darf (zumindest nicht nur) große Investoren geben; und: wenn das Geschäftsmodell NICHT die Daten den Menschen sind, muss es eine andere Finanzierung/Geschäftsmodell geben, z.B. indem Nutzer für etwas bezahlen (z.B. E-Mail-Dienst), oder die Menschen dafür Spenden/Schenken, einfach dafür, dass des Unternehmen weiter das machen kann, was es macht. (Beispiel: GLS-Beitrag, C3S-Sustain…)

Fazit: ja, ich denke, das geht schon in eine richtige Richtung!


#5

@iisohshai …ich will mal kurz “danke” sagen für den Tipp damals!

Damit bin ich auf Laura und Aral (die beiden Menschen hinter ind.ie) aufmerksam geworden, und versuche seit dem zu verfolgen, was die so machen.

Das Forum
forum.ind.ie

besuche ich seit dem ungefähr so häufig wie das Fairmondo-Forum!


#6

[Hinweis als Mod: ich hab den Link zum Talk in den Original-Post von @iisohshai hinein editiert:

das (fremde Posts editierten, und dann auch noch mitten im Text) mache ich extrem ungern uns selten, in diesem Fall finde ich es aber gerechtfertigt und wichtig, dass der Talk, um den es geht, gleich im initialen post verlinkt ist. -> das ist nun der Fall! :slight_smile: