Wut und Enttäuschung

Hallo allerseits,

ich bin Genossenschaftsmitglied der ersten Stunde und hatte große Hoffnungen, in Fairmondo (damals noch Fairnopoly) eine faire Alternative zu Ebay & Konsorten zu finden.

2014 habe ich (im Rückblick leichtfertig) der Genossenschaft ein Darlehen in Höhe von 1000,- gewährt - versprochen wurde, den Kredit inklusive 5% Zinsen binnen eines Jahres zurückzuzahlen.

Ein Jahr später hatte ich weder das gewährte Darlehen zurück noch die Zinsen.
Auf Nachfrage (!) musste ich erfahren, dass man die gewährten Kredite nicht bedienen kann.

Seitdem habe ich von Zeit zu Zeit nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist und wurde stets vertröstet.

Wohlgemerkt: Die Kommunikation ging dabei jedes Mal von mir aus - Fairmondo hat es kein einziges Mal für nötig befunden, mich von sich aus zu informieren.

Ende 2020 hatte ich schließlich genug und habe meine Mitgliedschaft in der Genossenschaft gekündigt - eine Bestätigung meiner Kündigung habe ich selbstverständlich nie erhalten.

Kurz vor Jahresende 2021 habe ich deshalb nachgefragt, zu welchem Zeitpunkt meine Kündigung wirksam wird - keine Antwort.

Eine weitere Nachfrage Anfang Februar diesen Jahres - keine Antwort.

Vor einigen Tagen habe ich - in Ermangelung einer anderweitigen Kontaktadresse - über die Barnimer Grünen Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden der Fairmondo eG, Kim Stattaus, aufgenommen und meinen Fall geschildert - keine Antwort.

Ich finde dieses Verhalten eine absolute Frechheit.

Dass die Genossenschaft nicht in der Lage ist, Darlehen zu bedienen - okay, schlimm genug, aber es wäre verzeihlich, wenn man / frau es wenigstens offen kommunizieren würde.

Es wird hier aber nicht nur nicht offen kommuniziert - es wird überhaupt nicht kommuniziert.

"Fair"mondo - dass ich nicht lache!

Gegen diese Geschäftsgebaren ist Ebay ja geradezu ein Paradies!

Dass den Verantwortlichen (und ja - ich sehe Menschen wie Kim Stattaus in seiner Funktion als amtierenden Vorstandsvorsitzenden in der Verantwortung) nicht die Schamesröte ins Gesicht steigt!

Ich stehe momentan in Kontakt mit mehreren Anwaltskanzleien und überlege ernsthaft, rechtliche Schritte gegen die Fairmondo eG einzuleiten - gar nicht mal so sehr wegen dem gewährten Darlehen (das ist vermutlich futsch, da es sich um Nachrangdarlehen handelt), aber wenigstens meine Genossenschaftseinlage möchte ich zurück.

Und ganz ehrlich: Am meisten enttäuscht mich das Zwischenmenschliche, sprich: der fehlende Anstand, die fehlende Bereitschaft, meine Anfragen überhaupt zu beantworten und stattdessen einfach den Kopf in den Sand zu stecken. Das ist absolut unwürdig - gerade für eine Genossenschaft, die sich Fairness auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Gibt es hier noch andere Betroffene?

Marc

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So, ich habe nun den Prüfungsverband deutscher Konsum- und Dienstleistungsgenossenschaften e.V. informiert, in dem die Fairmondo eG Mitglied ist, und mir wurde zugesagt, dass man sich des Falls annehmen und entsprechende Schritte einleiten wird.

Nur zur Klarstellung:

Ich möchte der Fairmondo eG nichts Böses und ich habe großen Respekt vor den Menschen, die sich (ehrenamtlich) für die (gute) Idee der Genossenschaft engagieren.

Ich habe allerdings keinen Respekt vor denjenigen, die ihren Job nicht machen - und dazu scheint derzeit die komplette Führungsriege zu gehören, die sich mit wohlklingenden Titeln schmückt, davon abgesehen aber mit Untätigkeit „glänzt“.

Das hier ist kein Skatverein (wobei ein Skatverein vermutlich besser gemanagt wird als die Fairmondo eG), sondern immer noch eine Genossenschaft deutschen Rechts - und so könnt ihr mit euren Mitgliedern nicht umspringen.

Guten Abend

zunächst mal möchte ich mich entschuldigen, dass du keine Antwort auf deine Mails bekommen hast. Im allgemeinen kümmere ich mich seit Mitte 2021 um die Beantwortung oder sorge dafür, dass sie beantwortet werden.
Gründe: Unser kleines ehrenamtliches Kernteam hat in den letzten Monaten u.a. das Rechnungswesen neu aufgebaut und Fairmondo gegen Spamattacken weiter abgesichert
Nichtdestotrotz ist eine Antwort, die über ein Jahr dauert oder auch mehrere Monate, je nachdem von wo man zählt natürlich zu Recht ein Grund sich zu ärgern.
Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass laut Satzung die Kündigungsfrist 3 Jahre beträgt. Die Satzung müsste dir auch vorliegen, sonst kannst du die Satzung auch downloaden. Deine Kündigung wird also am 31.12.2023 wirksam.
Und noch ein Wort in eigener Sache. Wir stecken den Kopf tatsächlich nicht in den Sand. Schau dich gerne im Forum um oder auch dem Mastodon-Account von Fairmondo.
PS: wie lautet deine Emailadresse und wo hast du die E-mail hingesendet? Ich kümmere mich dann darum. Es kann allerdings eine Woche oder zwei dauern bis zur Beantwortung
Viele Grüsse

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Hallo Marcus,

danke für die Antwort.

Ich hatte meine Anfragen an die offizielle Kontaktadresse von Fairmondo geschickt, also den vorgeblichen kundenservice@fairmondo.de.

Da du für Kommunikation zuständig bist, solltest du meine Emails vom 27.12.2021 und 8.2.2022 gelesen haben und meine Email-Adresse sollte dir bekannt sein.

Ich hatte meine Mitgliedschaft in der Genossenschaft am 8. Juli 2020 postalisch gekündigt - gehe also davon aus, dass sie zum 8. Juli (oder wann immer die Kündigung bei euch eingegangen ist) nächsten Jahres wirksam wird.

Ich bitte hierzu um eine schriftliche Bestätigung von eurer Seite.

Darüber hinaus möchte ich gerne wissen, wie es um die Finanzlage der Genossenschaft bestellt ist - sowohl im Hinblick auf die gewährten Darlehen als auch auf die Einlagen der Mitglieder.
Wer kann mir hierzu Rede und Antwort stehen?

Gibt es überhaupt noch jährlich stattfindende Hauptversammlungen, in denen solche Dinge besprochen werden (Jahresbericht)? Meines Wissens nach ist eine Genossenschaft gesetzlich dazu verpflichtet.

Weiteres aber gerne per Email.

Marc

Hallo Markc,

Ich hab 'ne ähnliche Situation: Seit langem Genosse und zusätzlich Darlehensgeber…
Ich hab mich aber in den letzten Jahren wenig darum gekümmert, das läuft halt nebenher (oder eben nicht…)
Folglich hab ich nicht so die Wut und Enttäuschung, die du formulierst, ich kann sie aber sehr gut nachvollziehen!

Danke, dass du das mit uns teilst!

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Vielleicht noch das Positive betonen: ich finde es toll, dass in den letzten Monaten(?) wieder einiges vorangeht und Menschen sich weiterhin für Fairmondo (also meine Genossenschaft!) einsetzen und sie voranbringen wollen! Danke!

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Hallo
es freut mich, dass auch gesehen wird, dass es in den letzten Monaten vorangeht. Es braucht seine Zeit sich ein so grosses Projekt v.a auch technisch und organisatorisch einzuarbeiten. Es gibt wenig bis niemanden, den wir z.B. im Bezug auf die Progammierung des Marktplatzes oder sonstige Abläufe oder Intentionen in unserer Freizeit fragen können. Aber es geht stetig wenn auch langsam voran, ihr könnt ja z.B. mal auf github vorbeigucken GitHub - fairmondo/fairmondo
Auch wenn Wut und Enttäuschung teilweise bestehen, ist es das Bestreben von Fairmondo den Marktplatz gemeinsam mit den Verkäufern, Käufern und Genossenschaftsmitgliedern weiter zu entwickeln. Jedes Feedback ist wertvoll und jede übernommene Aufgabe hilfreich
Hinsichtlich der Finanzen muss ich aber tatsächlich an unseren Vorstandsvorsitzenden verweisen
@Die_Tuer_ist_offen : ich denke, dass du bis Montag morgen eine Antwort bekommst
Viele Grüsse

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Hallo Jo,

danke für dein Feedback.

Es ist nicht so, dass mich das Thema seit 8 Jahren 24/7 umtreiben würde - auch ich habe das zumeist „nebenher laufen“ lassen - trotzdem sehe ich nicht ein, das alles einfach so hinzunehmen.

Zunächst einmal sind 1500,- eine Menge Geld für mich - trotzdem geht es mir nicht primär um das Geld, sondern um Anstand, Vertrauen und Fairness - ein Anspruch, mit dem die Genossenschaft ursprünglich angetreten ist und dem sie bedauerlicherweise in keiner Weise gerecht wird.

Fehlende Kommunikation, nicht eingehaltene Zusagen, billige Ausreden.

Ich warte nach wie vor auf eine Antwort von Seiten von Fairmondo.

  • Eine schriftliche Anfrage an den Vorstandsvorsitzenden Kim Stattaus am 2. März, also vor über drei Wochen. Bis heute unbeantwortet.

  • Eine von @marcus78, der von sich behauptet, bei Fairmondo für Kommunikation zuständig zu sein, versprochene Rückmeldung „binnen 1-2 Wochen“ (siehe oben im Thread). Das war vor zwei Wochen. Nichts.

  • Eine von @marcus78 versprochene Rückmeldung bezüglich meiner Anfrage zur finanziellen Situation der Genossenschaft „bis Montag Morgen“ (siehe oben im Thread). Das wäre vor drei Tagen gewesen. Nichts.

  • Ganz zu schweigen von meinen Anfragen an die Genossenschaft (kundenservice@fairmondo.de), die mittlerweile 3 Monate (!) zurückliegen. Ich warte bis heute auf eine Antwort.

Die Verantwortlichen der Fairmondo eG (Vorstand, Vorstandsvorsitzender, Kundenservice, Mitgliederbetreuung) versagen schlicht und ergreifend auf ganzer Linie - und immer wieder aufs Neue.

Ich warte jetzt noch das Ende des Monats ab und werde dann weitere Schritte einleiten.

Im Übrigen möchte ich nochmals betonen, dass es in diesem Thread nicht um den Marktplatz und die Menschen, die ihn am Laufen halten, geht, sondern um die Genossenschaft und damit zusammenhängende Themen:

  • Mitgliedschaft / Kündigung
  • Missmanagement (Versagen des Vorstands / Vorstandsvorsitzenden)
  • Finanzen (Genossenschaftsanteile, Kredite)
  • Kundenservice / Mitgliederbetreuung (fehlende Kommunikation) .

Von daher bitte ich darum, on topic zu bleiben.

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Lieber Marc,

wir haben Fairmondo 2017 als eine Genossenschaft übernommen, die kurz
vor der Insolvenz stand. Die Ausgaben übertrafen die Einnahmen um ein Vielfaches,
die Mitgliedseinlagen waren komplett aufgebraucht und die Schulden waren so hoch,
dass jedes Mitglied über 100 Euro hätte nachschießen müssen um das auszugleichen.

Wir hatten die Wahl. Wir konnten Fairmondo in der Form aufgeben, dass bedeutet,
dass alle Mitglieder und Darlehensgeber auf einen Schlag leer ausgehen und wir
Schuldenfrei neu anfangen. Das war der Favorit der meisten im Team. Oder wir
übernehmen alles, reduzieren alles Ausgaben auf ein Minimum und versuchen
wieder in die Gewinnzone zu kommen um langsam die Schulden abbauen zu können.

Wir haben uns für letzteres entschieden.

Warum schreibe ich dir das?

Wir, das Team von Fairmondo - aktuell 20 Menschen - arbeiten ehrenamtlich.
Das bedeutet nach unseren eigentlichen Vollzeit-Jobs setzen wir uns stundenlang hin
und beantworten Mails, programmieren, telefonieren und setzen uns mit diversen
Behörden auseinander. Und das ohne einen Cent dafür zu bekommen.
Und da ist es einfach so, dass von den (bei mir täglich über 100) Mails nur ein Zehntel
gelesen und noch weniger beantwortet werden. Wir arbeiten nach Prioritäten, dass
bedeutet, zum Beispiel das Finanzamt, dass uns mir Strafgeldern droht wird vor
den Mitgliederangelegenheiten erledigt. Und da jeden Tag mehr Aufgaben kommen
als wir abarbeiten können, bleibt einiges auch ganz auf der Strecke. Das kann den
ein oder anderen aufregen oder ärgern aber die Alternative wäre - wir machen den
Laden dicht. Und das möchte keiner. Wir glauben nämlich an die gute Ideen die hinter
Fairmondo stehen und irgendwann haben wir vielleicht genug Einnahmen um
Menschen für ihre Arbeit bezahlen zu können, um uns Transparenz leisten zu können
und die eigentlichen Ziele wieder ins Auge fassen zu können.

Deine Kündigung wird selbstverständlich rückwirkend eingetragen (Was für dich übrigens
eher negativ ist, da das Auseinandersetzungsguthaben immer noch bei 0 ist.) Allerdings
kann ich dir Hoffnung beim Darlehen machen, wir haben schon einiges an Schulden
abbezahlt und ich denke, irgendwann können wir auch die Darlehen bedienen.

Und ich möchte auch noch richtigstellen: Die einzige Mail, die du mir geschrieben hast
war vom 15.02.2020 und die habe ich am 16.02.2020 beantwortet. Da stelle ich mir
die Frage, warum du mich nicht einfach nochmal persönlich angeschrieben hast sondern
in mein Privatleben eingreifst?

Kim Stattaus

Anbei der Mailverkehr als Kopie:

Am 15.02.20 um 12:48 schrieb Marc [Klarname entfernt - jo01(mod)]:

Hallo,

ich bin seit Anbeginn Mitglied der Genossenschaft und habe Fairmondo vor mittlerweile 5 1/2 Jahren mit einem Kredit in Höhe von 1000,- unterstützt.
Dieser Kredit sollte eigentlich über den Zeitraum von 1 Jahr laufen und mit 5% verzinst werden.
Den Überschuss benutzen wir um die offenen
Posten abzubezahlen, dass war Anfang 2017 noch ein fünfstelliger Betrag,
inzwischen sind wir knapp vierstellig und erwarten, dass wir Ende 2020 alles
abbezahlt haben.
Zählt dazu auch, dass ihr endlich Gläubiger wie mich auszahlt?

Bis heute habe ich nämlich weder mein Geld zurück, geschweige denn auch nur 1 Cent an Zinsen erhalten.

Auf Nachfrage (!) musste ich vor vier Jahren erfahren, dass ihr nicht in der Lage seid, die Kredite zurückzuzahlen - und seitdem:
Nichts.

Niemand von euch hat es jemals für nötig befunden, mit mir in Kontakt zu treten, um mir mitzuteilen, was nun Sache ist.

Soviel zum Anspruch der „Fairness“.

Noch einmal ganz deutlich:

Ich möchte mein Geld zurück.
1000,- sind für mich nämlich eine Menge Geld - und hatte nicht vor, euch einen Dauerkredit zu gewähren.

Marc [Klarname entfernt - jo01(mod)]

Antwort 16.02.20, 15:19

Hey Marc,

die Nachrangkredite sind damit nicht gemeint.

Fairmondo war von Anfang an eine sehr riskante Sache. Ich habe inzwischen
schon von mehreren Kreditgebern gehört, dass sie damals nicht ausreichend
informiert wurden. Das tut mir leid, liegt aber in der Verantwortung des alten
Vorstands.

Aber du kannst es auch so sehen, als ich Fairmondo übernommen hatte, standen
wir kurz vor der Insolvenz. Dann wäre dein Geld definitiv für immer weg gewesen.
Inzwischen geht es uns deutlich besser und ich werde, nachdem wir wieder
Personal bezahlen können, die Darlehen in Raten abzahlen. Allerdings wird das
frühestens erst im nächsten Jahr sein und auch nur, wenn sich alles weiter
positiv entwickelt.

Liebe Grüße

Kim

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Hallo Kim,

zunächst einmal danke für die umfassende Rückmeldung.

Ich bin versucht zu schreiben: Warum nicht gleich so?
Monatelang warte ich vergeblich auf die Beantwortung meiner Emails, aber kaum dass ich die Angelegenheit hier im Forum publik mache, passiert etwas.

Traurig - und irgendwie peinlich.

Dann werde ich eben zukünftig bevorzugt über das Forum mit euch kommunizieren, da die Bereitschaft zu antworten (oder ist es doch der schnöde öffentliche Druck?) hier offensichtlich höher zu sein scheint.

Mir ist bewusst, dass Fairmondo durch ehrenamtliche Tätigkeit am Laufen gehalten wird, nur kann das keine Ausrede dafür sein, dass wichtige Emails - und dazu zählen für mich Anfragen von Genossenschaftsmitgliedern bezüglich ihrer Mitgliedschaft und Darlehen - einfach ignoriert werden.

Wie oben erwähnt, habe ich in den letzten drei Monaten mehrere Anfragen an die offizielle Email-Adresse von Fairmondo (kundenservice@fairmondo.de) geschrieben und keine davon wurde beantwortet. Das ist einfach inakzeptabel.

Das stimmt nicht.

Nachdem meine letzten Anfragen an den „Kundenservice“ unbeantwortet blieben, habe ich am 2.3.2022 (also vor über drei Wochen) eine weitere Email direkt an dich in deiner Funktion als Vorstandsvorsitzenden geschrieben.

Da mir zu diesem Zeitpunkt deine Email-Adresse nicht mehr vorlag (ich hatte die Korrespondenz von vor 2 Jahren gelöscht) und sie auch nirgendwo auf eurer Homepage hinterlegt ist, habe ich dir diese Email über die Barnimer Grünen (für die du offensichtlich offiziell kandidierst) zukommen lassen und mir wurde versichert, dass die Email an dich weitergeleitet wurde.

Willst du behaupten, dass das nicht zutrifft?
Ich habe jedenfalls keine Antwort von dir erhalten, aber das wundert mich ehrlich gesagt nicht, da du ja selbst zugibst, dass

Traurig, aber so ist das eben.

Was die Finanzlage der Genossenschaft betrifft:

Verstehe ich das richtig, dass die Fairmondo eG derzeit nicht in der Lage ist, Genossenschaftsmitgliedern im Kündigungsfall ihre Genossenschaftsanteile auszuzahlen?

Ich bin davon ausgegangen, dass diese Anteile (oder zumindest ein Teil davon) fest hinterlegt sind, aber wenn das Geld komplett weg ist, würde das - wie du ganz richtig anmerkst - eine Kündigung zum jetzigen Zeitpunkt natürlich ad absurdum führen.

Allerdings hätte ich diese Zahlen gerne schwarz auf weiß.

Wer ist denn derzeit in der Fairmondo eG für die Finanzen verantwortlich?
Wo kann ich den letzten Jahresabschluss einsehen?
Finden überhaupt noch Hauptversammlungen statt, auf denen die Verantwortlichen Rede und Antwort stehen? Meines Wissens nach ist die Genossenschaft rechtlich dazu verpflichtet - oder sehe ich das falsch?

Wie bitte?
Wie und wann habe ich „in dein Privatleben eingegriffen“?
Entschuldige, das wirkt für mich jetzt wie ein konstruierter (und recht billiger) Versuch, von eigenen Versäumnissen abzulenken, aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Aber wo wir gerade beim Thema sind:
Ich finde es nicht in Ordnung, dass du hier ohne Not und ohne meine Zustimmung meine Email mitsamt meinem Klarnamen veröffentlichst.

Freundliche Grüße,

Marc

Ich hab per Moderator-Edit den Nachnamen an den 2 ersetzt durch: "[Klarname entfernt - jo01(mod)] ".

Das macht auf jeden Fall Sinn, da so viele von den Fragen und Antworten profitieren können. Danke!

Danke.

Das war eigentlich sarkastisch gemeint, aber schön, dass du dem Ganzen noch etwas Positives abgewinnen kannst.

Womit wir wieder beim (leidigen) Thema wären: Kommunikation.

Bekomme ich auf die Fragen in meinem letzten Post, der mittlerweile schon wieder 10 Tage zurückliegt, noch eine Antwort - oder herrscht seitens der Genossenschaft (@Kim, @marcus78) schon wieder „Sendepause“?

Guten Abend

zur allgemeinen Klarstellung anlässlich diess Threads. Ich engagiere mich in meiner Freizeit ehrenamtlich für Fairmondo. Ich bin nicht verantwortlich für die Kommunikation, kümmere mich derzeit jedoch des öfteren freiwillig auch um solche Dinge.

Im Forum kann nachgelesen werden, was das kleine ehrenamtliche Team sonst noch so macht.
um die Weiterentwicklung eines fairen und nachhaltigen Online-Markplatze mit Hilfe und Einsatz sowohl der Community als auch der Genosssenschaftsmitglieder voranzutreiben.

@Die_Tuer_ist_offen. Du hast von Buchhandel@fairmondo.de am 24.03.2022 (innerhalb der 2 Wochen-Frist) einen Antwort erhalten. Auch von Kim hast du eine Antwort im Forum erhalten. Deine verbleibenden Fragen musst du bitte mit Kim klären. Kontaktdaten enthält die Mail vom 24.03.2022. Du kannst auch eine Mail an Kundenservice@fairmondo.de schreiben

Viele Grüsse

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Ich glaube, es ist nicht Bösärtigkeit, Gleichgültigkeit,
sondern ein fach Überforderung

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Hallo Marcus,

Ja, sapperlot. „Danke“, dass du mich an das Offensichtliche erinnerst.
So wie du es formulierst, klingt es fast, als ob ein Wunder geschehen wäre, für das ich unglaublich dankbar sein müsste.
Es stimmt allerdings: Es IST ein Wunder, wenn bei Fairmondo endlich mal jemand antwortet.

Ist das dein Ernst?

Kim leugnet, meine letzte Email erhalten zu haben, gibt aber gleichzeitig zu (siehe sein Post weiter oben), dass er 90% seiner Korrespondenz nicht liest - geschweige denn beantwortet.

Und euren „Kundenservice“ kann man getrost in der Pfeife rauchen.
Jede(r), der / die diesen Thread (oder auch nur meinen Eingangspost) gelesen hat, sollte mittlerweile wissen, dass Anfragen an kundenservice@fairmondo.de über Monate hinweg unbeantwortet bleiben.

Von daher ist deine Empfehlung der blanke Hohn.

Du verschweigst geflissentlich, dass mir erst geantwortet wurde nachdem ich hier im Forum diesen Thread eröffnet habe - und auch dann erst nachdem ich euch wiederholt dazu aufgefordert habe.
Ansonsten würde ich vermutlich noch heute auf eine Antwort auf meine Anfrage von vor 3 Monaten warten.

Es kommt übrigens ziemlich unprofessionell rüber, wenn man wichtige Anfragen bezüglich der Genossenschaft an kundenservice@fairmondo.de stellt, die dann von buchhandel@fairmondo.de beantwortet werden - das aber nur am Rande.

Von daher: Nein, ich werde meine Fragen weiterhin hier im Forum stellen - da habe ich zumindest eine gewisse Sicherheit, auch eine Antwort zu erhalten, denn ohne öffentlichen Druck passiert bei euch anscheinend nichts.

Das Ganze erinnert an diverse Fernsehformate mit geprellten Kunden, die bislang vergeblich um ihr Recht gekämpft haben - aber kaum, dass sie das Fernsehen einschalten, reagieren die entsprechenden Firmen / Behörden mit einem Mal unglaublich zuvorkommend.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Bösartigkeit sicher nicht. Überforderung schon eher - wobei ich da vermutlich deutlich weniger nachsichtig bin als du: Ein bunter Strauß aus Faulheit, Gleichgültigkeit und Inkompetenz.

Aber hey, „wir sind ein kleines, ehrenamtliches Team und tun unser Bestes“.
Würde ich für diese Aussage jedes mal einen Euro bekommen, wäre ich sicher reich.
Und würden die Verantwortlichen ihren Job machen anstatt hier ständig öffentlichkeitswirksam zu betonen, wie engagiert sie doch sind, wären alle glücklich.

Es gibt genügend Genossenschaften, die ihre Aufgaben auch mit einem kleinen ehrenamtlichen Team stemmen. Die Fairmondo eG gehört leider nicht dazu - man ist ja nicht einmal in der Lage, so elementare Dinge wie eine verlässliche Kommunikation zu gewährleisten.

Diese Genossenschaft ist wie ein Kaugummi, der an der Schuhsohle klebt - es ist unglaublich zäh, ins Reine zu kommen - und man wünscht sich, man wäre nie (r)eingetreten.

Das jedenfalls ist mein Fazit nach mittlerweile 8 Jahren Mitgliedschaft.

Aber zurück zu meinem eigentlichen Anliegen.
Meine - nach wie vor unbeantworteten - Fragen waren:

Ich wäre dankbar, wenn sich jemand zu Wort melden könnte, der / die kompetent genug ist, diese Fragen zu beantworten.

Verantwortlich für Finanzen
Der Vorstand

letzte Jahresabschluss
https://www.bundesanzeiger.de

Ist aber nur bis 2016

HV
Nein, findet nicht statt.

Verpflichtung
Um rechtliche Regelungen schert sich FM herzlich wenig. Ist ja für eine gute Sache. Auch wenn man etwas ehrenamtlich und mit guter Absicht macht, muss man es entweder halbwegs richtig machen oder lassen. Ich kann auch nicht Augenoperationen anbieten und wenn diese dann schief gehen, sagen, dass ich ja nur ehrenamtlich gearbeitet habe.

Das Unternehmen war schon zu Felix Zeiten in Schieflage. Das hat sich deutlich gebessert, aber ist immer noch tief im roten Bereich und ich sehe es nach wie vor als unrealistisch an, dass FM in einen realistischen grünen Bereich kommt.

Dass hier noch nicht der Stecker gezogen wurde, liegt daran, dass viele das Projekt am Leben erhalten, weil sie denken, sie tun damit vermeintlich etwas Gutes oder in zukunft könnte etwas Gutes entstehen.

Das passiert aber effektiv nicht. Alle Spenden und gemeinnützige Arbeit dienen zu 90% den Kapitalgeber, allen voran Felix bzw. Felix Papa.

Transparent geht anders…

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Hallo Alex,

danke für deine informative Antwort - ich wünschte, die Genossenschaft würde meine Fragen ähnlich schnell und kompetent beantworten.

Also vermutlich Kim Stattaus.
Im Vorstand sitzt zwar angeblich noch ein gewisser Daniel Weber, von ihm habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

Aha. Warum bin ich nicht überrascht.

Ist das überhaupt rechtens? Das würde mich wirklich einmal interessieren.

Ich hätte es nicht besser formulieren können.
Leider habe ich im Umgang mit der Fairmondo eG selten das Gefühl, ein Mitglied (und Kreditgeber) zu sein, dem man gerne Rede und Antwort steht, sondern eher ein lästiger Bittsteller.
„Danke für dein Geld - nun lass’ uns bitte in Ruhe. Sei froh, dass es uns überhaupt noch gibt.“

Ja, das befürchte ich auch.
Ich frage mich nur, was mit dem ganzen Geld (mehrere hunderttausend Euro) eigentlich passiert ist.

Auch wenn ich ein kritisches Verhältnis zur Genossenschaft pflege und der Marktplatz sich für mich persönlich als Flop erwiesen hat (ich habe jahrelang Artikel parallel bei Ebay und - deutlich günstiger - bei Fairmondo eingestellt, hier aber nie wirklich etwas verkaufen können), bin ich trotzdem dafür, dass der Marktplatz bestehen bleibt. Es scheint ja Menschen zu geben, die ihn gerne (und erfolgreich) nutzen.
Meine Kritik richtet sich wie gesagt nicht gegen den Marktplatz, sondern an die Genossenschaft und ihre Vertreter.

Interessant.
Ich gehe davon aus, dass es sich hierbei um die Schulden handelt, die die Genossenschaft derzeit abbezahlt.
Daraus schließe ich, dass Felix (und sein Vater) quasi Gläubiger 1. Klasse sind, deren Kredite vorrangig bedient werden - während wir „gewöhnlichen“ Genossenschaftsmitglieder mit unseren Nachrangdarlehen nur Gläubiger 2. Klasse sind, die darauf hoffen müssen, irgendwann ihr Geld wiederzusehen.
Sollte das der Wahrheit entsprechen, hätte das Ganze hat schon ein gewisses „Geschmäckle“.

In der Tat.
Ich bin immer wieder (negativ) überrascht, wie sehr die Fairmondo eG an ihrem eigenen Anspruch gescheitert ist.

Du scheinst dich mit der Genossenschaft ja recht gut auszukennen.
Bist / warst du selbst einmal für sie tätig?

Marc

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Moin,
eigentlich wollte ich mich ja nicht äußern, aber bevor hier Gerüchte entstehen, muss ich wohl doch ein paar Zeilen schreiben:

Hierzu eine klare Aussage: Es gibt keine „bevorzugenten“ Genossen, deren Kredite oder Eigenkapitalrückforderungen vorrangig bedient werden: Weder Felix noch irgendein anderer Kreditgeber der Familie Weth, noch sonst irgendein Genosse hat bis jetzt seine Kredite zurückgezahlt bekommen. Das ist wirklich ärgerlich, lässt sich aber auch nicht schnell ändern, da die Genossenschaft formal erst die Kredite zurückzahlen darf, wenn das Eigenkapital wieder vollständig (?) hergestellt.

Die Schulden, die dank der ehrenamtlichen Arbeit, abgezahlt werden konnten, sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Vermieter, Lieferanten, einer Steuerberatungsfirma und ehemaligen Honorarmitarbeitern, die meist noch aus dem Zeitraum von 2013-2015ff stammten.

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Hallo Daniel,

danke für die Klarstellung.

Und warum nicht?
Du bist aktives Vorstandsmitglied - und somit Mitgliedern der Genossenschaft gegenüber auskunftspflichtig.
Von daher wäre es wünschenswert, wenn du auch auf die anderen offenen Fragen eingegangen wärst, aber offensichtlich ist das zuviel verlangt.

Es ist schon bemerkenswert, dass sich keiner der Verantwortlichen hier für irgendetwas zuständig zu fühlen scheint.

Marc