Wieso ist hier niemand?


#1

Heißt das, dass wir keine Käufer haben? Oder erfahren die vorhandenen Käufer nichts von der Existenz dieses Forums?

Ich wag mal die Prognose, dass die meisten, die auf Fairnopoly verkaufen, inzwischen auch Käufer sind. Ich zermartere mir auch ständig den Kopf, warum eir es nicht schaffen, mehr Leute zu aktivieren. Sicher gibt es in den Artikeln und Nutzern ständig Zuwachs, aber die “Steigerungsraten” stehen in keinem Verhältnis zu dem offensichtlich betriebenen Aufwand. Ich selbst habe auch schon so einige “Frusterlebnisse” gehabt bei meinen Gesprächen mit Leuten, von denen ich eigentlich erwartet hätte, dass sie auf diesen Zug aufspringen würden. Pustekuchen, verbohrte Kunden des Marktplatzes in Amazonien und ähnlicher großkapitalistischer Einrichtungen. Warten die alle darauf, dass hier die echte Konkurrenz entsteht? Der Begriff Pionier bekommt jetzt immer mehr Bedeutung für mich und ich glaube, wir werden noch eine ganze Weile Pioniere sein und um weitere Pioniere ringen. Hoffentlich geht nicht zu vielen die Puste aus.

Ich habe ja mit einigen erfahrenen Händlern aus Amazonien Kontakt bekommen und wenn ich höre, was Amazon unternimmt, wenn sie feststellen, dass “ihre” Händler anfangen auch hier zu verkaufen, wird mir Übel und mein Hass nimmt zu. Das System ist leider aber auch so, dass es schwierig ist seine Käufer aus Amazonien mit zu bringen. Die Riesenangebote schaffen eine große “Anonymität”.

Wer hat denn Ideen, die über die angesetzten Maßnahmen hinaus gehen, Käufer zu “locken” oder Ideen, was fehlt oder “falsch” läuft?

Nobby
8)


#2

Ich kenne an die 20 alternativen Verkaufsplattformen. Und keine davon läuft richtig,
da die Käufer fehlen. Wie man Käufer findet, ist das große Geheimnis! :wink:


#3

Ich glaube auch, dass ich so viele kenne - meistens als Käufer! Verkauft habe ich nur bei Booklooker und ganz früher bei Ibäh.

Ich meine aber, dass von den mittlerweile 2.133 angemeldeten Nutzern sicher eine Menge als Käufer lauern. Die hätte ich gerne hier im Forum und wenn sie uns nur sagen, was sie suchen, wie sie gerne suchen etc.

Viele meiner Fragen sind sicher rethorisch, ich will auch eigentlich nur anschubsen!

nobby
8)


#4

Um Käufer/Interessenten für Fairnopoly zu gewinnen, müssen verschiedene Strategien parallel verfolgt werden. Ich werde im Folgenden einige darstellen.

Ganz, ganz wichtig:

Eine Verkaufsplattform im Internet ist wie ein Marktplatz im realen Leben: Es muss dort richtig was los sein, viele verschiedene Marktstände mit den unterschiedlichsten Angeboten von ganz billig bis sauteuer, von 08/15 bis Luxus, von langweilig bis völlig abgefahren müssen vorhanden sein. Wenn ich nur einen kleinen Markt habe - wie er so in Kleinstädten üblich ist - dann kommen die Leute nur, wenn sie etwas ganz bestimmtes kaufen wollen und wissen, das es auf dem Markt zu haben ist. Fremde/Neue hingegen schauen einmal kurz vorbei und kommen dann nie wieder.

Das Gegenteil von so9 einem provinziellen Marktplatz ist z. B. der Markt auf dem Winterfeldtplatz in Berlin, der ist Kult, da ist immer was los - und da kann ich auch jeden Samstag hingehen und sei es nur um zu gucken, was es denn wieder Neues gibt und was da für komische Leute sind.

Fairnopoly dagegen ist derzeit nur ein Marktplatz in einer winzigen Provinzstadt - das Angebot ist derzeit noch viel zu klein. Es ist mit diesem Angebot derzeit nicht möglich, “Fremde”/Neue/“Touristen” dazu zu bewegen, auch noch ein zweites Mal auf diesem Marktplatz vorbeízuschauen.

Erstes Gebot daher m. E.: Soviele Artikel wie irgend möglich einstellen!


#5

Wie kann man Fairnopoly attraktiver machen?

Punkt 1: Wie schon gesagt, durch möglichst viele Artikel. Es muss auch Standard-Ware dabei sein. Wenn niemand einen Johannes Mario Simmel auf Fairnopoly einstellt, dann wird es heißen: „Die hamm ja noch nich ma ´n Simmel!!!“

Aber mit einem „Simmel“ locke ich keine neuen Kunden an. Dafür brauche ich etwas anderes:

Punkt 2: Unikate

Die großen Internetplattformen wie z. B. Amazon arbeiten mit der sog. „Individualisierung“, d. h. jeder Nutzer bekommt ein für ihn vom Anbieter maßgeschneidertes Bild auf seinen Bildschirm projiziert. Amazon beispielsweise steuert mit dieser Individualisierung die Käufe/Verkäufe auf Amazon Marketplace. Als ich anfing, auf Amazon Marketplace zu verkaufen, war ich sehr erstaunt (und sehr erfreut) darüber, dass ich sogar Bücher, bei denen ich der 623ste Verkäufer war, innerhalb von 14 Tagen verkaufte. Whow, dachte ich, was müssen auf dieser Plattform Artikel umgesetzt werden! Nachdem ich 2.500 Artikel eingestellt hatte, brachen die Verkäufe abrupt ein – ich war offenkundig kein „Neu-Verkäufer“ mehr, dem man tolle Verkaufserfolge vorgaukeln musste! Heute weiß ich, dass Amazon mit Hilfe dieser „Individualisierung“ die Verkäufe manipuliert.

Ebenso manipuliert Google das Ranking bei seinen Suchergebnissen, auch das wird „individualisiert“. Beispiel: Das Buch „Ich bin für Potsdam das rote Tuch - Anni von Gottberg und die Bekennende Kirche“ erscheint im Märkischen Verlag und kostet dort 10,00 € neu. Wenn man nach diesem Buch als „normaler“ Mensch bei Google sucht, erscheint an vorderer Stelle Amazon mit dem Angebot eines gebrauchten (!!!) Buches für 28,00 € (!!!) + 3,00 € Versandkosten, also für mehr als das Dreifache des regulären Preises. Der Märkische Verlag selbst mit seinem Angebot ist nur unter ferner liefen zu finden, bei einem zweiten Anlauf habe ich ihn letzte Woche gar nicht mehr gefunden.

Ich habe daraufhin den Inhaber des Märkischen Verlages angerufen und auf diesen Umstand hingewiesen (und habe ihn – nebenbei - auf Fairnopoly hingewiesen).

Wenn ich heute, 20.10.2013, nach diesem Buch suche, was erscheint dann an erster Stelle? Der Märkische Verlag! Und erst danach Amazon!!! Warum ist das wohl so? Weil Google, Amazon & Co. unsere Metadaten (also unsere Kontaktdaten einschließlich der Telefonkontakte) auswerten und letztlich gegen uns verwenden. Dadurch, dass ich den Märkischen Verlag angerufen habe, habe ich meinen Metadatenkreis erweitert - und die Algorithmen von Google (& Co.) „denken“ sich: „Oh, der kennt den Märkischen Verlag, den sollten wir nicht versuchen zu verarschen und ihm ein überteuertes Buch anzudrehen versuchen, bleiben wir mal vorsichtshalber bei der Wahrheit!“

Bei (besser: gegen) Fairnopoly läuft das genauso.

Deswegen ist es nicht zutreffend, wenn Nobby meint, auf Fairnopoly angebotene Bücher würden bei Google & Co. weit oben im Ranking angezeigt. Das ist nicht mehr als eine Fata Morgana oder, moderner gesagt, eine Matrix. Nobby sieht das so, weil er Mitglied von Fairnopoly ist!!! Ein Fremder sieht etwas ganz anderes, sprich: Ein Fremder wird Fairnopoly unter Fundstelle 53.786 finden oder, brutal gesagt, er wird Fairnopoly niemals finden.

Welche Lehren sind daraus zu ziehen?

Fairnopoly kann gegen Google & Co. auf dem Feld der Individualisierung, des Rankings usw. nicht bestehen. Das ist genauso, als wollte man einen vollelektronisch ausgerüsteten Kampfpanzer Leopard modernster Bauart mit einem Holzknüppel aufhalten.

Aber es gibt eine Schwachstelle von Google & Co.: Sie sind nichts weiter als unkreative Schmarotzer. Sie „verwerten“ die Leistungen anderer Menschen, sie produzieren aber nichts, aber auch rein gar nichts selbst! Diese Schmarotzer sind auf ihre Wirtstiere angewiesen – wie die Zecken.

Beispiel: Man nehme mein Buch “Der schwarze Robinson. Abenteuer eines Negerknaben auf den Südsee-Inseln. Eine Erzählung für die reifere Jugend“ - das ist ein Buch, das es möglicherweise nur ein einziges Mal auf der Welt gibt. Was wollen Google & Co. bei diesem Artikel „individualisieren“? Wenn jemand danach sucht, weil er es kaufen will, tja, dann haben die Algorithmen von Google, Amazon etc. ein Problem: Wie sollen sie Brandenbuch umgehen? Schwer möglich bei einem einmaligen Artikel! Oder soll Google sagen: „Kein Treffer“, obwohl es tatsächlich Treffer im Netz gibt?

Folge: Deswegen müssen auf Fairnopoly Produkte angeboten werden, die es nirgendwo sonst gibt! Unikate müssen her! Künstler müssen auf Fairnopoly verkaufen! Sammler müssen ihre seltenen Stücke anbieten!

Solche Unikate machen es Google & Co. schwer bis unmöglich, Fairnopoly vom Bildschirm „verschwinden“ zu lassen.

Das Marketing von Fairnopoly sollte m. E. auch in diese Richtung gelenkt werden.

Beispiel: Dieses Fahrzeug wird derzeit auf mobile.de (gehört zu Ebay) angeboten: http://suchen.mobile.de/wohnwagen-inserat/mercedes-benz-unimog-404-1-s-allrad-zwickau/147062786.html?origin=PARK Das ist derart abgefahren, dass es schon wieder unbeschreiblich ist! Es sollte jemand zu dem Anbieter hingehen und den davon überzeugen, dass er dieses Fahrzeug exklusiv auf Fairnopoly anbietet. Dafür geht Fairnopoly mit diesem Angebot an die Presse und rührt richtig die Werbetrommel! Schaut her, was wir Einmaliges anbieten!!!

Wie hat denn Ebay angefangen? Mit: „Ferrari ab 1,00 €“!

Es werden Produkte und Aktionen gebraucht, über die die Menschen reden! Fairnopoly braucht Alleinstellungsmerkmale, um bestehen zu können!


#6

Wow, Stefan,

jetzt verstehe ich die Dinge, die Du mir am Telefon erzählt hast viel besser.1984 ist dagegen ja harmlos - obwohl es mir klar war, dass die manipulieren, so in der Tiefe hatte ich das nie verstanden. Wenn dann diese “Unikate” hier auf Fairnopoly angeboten werden, hat das dann Einfluß auch auf die Positionierung der anderen Artikel?

Beispiel: Hein Meier stöbert bei Fairnopoly mehr oder weniger oft. Tage später sucht er einen stinknormalen Artikel, den es “überall” gibt, auch bei Fairnopoly, findet er ihn dann auch bei Fairnopoly? Er ist doch jetzt auch mit FN metatechnisch verknüpft!?

Nobby
8)


#7

Stefan,

mir werden jetzt auch völlig andere Zusammenhänge klar. Ich bekam eine Mail von googlemail, in der ich “gefragt wurde” ob jemand mein Freund ist und ich sollte das doch bitte bestätigen. Dieser jemand ist eine “alter Freund” aus Dublin, mit dem ich mich in verschiedenen Bluesforen rumgetrieben habe und mit dem ich auch über Facebook befreundet bin. Ich habe natürlich nicht geantwortet, sondern ihn über FB angemorst und es war natürlich Phishing und ich werde nicht antworten.

Das bedeutet dann wohl, dass wir uns nach einer alternativen Suchmaschine umsehen müssen… Fällt Dir dazu was ein?

Nobby
8)


#8

[quote=“Brandenbuch, post:4, topic:112”]Um Käufer/Interessenten für Fairnopoly zu gewinnen, müssen verschiedene Strategien parallel verfolgt werden. Ich werde im Folgenden einige darstellen.

Ganz, ganz wichtig:

Eine Verkaufsplattform im Internet ist wie ein Marktplatz im realen Leben: Es muss dort richtig was los sein, viele verschiedene Marktstände mit den unterschiedlichsten Angeboten von ganz billig bis sauteuer, von 08/15 bis Luxus, von langweilig bis völlig abgefahren müssen vorhanden sein. Wenn ich nur einen kleinen Markt habe - wie er so in Kleinstädten üblich ist - dann kommen die Leute nur, wenn sie etwas ganz bestimmtes kaufen wollen und wissen, das es auf dem Markt zu haben ist. Fremde/Neue hingegen schauen einmal kurz vorbei und kommen dann nie wieder.

Das Gegenteil von so9 einem provinziellen Marktplatz ist z. B. der Markt auf dem Winterfeldtplatz in Berlin, der ist Kult, da ist immer was los - und da kann ich auch jeden Samstag hingehen und sei es nur um zu gucken, was es denn wieder Neues gibt und was da für komische Leute sind.

Fairnopoly dagegen ist derzeit nur ein Marktplatz in einer winzigen Provinzstadt - das Angebot ist derzeit noch viel zu klein. Es ist mit diesem Angebot derzeit nicht möglich, “Fremde”/Neue/“Touristen” dazu zu bewegen, auch noch ein zweites Mal auf diesem Marktplatz vorbeízuschauen.

Erstes Gebot daher m. E.: Soviele Artikel wie irgend möglich einstellen![/quote]

Diesen Beitrag habe ich gestern abend schlichtweg übersehen, aber auch hier sind wir ja einer Meinung! Der Vertrieb ist gefragt und die vielen vielen “ehrenamtlichen Helferlein” und zwar erst als Einsteller und Werber von neuen Einstellern und dann von Kunden. Die Werbung von kunden in der Anfangsphase ist ein zweischneidiges Schwert. Ich mache das im Moment nur bei Leuten, die ich gut kenne. Was nützt es, wenn ich sie auf den Markt locke und das Angebot sie enttäuscht. Sie kommen eventuell nicht wieder.
Auch die Breite des Angebotes lässt noch sehr zu wünschen übrig, die Knaller fehlen, abgesehen mal von diesen geilen Lastenfahrrädern. Aber da wird der “Befdarf” auch nicht gerade exorbitant hoch sein! Leider!
Ich suche schon seit Tagen bei mir im Haus, ob ich nicht irgend etwas Ausgefallenes anzubieten habe, aber das behalte ich lieber selbst. Na ja, so stelle ich wenigstens jeden Tag so viel wie möglich Artikel rein und muss hoffen, dass die ungewöhnlichen Sachen mal von jemand anderem kommen!
In Abwandlung eines alten Spruches:

Ohne Angebot keine Nachfrage!

Ni lang schnacke, Kopp in’n Nacken - haut rein!

Nobby
8)


#9

Ich weiß nicht, welche Algorithmen Google & Co. einsetzen. Das ist zum einen ein großes Geheimnis und zum anderen ändern sich diese Algorithmen ständig. Es ist daher nicht möglich exakt vorherzusagen, welche Auswirkungen bestimmte Maßnahmen oder Verhaltensweisen haben werden. Außerdem - und das sehe ich als das größte Problem an - kann ich ja logischerweise nicht erkennen, was außerhalb meines Metadatenkreises passiert - und dieser Teil der Menschheit dürfte mit Sicherheit wesentlich größer sein als mein Metadatenkreis!

Ich persönlich glaube nicht (ich bin auch kein Fachmann auf diesem Gebiet), dass Plattformen wie Ebay, Amazon oder Fairnopoly zum Metadatenkreis gehören. Ich vermute, die Algorithmen sind viel exakter als wir uns das vorstellen können. Nach allem, was ich auf Amazon Marketplace sehe, wird jedes einzelne (!!!) Produkt bestimmten Personen/Metadatenkreisen zugeordnet und dann “jonglieren” die Algorithmen wie bei einem Hütchenspiel mit diesen Artikeln. Und wie das eben so ist beim Hütchenspiel, wir wissen ja, wer da regelmäßig gewinnt …

Eine Alternative zu Google wäre z. B. Ixquick.de. Ich verwende aber trotzdem manchmal noch Google, weil Google eben doch verdammt gut ist, ob einem das jetzt gefällt oder nicht.

Ja, das Anbieten von “Freunden” in sozialen Netzwerken hängt mit den Metadaten zusammen. Und es ist erstaunlich, wie gut das funktioniert! Mir sind schon Schulfreunde aus Grundschulzeiten “angeboten” worden, die ich längst vergessen hatte. Diese Algorithmen “wissen” offenkundig mehr über uns als wir selbst!

Ich habe kein Patentrezept gegen diese Manipulationen. Ich weiß nur, dass letztlich nur ein Zusammenschluss vieler “kleiner Leute” in einer Genossenschaft wie Fairnopoly ein Gegengewicht zu diesen Internetkartellen bilden kann. Ich empfehle diesbezüglich die Lektüre von “Ein Mann bezwingt die Not - Friedrich Wilhelm Raiffeisen” von Franz Braumann (DG Verlag ISBN 9783871511578) - da hat man dann so ein paar Aha-Erlebnisse beim Lesen!


#10

Ja der Genossenschaftsgedanke ist auch meine Hoffnung: Außer bei Fairnopoly und meiner Hausbank bin ich noch Genosse im Strompool Probstei und bei der GLS-Bank (Hausbank von Fairnopoly, ich bin da allerdings schon seit über 20 Jahren Genosse, weil sie die Kreditbank unseres Demeter-Hofes ist!).

Das Buch habe ich nicht gelesen, werde mich aber mal umtun.

Dieses Thema mit den Algorythmen und Metadaten hat mich auch in letzter Zeit (auch schon vor unseren Gesprächen) bewegt, weil ich überall im Internet auf mich abgestimmte Werbung bekomme.

Die von Dir genannte Suchmaschine, werde ich mir mal anschauen, wenn ich wieder zu Hause bin.

Leider reicht mein technisches Verständnis auch nicht aus, die gesamten Zusammenhänge zu verstehen, da müssen wir wohl mal “Expertenmeinungen” einholen.

Nobby
8)


#11

Hallo Ihr zwei
Ich lese hier ganz interessiert mit und habe schon einiges gelernt. Danke!
Die Vorgehensweisen - um es mal so zu nennen - der großen Unternehmen, die hier genannt sind, kannte ich so im Detail nicht. Ich kann aber auch nicht behaupten, dass ich völlig überrascht bin. Was so Konzerne angeht bin ich ziemlich zynisch.

Wenn ich heute Abend nach Hause komme, stell ich nochmal das eine oder andere ein, aber so ganz besondere Schätze habe ich nicht.

Ich habe hier zwar noch ein altes Auto rumstehen, das ich auch einstellen werde, aber das kann noch etwas dauern mit Bildern und Daten zusammentragen und so. Danke für das Beispiel mit dem Ferrari, das hat mich drauf gebracht. Auch wenn mein Triumph TR 7 eine etwas andere Liga ist, aber immerhin ein sportliches kleines Auto und auch rot

LG Bianca


#12

Zunächst mal Hallo an alle,
dann möchte ich auch mal ein wenig Senf dazugeben.

Zunächst mal ein Danke an Nobby, der hier seit Wochen fast den Alleinunterhalter macht. Ich wundere mich auch, dass sich hier nur so wenig Leute angemeldet haben, so schlecht ist das Forum ja auch nicht zu finden. Allerdings wurde hier auch mal von einem anderen Forum für Genossen geschrieben, davon hab ich noch garnichts mitbekommen, gibt es da vielleicht einen Link ?

Die Wahrheiten von Brandenbuch erschrecken schon ein wenig, auch wenn man sich mitlerweile alles vorstellen kann. Meine Gedanken zum etwas schleppenden Start sind neben anderen bereits genannten Argumenten auch die fehlende Auktionsfunktion. Wir sind nun mal ein Volk der Schnäpchenjäger, und alleine bei dem Begriff Auktion werden sicher viel mehr potentielle Käufer anspringen, zur Zeit macht Fairnopoly eher den Eindruck eines Shops, wie es viele im Internet gibt. Da kommt wahrscheinlich aber selten jemand auf die Idee, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Unabhängig davon, ob bei Auktionen “faire” Preise entstehen, es ist eine psychologische Triebfeder, die man nicht unterschätzen sollte. Auch die “3-2-1-meins”-Idee hat sich bei vielen verankert, also feste Auslaufzeiten bestimmter Auktionen binden die Kunden vielleicht eher auf der Seite, weil man immer nachschauen möchte, wie die Auktion gerade steht. Ich weiß, dass ihr das alles geplant habt, aber denke bevor das nicht in irgendeiner Art und Weise realisiert wird werden sich hier überwiegend Idealisten tummeln, aber ob das reicht ?

Ansonsten kann ich mich den bereits genannten Argumenten nur anschliessen.
Wahrscheinlich kann ich erst nächste Woche beginnen ein paar Dinge einzustellen, aber es kommt auch von mir das eine oder andere dazu.

Gibt da noch ein paar andere Gedanken, aber die ggfls. später in einem passenderen Thread

Lieben Gruß
Thomas


#13

Hallo Thomas,

hier erst mal der Link zum Mitglieder-Forum: http://info.fairnopoly.de/mitgliederforum/index.php

Die Auktionsfunktion ist sicher ein ganz wichtiges Modul, dass den Traffic hier deutlich nach vorne bringen könnte. Schon die Möglich keit der Preisverhandlung würde etwas bringen, aber auch das kann alles nur funktionieren, wenn gleichzeitig die Regale gefüllt werden und auch wirklich Auktionen starten.

Das mit dem “Alleinunterhalter” hast Du nett gesagt. Ich kenne das harte Leben in Foren, ich bewege mich in einigen seit vielen Jahren als Mitglied, Moderator und Administrator, aber es ist überall schwierig geworden - Facebook “ersetzt” das eine oder andere Forum, jedenfalls betrifft das die reinen Foren, die die noch die Funktion eier Platform für etwas Gemeinsames haben, sind da etwas anders davor: z. B. www.musik-sammler.de oder www.buch-sammler.de Hier gibt es zwangsweise eienen regen Austausch, weil die eingegebenen Tonträger bzw. Bücher doch die eine oder andere Diskussion oder frage aufkommen lassen. Meine Heimatforum www.musikzirkus.eu ist ein reines Diskussionsforum, dass aber schon einige Jahre auf dem Buckel hat, aber auch da haben wir mit dem Schwund an Mitgliedern zu kämpfen. Es kommen aber auch neue, so dass wir doch so einen Mindestbestand immer irgendwie halten.

Hier nun wäre es besonders wichtig und meines Erachtens zwingend erforderlich eine große Community aufzubauen, immerhin haben wir alle ja auch “wirtschaftliche Interessen”, die uns verbinden.

Deine Ansätze kann ich ebenfalls unterschreiben und ich freue mich schon auf weitere Ideen. Ich hoffe auch dass Stefans interessante Beiträge den Schwung auf die Orgel bringen!

Nobby
8)


#14

Also, ich steh dieser Auktionsfunktion ja sehr zwiegespalten gegenüber. Für die ganzen Sachen aus meinem Haushalt meinetwegen, obwohl die ja echt schon günstig sind und wenigstens die Kosten für den Umschlag möchte ich doch haben.
Für meine handgefertigten Accessoires habe ich damit echt Probleme. Wenn ich Material und Arbeitszeit berücksichtige, sind die schon günstig genug. Wenn ich die billiger abgebe, ist das Ausbeutung. Da bin ich hier aktiv und schlürf Fair-Trade-Kaffee. Aber mich selber beute ich aus? Nö, lieber doch nicht.
Außerdem bin ich etwas komisch, wenn jemand bei diesen Artikeln etwas besonders billig haben möchte. Da wird meine Designleistung (ja, das steckt da drin!) und meine Arbeitsleistung gering geschätzt. So dürfte es vielen gehen, die im Bereich Klein und Edel anbieten - wir sind keine handarbeitenden Hausmütterchen, die sich freuen, wenn sie die Materialkosten reinhaben. Gerade auf einer Plattform wie Fairnopoly sehe ich das kritisch.

Mit dem Thema hat das zu tun, dass man damit u. U. einige kleine Anbieter eher abschreckt als anlockt. Wobei ich zugebe, dass das meine persönliche Meinung ist und auf keinerlei belastbaren Daten beruht :slight_smile:

Ansonsten mache ich mir mal einen Kopf, wie man das Forum etwas ankurbeln kann. Ich glaube schon, dass hier mehr mitlesen als schreiben.


#15

Bianca, die Auktionsfunktion soll zusätzlich sein. Ich brauch sie auch nicht unbedingt und nur für die Kosten für den Briefumschlag stelle ich hier nix ein.

Fang hier bloß nix an :wink: Die Geiz ist geil-Mentalität sollten wir hier gerne raus halten!

Wer lieber versteigern will, sollte das gerne hier tun statt bei Ibäh!

Nobby
8)


#16

Naja, bei dem Thema bin ich ein bisschen empfindlich. Hab mir da schon von allen möglichen Seiten Kommentare anhören müssen.

Ich habe in einem anderen Faden schon vorgeschlagen, dass diese Funktion zum Aktivieren oder Deaktivieren pro Artikel Charme hätte.
Damit könnte dann jeder für sich wählen. Aber ich möchte bei Fairnopoly nicht Programmierer sein, die Ärmsten müssen sich die Eierlegende Wollmilchsau aus den Tastaturen ziehen.


#17

Ja, Bianca, ich denke, dass das Preisverhandlungsknöpfchen nicht obligatorisch sein sollte, vielleicht als einen der ersten Punkte bei der Artikeleingabe, die Entscheidung treffen zwischen Festpreis, Verhandlungsbasis oder Auktion. ODER drei getrennte Module oder wie man das nennt. Ich verstehe Deine Bedenken und ich bin auch nicht glücklich, wenn hier ein “Preiskampf” entsteht, wie auf den anderen Märkten. Sicher werden wir später gleiche Artikel zu unterschiedlichen Preisen haben, das ist auch gut, aber die Verschleuderung von “Kulturgütern” ist in meinen Augen Frevel…
Handgearbeitete Sachen müssen auch ihren Preishaben, vielleicht nicht unbedingt 40 € für eine Kinderpudelmütze, die in einem Paket für 7,90 verschickt wird, aber angemessen sollte der Preis schon sein.

Nobby
8)


#18

Stefan, gestern habe ich meine Frau, mal über Google recherchieren lassen, die ja nicht bei Fairnopoly registriert ist und sie hat einige Sachen ähnlich gut positioniert gefunden wie ich. Liegt es daran, dass sie meine Frau ist und über bestimmte Metadaten mit mir verknüpft, oder ist das ein positives Signal?

Nobby


#19

@Nobby: Google weiß selbstverständlich, mit wem du verheiratet bist! Und - nur mal so am Rande - Google kennt natürlich auch sämtliche deiner Liebschaften (ich möchte hier nicht in Details gehen ;D - ist ein Scherz)! Google kennt deinen Computer, dein Betriebsprogramm, deinen Browser, deine Smartphones usw. usf.

Deine Frau gehört zu deinem engsten Metadatenkreis und sieht deswegen immer das gleiche wie du!

Nur mal ein Beispiel, wie diese Algorithmen arbeiten:

Über Fairnopoly habe ich einige Bücher an eine Frau aus Hamburg, wohnhaft im Lokstedter Weg, verkauft, ihren Email-Account hat sie bei GMX. Wir hatten wegen eines Kaufs eine Austausch von Emails.

Heute morgen verkaufe ich ein Buch über Booklooker an eine Frau mit einem GMX-Account in Hamburg, wohnhaft im Lokstedter Damm. Ich denke, komisch, irgendwie kommt mir das doch bekannt vor?!

Die Kombination von Frau+Hamburg+Lokstedter+GMX genügte offenkundig, die Algorithmen zu der (mathematischen) Schlussfolgerung zu veranlassen, dass die Frau aus dem Lokstedter Damm mich kennt, folglich konnte sie meine Angebote auf Booklooker finden - was tatsächlich ja nicht der Fall ist, aber diese Logarithmen sind ja nichts weiter als saudumme - aber höchst effiziente - Rechenoperationen.

Das Ganze kann man natürlich als Zufall abtun. Das komische ist nur, dass ständig solche Zufälle passieren. Warum zum Beispiel habe ich lokale Verkaufsschwerpunkte in Berlin, Hamburg und im Schwäbischen? Zufall? Sicherlich nicht, ich kenne meine Lebensgeschichte und meine Metadaten!

Also zurück zu deiner Frau: Wenn vier Übereinstimmungen ausreichen, jemanden mathematisch meinem Metadatenkreis zuzuordnen, wieviele Übereinstimmungen hast du mit deiner Frau? Noch Fragen?


#20

Nö, keine einzige Frage mehr!

Was tun, sprch Zeus, die Götter sind besoffen!