Kaffeehandel Fairmondo / Sinn und Unsinn Kapsel-Kaffee

#1

Fairmondo ist nicht nur Buchhändler, sondern nun auch in den Kaffeehandel eingestiegen

https://www.fairmondo.de/users/lacoppa

https://info.fairmondo.de/lacoppa/

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Hat da jemand ne Zeitmaschine ?
#2

Da es in Deutschland für Bioplastik noch keine Möglichkeit zur ordnungsgemäßen Entsorgung gibt, müssen die Kapseln bisher noch im Restmüll entsorgt werden

Wer ist der Importeur ?
Mit dem würde ich gerne ein paar Takte über das Thema “Verpackungsverordnung” plaudern. :wink:

Ach ja… was ich noch Frage wollte: Hat Fairmondo eigentlich eine Gewerbeerlaubnis zum Verkaufen von Lebensmittel ?

PS: In meiner Region gibt es seit letztem Jahr die gesetzlich verordnete sog. Bio-Tonne.
Weiß nur nicht mehr, war das jetzt ne bundesweite Verordung oder nur auf Bundeslandebene ?

PPS: Auf der Website von La Coppa steht aber bezüglich der Entsorgung was anderes.

#3

Von der Kundenseite her:
Ob das in die grüne Tonne darf, kommt drauf an, ob Dein regionaler Entsorger Bioplastik verarbeiten kann oder will. Bei Verkaufsverpackungen steht als Option auch der gelbe Sack/Tonne aus dem dualen System an. Im Zweifelsfall Restmüll.

(Das gilt laut meinem Entsorger für sämtliche Bioplastik-Produkte)

#4

Interessant, interessant…

Welche Bioabfälle auf lokaler Ebene tatsächlich über die Biotonne
erfasst werden können, hängt insbesondere von den konkreten
Verwertungsmöglichkeiten und Behandlungsanlagen ab. Die verbindliche
Festlegung der Bioabfälle, die in der Biotonne vor Ort gesammelt werden
dürfen, trifft der lokale öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger. Die
Abfallwirtschaftsstelle Ihrer Kommune (Stadt, Gemeinde, Kreis) berät Sie
darüber, welche Abfälle in die Biotonne dürfen und welche Abfälle in
andere Sammelsysteme und in den Restmüll gehören.

Auf deutsch, mal wieder nix Halbes und nix Ganzes.

Sprich… ich mach als Hersteller auf Bio und darf mir dann die Gebühren für das Duale System sparen, weil das Zeug zwar Plastik, aber doch nicht Plastik ist ?

PS:
http://www.bavweb.de/abfallberatung/abfalltipps/biotonne/

Kompostierbare Plastiktüten

Müllbeutel mit der Bezeichnung „Bio-Plastik“ oder ähnliche
kompostierbare Plastiktüten sind für die Entsorgung von Küchenabfällen
über die Biotonne nicht zugelassen! Der Grund liegt darin, dass die hier
gesammelten kompostierbaren Abfälle in der Vergärungsanlage am
Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar unter Luftabschluss behandelt werden
um Biogas für die Verstromung zu gewinnen. Die Mülltüten aus biologisch
abbaubaren Werkstoffen zersetzen sich ohne Sauerstoffzufuhr aber nicht
und würden zu Problemen in der Anlagentechnik (z.B. den Pumpenanlagen)
führen. Da sie vor Beginn der Verwertung aufwendig wieder aus dem
Biomüll herausgenommen werden müssen, sind sie nicht zum Einfüllen in
die Biotonne zugelassen. Sie können sie zur Entsorgung von
Küchenabfällen auf dem eigenen Komposthaufen nutzen.

Wird bei der Abfuhr festgestellt, dass sich solche
“Bio-Plastik”-Müllbeutel in der Biotonne befinden, bleibt diese leider
ungeleert stehen.

Achso… DER Scheixxx ist das… jo, der darf bei uns auch nicht in die Tonne:

Keine Kunststofftüten und -säcke benutzen!
Kunststofftüten und -säcke führen zu erheblichen Problemen bei der Kompostierung. Sie
gelten als Störstoffe und müssen aufwendig aus den Bioabfällen
heraussortiert werden. Dies führt zu unnötigen Mehrkosten. Daher dürfen
keine kompostierbaren Kunststofftüten oder -säcke verwendet werden.

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#5

Kam rein zufällig am Montag dieser Woche im TV:

#6

Was ist das aktuelle Problem mit dieser Verpackung. M.E. haben wir als FM eine Verpackungslizenzierung, die normalerweise für Online-Händler ausreicht, um mit der Verpakcungsverordnung konform zu gehen.[quote=“Eifel-Meikel, post:2, topic:1712”]
Hat Fairmondo eigentlich eine Gewerbeerlaubnis zum Verkaufen von Lebensmittel ?
[/quote]

Ich gehe davon aus, dass die vorliegt. - Frage aber gerne nochmal nach.

#7

Verpackung lizensieren muss im Prinzip jeder Händler für sich selber, es sei denn ein Dritter versendet die Ware.
Die Gebühren richten sich nach dem Gewicht der Verpackung und der Art (Karton oder Plastik oder Sonstiges).

Ich bezahl ne Lizenz für die Sachen, die ich selber verschicke. Artikel die per Dropshipping vom Großhändler verschickt werden, bezahlt der GH, da ich ja auch nicht die Gewichte der Verpackung mitgeteilt bekommen.
Ist aber ne Grauzone. Ich bin zwar gegenüber dem Verbraucher der Verkäufer, aber der GH ist wohl der Verursacher. So ungefähr hab ich das mal gelesen.

FM verschickt ja selber diese ABO-Pakete ?!
Hat FM dafür denn eine Verpackungslizenz und erfasst auch brav die Menge an Verpackung ?
Wenn nicht, könnte es evt. mal Ärger geben. Erfasst werden die Lizenzen von den IHKs mittels USt-ID-Nummer.

#8

Na ob die Menge nun stimmt, kann ich jetzt nicht sagen, hoffe es aber. Ich konnte damals, als ich auch Lebensmittelversender war, ggf. nachmelden, wenn ich zuviel verkauft hatte, was alles problemlos. Mich hat auch nie jemand anch der Lizenz gefragt.

#9

Ich hab ja “nur” eine Gewerbeanmeldung, auf der ich meine geplanten Tätigkeiten angeben musste.
In meinem Fall als “Onlinehandel mit Waren des alltäglichen Bedarf, ohne Lebensmittel”.

“ohne Lebensmittel” hatte ich angegeben, weil sonst hätten die noch Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis und weiß nicht alles verlangt. :wink:

Gibts bei ner Genossenschaft nur den Registereintrag oder hat die auch zusätzlich ne “Gewerbeanmeldung” ?

Was FM angeht hatte ich nämlich gestern mal nachgeguckt:

Gründungseintrag:

Gegenstand: Die Genossenschaft befasst sich mit der Bereitstellung einer
Online-Plattform für Handel, Austausch und soziales Netzwerken sowie
mit der Beratung und Förderung von Unternehmen und Organisationen, die
sich äquivalenten Grundprinzipien wie jenen der Genossenschaft
verpflichten.

Der letzte bekannte Eintrag bezieht sich wohl 2015 auf die Namensänderung.

#10

Soweit ich das so mitlese, kontrolliert das wohl auch keiner. Aber man weiß ja nie.
Als “Kleinunternehmer” falle ich eh unten durch. :wink:

#11

Wo wohnst denn Du? Ich habe Import und Vertreib von Lebensmitteln einfach angemeldet, da wa nichts wegen Führungszeugnis oder Gesundheitszeugnis in Berlin-Steglitz-Zehlendorf. Lediglich als ich auf dem Markt gegangen bin, habe ich nochmal die so genannte “Rote Karte” gemacht. Obwohl ich die schenbar nicht benötigt hätte, da mein Produkt, Speiseöl, ja grundsäzlich verpackt verkauft wird.

Keine Ahnung was notwendig ist, Registereintrag natürlich, Gewerbeanmeldung ist wahrscheinlich auch nötig, weiß ich aber nicht genau. Auch nen Punkt, den ich nachfragen werde.

Sei Dir dabei micht so sicher, ich bin es z.Zt ja auch und das Veterinäramt kommt dennoch ab und an vorbei, weil ich den Lebensmittelimport nicht angemeldet habe.

#12

@Eifel-Meikel und @danielbweber

Danke Euch beiden für die Informationen. Falls Ihr das Thema mit Verpackungen und Gewerberecht vertiefen möchtet, macht bitte einen eigenen Thread auf. In diesem Thread soll es hauptsächlich um den Kaffee gehen.

#13

Ich hab die Nina ja schon eingeladen. Wenn se Lust hat, kann se ja mitdiskutieren. :wink:

Zum Thema: Warum ist FM hier eingestiegen ?

Die Erörterung hat ja schon gezeigt, daß gerade das Thema “Kapsel” zu einem erhöhten Müllaufkommen führt, der noch nicht einmal “einfach” entsorgt werden kann.

Widerspricht das nicht auch wieder der Philosophie vom FM ?

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#14

Von den Kapseln bringst Du die Leute nicht mehr ab. Fairmondo bietet auch hier die Alternative zu den normalen Plastik/Alu-kapseln.

Selbst wenn diese Bioplastik-Kapseln in die Restmülltonne wandern würden, da der lokale Biomüll-Entsorger sie nicht annimmt, sind die Kapseln immernoch weniger energieinentsiv als Alu-Kapseln und aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und setzen keine Schadstoffe bei der Verbrennung frei wie herkömmliches Plastik.

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#15

Hier sind die aktuellen Beiträge auf den sozialen Netzwerken, falls es jemand teilen möchte

#16

Wie läuft denn der Verkauf technisch ab ?

Ich gehe mal nicht davon aus, daß LaCoppa die Packungen einzeln aus den Niederlanden verschickt ?

#17

https://www.fairmondo.de/articles/lacoppa-lungo-bio-kaffeekapseln-10-stuck

Ähem…könnte es sein, daß die Kapseln Grundpreispflichtig sind ? :coffee:

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#18

Bei der Entsorgung ist für mich entscheidend ob bei der Verbrennung weniger schädliche Rückstände bleiben als bei der Entsorgung von Alu und/oder Plastik.
Bio-Plastik ist für mich daher Augenwischerei, da oftmals nicht dabei steht, woraus das “Bio” ist.
Wenn die Verpackung bspw. aus Maismehl besteht, das auf genmanipulierten Pflanzen basiert die mit Glypho-kotz behandelt wurden, ist der Begriff “Bio” für mich irreführend.
Das soll dann nur heißen, dass es aus “lebendem” Material bestand. (wobei die Frage ist, ob Genmais der schon am Stil von Pilzen zerfressen wird, jemals “wirklich” gelebt hat…)
Außerdem halten viele Stoffe nicht ohne Klebemittel.
Bspw. hat man mal versucht eine Kaffeetasse aus Kaffepulver zu pressen. Klappt nur mit Klebemitteln oder mit einem patentierten Verfahren das angeblich ohne auskommt, dessen Anwendung aber natürlich kostet, was abschrecken dürfte.
Wo man sich natürlich auch wieder frägt: Wie ist “Klebemittel” definiert?
“Natürliche Aromen” sehen schließlich die Welt außerhalb des Labors auch erst, wenn man den Joghurtdeckel aufreißt…

Ob das jetzt eine gute oder schlechte Entscheidung von Fairmondo war, möchte ich hiermit nicht vermuten.

Lediglich eine weitere Problematik der Biokunststoffe aufzeigen, die übrigens bei uns auch ausdrücklich nicht in die Biotonne dürfen.

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#19

Das wäre wünschenswert, weil dann schneller sichtbar wird welche irrsinnigen Preis man für Kapsel-Kaffee zahlt!

#20

“unter anderem Zuckerrohr und Zuckerrübenkonzentrate” laut Fairmondo-Blog https://info.fairmondo.de/lacoppa/

Edit:
mehr dazu gibt es auf der Produktseite