Ideen für neue Ausrichtung: Genossenschaftlicher Marktplaz

Manche Ideen sind ja schon lange da, wurde bisher aber abgeschmettert oder ignoriert.
Vielleicht ist jetzt eine Gelegenheit diese nochmal zu benennen und neu in Betracht zu ziehen.

In diesem Thema will ich die „Geno-Lösung“ für den Marktplatz nochmal bringen.

-> Kam von @alexhell1 , du kannst es sicher auch nochmal besser erklären bzw. verlinken, wo es schon mal diskutiert wurde. (Im Zusammenhang mit Gutscheinen? *dunkelerinner*)

Grob mein Verständnis der Idee:
Alle, die über den Fairmondo-Marktplatz Geschäfte machen wolle (Käufer + Verkäufer), MÜSSEN Mitglied in der Genossenschaft sein.
Weil wir dann nur „unter uns“ handeln, macht das Vieles(?) rechtlich einfacher(?).

Ein „Marktplatz für alle“ bleiben wir trotzdem, denn die finanzielle Hürde, Geno-Mitglied zu werden ist mit 10 € extrem gering (und wurde vor Langem bewusst so niedrig gesetzt).

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Diese Überlegung finde ich nicht gut, denn m.E. wäre damit eine weitere Hürde für Nutzer aufgebaut.
Meine Überlegung hingegen war, dass man aber beim Handel zwischen Genossen irgendwelche Preisvorteile haben sollte, die dann von der Marktplatzprovision „stammen“ könnten.

m.E. ist es viel zu preiswert mit nem 10er einzusteigen. Wir sollten wieder auf 50€ pro Anteil gehen und man muss 10 Anteile kaufen.
Ab 50€ könnte man einsteigen, als Ansparguthaben.

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Das stimmt tatsächlich.

Der Vorteil wäre jedoch, dass wir den Marktplatz sehr stark von der aktuellen Rechtsstand abkoppeln und weiterentwickeln können.

Z.B. kann man auch Verbraucherrechte beschneiden. Das klingt jetzt erst einmal negativ. Aber würde euch wirklich etwas fehlen, wenn man z.B. beim Eintritt in die Geno dem Mitglied seine Rechte erläutert und dann bei dem einzelnen Kauf dieser bürokratische Ballast fehlt?

Händler wären in der Geno vor Abmahnungen geschützt. Man könnte z.B. Einheits-AGB machen. Der Händler müsste sich nicht um diesen juristischen Kleinkram kümmern usw.

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Stimmt, das war damals der Aufhänger - ich vermute mal, dass dies (Rechtssicherheit, sich einfach ums Verkaufen kümmern können) sehr wertvoll für Verkäufer wäre.

…und die Käufer sind eh’ hauptsächlich Idealisten (behaupte ich mal), die sind entweder schon in der Geno, oder würden reingehen, wenn sie weiterhin unterstützen wollen.

Wäre dann für die Verkäufer vielleicht weniger potentielle Kunden in der Anzahl, aber dafür ‚wertvollere‘ - gerade, wenn die Verkäufer nicht „irgendwas (z.B. beliebige Handelsware)“ sondern „irgendwas faires“ verkaufen…

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Hm. Geht da nicht ein „entweder oder beides“? D.h. dem Marktplatz eine Abteilung „unter Genossen“ hinzufügen, der dann entsprechende Vorteile hat?

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Theoretisch ja, aber der Händler verliert dann die meisten Vorteile.

Wenn er den bürokratischen Aufwand für die Nichtgenossen erfüllt hat, braucht er die Vorteile der Genossenschaft kaum.

Ich denke, man könnte es modular aufbauen und der Händler kann sich die Optionen zusammenklicken.

Aber dann wird es wieder unübersichtlich für den Käufer.

Sollte man mal nüchtern analysieren.

Ein Händler, der nur „unter Genossen“ inserierte, hätte den Aufwand dann nicht.

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Es gab schon viele Ideen zur Umgestaltung von Fairmondo. Im Folgenden will ich ein paar davon aufgreifen.

Die Idee eines geschlossenen Marktplatzes nur für Mitglieder gefällt mir. Die Zeichung eines Anteils wäre damit die Eintrittskarte. Muss aber nicht zwingend, man kann es auch kostenlos machen und für Genossen weitere Vorteile.

Die Ausrichtung sollte zum Anfang viele Dinge des täglichen Bedarfs beinhalten, die auch wirklich jeder gebrauchen kann. Exklusive Artikel, die es nur auf FM gibt, wäre auch vorstellbar. (Fairphone wollte ja damals nicht)

So ein Marktplatz nur für Mitlglieder braucht ein klares und griffiges Leitbild. „Irgendwie fair“ reicht da nicht. Sollte man dran arbeiten.

Ansonsten könnte der Marktplatz so gestaltet werden:

  • Eine geschlossene Community, in der alle Akteure, auch die Käufer, verfiziert sind. Das würde Betrüger schon mal stark abschrecken.

  • Die Community AGB. Gut für die Käufer und wahrscheinlich ebenso gut für kleine Händler, die oft vor diesem rechtlichen Kram zurückschrecken. Wer Mitglied wird, akzeptiert auch gleich die AGB, ein einziges Mal, nicht bei jedem Kauf neu.

  • Eine eigene Marktplatzwährung finde ich auch nicht schlecht. Weg mit PlayPal. Wer kauft und verkauft braucht dann gar kein externes Geld einbringen. Funktioniert dann wie ein großer Online-Tauschring.

  • Community-Abos. Beispiel: Wenn ein Artikel von ausreichend Käufern im Abo nachgefragt wird, kann ein Händler darauf bewerben. Die Community wählt dann einen aus, der dann den marktplatzweiten Zuschlag für das „Community- Abo“ erhält (sollte ein besonders günstiger oder exklusiver Artikel sein). Gerade für kleine Verkäufer gibt das auch eine Sicherheit für den Absatz. Mit einem planbaren Absatz könnten gar erst Produkte ermöglicht werden, also fast ein Mini-Crowdfunding.

Vielleicht gäbe es auch den ein oder anderen (Öko-) Stromanbieter, der einen FM-Tarif erstellen würde, bei genügend Anfragen. So eine Einkaufsgenossenschaft war doch mal in Planung.

Zum Verdienst von FM:
a) Gebühren pro Transaktion oder
b) allgemeine Mitgliedergebühren oder
c) Finanzierung durchs Buchgeschäft. Andere (gewerbliche) Buchangebote mit Neuware werden dann nicht auf FM zugelassen. Eventuelle auch über Bücher hinaus auch andere Artikel und Angebot Marke „FM“ oder
d) Freiwillige Spenden oder generell freiwillige Zahlungen oder freiwilliges Gebühren Abo etc.

Edit
Corona: Es dürfe jede Menge kleine Händler geben, die neuerdings an einer Hybridstrategie interessiert sind. Lokal-Communitys auf FM wären auch denkbar.

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Finde ich super was du da beschreibst!

Bei „eigene Marktplatzwährung“ hab ich kurz gestutzt, aber letztendlich wäre das ja sowas wie eine Regionalwährung (wie der z.B. der Chiemgauer ) , und das finde ich gut. …Implementierung wäre wahrscheinlich trotzdem nicht trivial.

Wie könnten wir den sowas angehen?! Antrag für die nächste GV „Fairmondo soll als Mitglieder-only Marktplatz weitergeführt werden“ ?

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technisch einfach eine weitere cryptocurrency. Sehe ich jetzt kein Problem.

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Muss nicht mal. Einfach ein Punktesystem würde schon reichen für den Anfang.

Damit könnte man nicht bezahlen.

Warum nicht?

Weil Punkte nur Punkte sind. Bezahlen kannst du nur damit, wenn du eine Infrastruktur dahinter hast, also eine Punkteverwaltung, Transaktionsmöglichkeit, Rücktausch usw.

Dann doch lieber eine currency clonen.

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Klar, das gehört dazu. Kann auch ein Coin sein. Die Detailfragen der Umsetzung sind da zunächst uninteressant, geht um die Grundidee, ob das überhaupt von Interesse wäre und ob jemand das nutzen würde.

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Ich verstehe diese Diskussion nicht wahrhaftig und erscheint mir eher wie Energieverschwendung. Klar kann ich Träume haben und an denen arbeiten wie Zusatzfunktionen (also ein eigenes Währungssystem). Aber erst dann wenn die Basis schon mal wahrhaftig absolut funktioniert. Dies ist aber hier nicht der Fall und ich sehe auch nicht, das die „Abschottung“ wahrhaftig dann hier Umsätze generieren wird. Es werden weniger Angebote sein, die Auffindung über Suchmaschinen wird schlechter und ich sehe das bei anderen Angeboten, wo nur Mitglieder dabei sein dürften: es werden dann eher weniger (außer mensch hat ein Monopol auf etwas was jeder haben will) und irgendwann zeitnah ist die Plattform dann weg.

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Es ist eine(!) mögliche Strategie, um die eigene Nische zu finden.

Diese mag kleiner sein als der „freie“ Markt, aber letzterer ist gesättigt und hart umkämpft.

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