Bitcoin als Zahlungsalternative

Moin moin!

Ich würde vorschlagen Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit (freigestellte Option) hinzuzufügen und zwar aus mehreren Gründen:

[ol][li]Bitcoin ist ein alternatives Währungssystem. Der dezentrale Ansatz passt gut zur Idee von Fairnopoly.[/li]
[li]Momentan gibt es keine wirklich transparenten großen Handelsplätze auf denen man mit Bitcoins zahlen kann, daher würden so Benutzer die derzeit schon Bitcoins verwenden, diese aber nicht in normalen Handelsplattformen “loswerden” auf Fairnopoly aufmerksam werden.[/li]
[li]Fairnopoly würde damit eine richtige Lücke füllen und Presse und Nutzer auf sich aufmerksam machen[/li]
[li]Bitcoin wird vor allem von technikaffinen Nutzern verwendet. Diese könnten dann ein Interesse haben, diese Handelsplattform mit zu unterstützen und kostenlos Code und Know-How einbringen.[/li]
[li]Ein Teil der Bitcoin Community würde sich vll. hier sogar als Genossenschafter betätigen. Dann wäre die Frage, ob man Bitcoin-Nutzern ermöglichen soll, mit Bitcoins Anteile zu zeichen.[/li]
[li]Bitcoins als Zahlungsmittel sind inzwischen leicht zu integrieren und die Zahlung ist für den Kunden sehr einfach in der Zahlungsweise. (Einfach QR Code generieren, mit Smartphone scannen oder per Copy and Paste übertragen. Für alles gibt es schon kostenlose und gute Generatoren-Scripts[/li]
[li]Die Zahlung wäre in Sekundenschnelle beim Händler.[/li]
[li]Es wäre ein echter Vorteil zu den anderen großen Handelsplattformen[/li][/ol]

Grundsätzlich sind alternative Zahlungsmodelle wünschenswert. Nur bei Bitcoins sehe ich da einige Schwierigkeiten:

  • Wie sicher sind die von dir beschriebenen Anwendungen für den Handel von Bitcoins? Bei beispielsweise Mt. Gox sind Bitcoins geklaut worden.
  • Wie groß ist die Bereitschaft der Bitcoin-Besitzer damit einkaufen zu “gehen”? Oder sammelt bzw. handelt der Großteil der Nutzerschaft nur damit, um durch steigende Wechselkurse Geld zu verdienen?
  • Wir haben ja an einigen Beispielen gesehen, dass Bitcoins gelegentlich starker Schwankungen unterliegen. Werden sich Händler auf diese Wette einlassen? (“Heute habe ich für mein Buch noch 20 € bekommen, morgen ist es vielleicht nur noch 5 € wert.”)
  • Aktuell ist Fairnopoly nur auf Deutschland ausgerichtet. Gibt es in Deutschland genug Nutzer von Bitcoins, die damit auch online einkaufen würden? Im Moment hauptsächlich Bücher?

Soweit ich weiß war oder ist bei Fairnopoly auch eine alternative Währung in Planung. Wie das genau aussieht, weiß ich aber nicht nicht. Eventuell könntest du Felix mal darauf ansprechen.

[quote=“dnkno, post:2, topic:256”]Grundsätzlich sind alternative Zahlungsmodelle wünschenswert. Nur bei Bitcoins sehe ich da einige Schwierigkeiten:

  • Wie sicher sind die von dir beschriebenen Anwendungen für den Handel von Bitcoins? Bei beispielsweise Mt. Gox sind Bitcoins geklaut worden.
  • Wie groß ist die Bereitschaft der Bitcoin-Besitzer damit einkaufen zu “gehen”? Oder sammelt bzw. handelt der Großteil der Nutzerschaft nur damit, um durch steigende Wechselkurse Geld zu verdienen?
  • Wir haben ja an einigen Beispielen gesehen, dass Bitcoins gelegentlich starker Schwankungen unterliegen. Werden sich Händler auf diese Wette einlassen? (“Heute habe ich für mein Buch noch 20 € bekommen, morgen ist es vielleicht nur noch 5 € wert.”)
  • Aktuell ist Fairnopoly nur auf Deutschland ausgerichtet. Gibt es in Deutschland genug Nutzer von Bitcoins, die damit auch online einkaufen würden? Im Moment hauptsächlich Bücher?

Soweit ich weiß war oder ist bei Fairnopoly auch eine alternative Währung in Planung. Wie das genau aussieht, weiß ich aber nicht nicht. Eventuell könntest du Felix mal darauf ansprechen.[/quote]
Hi dnkno!

  1. Nun ja, eigentlich solltest du deine Bitcoins in deiner virtuellen Geldbörse lagern. Das ist so sicher, wie deine Geldbörse eben, wenn du dafür ein Smartphone benutzt bzw. dein Computer, wenn du das auf dem Computer speicherst. Man sollte sich halt darüber im klaren sein, dass man da kein Spielgeld benutzt, sondern echtes Geld dahintersteckt. Geht man mit Smartphone / Computer verantwortungsbewusst um sollte das Geld sicher sein.

  2. Natürlich gibt es auch die Banken wie vormals MtGox etc. da gab es bei den größeren in der Vergangenheit einige male Krisen, aber: BitCoin und seine Banken stecken immer noch in der Anfangsphase, daher war so etwas abzusehen und die Währung ist trotzdem überraschend stabil geblieben. Innerhalb weniger Minuten oder Stunden hatte sich trotz großer Erschütterungen der Markt praktisch vollständig konsolidiert.
    Deutsche Börsen wie z.B. Bitcoin.de sind transparent und bisher völlig sicher.
    Klar es ist ein bisschen Wagnis dahinter wie bei jeder alternativen Geldanlage, versteht mich nicht falsch. Aber: Überwiegen denn hierbei die möglichen positiven Wirkungen? Ich denke auf jeden Fall.
    Ist das ganze sicherer und ausgereifter als eine eigene Währung einzuführen. Wieder eindeutiges Ja. Zudem gibt es dafür schon ausgereifte APIs z.B. https://blockchain.info/de/api/api_receive und sogar fertigen code für ruby: https://en.bitcoin.it/wiki/API_tutorial_(JSON-RPC)

  3. Viele Bitcoin Benutzer würden gerne echte Waren mit dem Geld einkaufen. Dafür gibt es bisher allerdings kaum Angebote. Ich denke hier kann man eine große Lücke befriedigen. Siehe dazu z.B.: http://go-bitcoin.com/seite/wer-nimmt-bitcoin oder https://de.bitcoin.it/wiki/Handel#Handel

  4. Naja einerseits hast du die Möglichkeit, deine erworbenen Bitcoins sofort wieder einzutauschen, zum Zweiten sind die Kursschwankungen inzwischen nicht mehr so extrem. Die meisten Händler sichern sich dadurch ab, dass sie auf den Bitcoinpreis noch eine Marge von 10 - 15 % aufschlagen und damit in der Regel sogar noch mal mehr rausholen. (Wird von den Käufern gezahlt, da das Angebot einfach noch nicht so groß ist um die Coins einzulösen). Prinzipiell ist das natürlich nicht völlig von der Hand zu weisen, aber dann wiederum ist es Sache der Verkäufer, ob sie diese Zahlungsoption überhaupt anbieten möchten. Wer darüber völlig neue Kunden anspricht, der kalkuliert das Risiko vll. gerne mit ein. Zusätzlich gibt es über manche Anbieter auch die Möglichkeit, die Bitcoins direkt auszuzahlen. https://bitpay.com z.B. (Liste mit den größten Händlern dafür: https://en.bitcoin.it/wiki/How_to_accept_Bitcoin,_for_small_businesses#Merchant_Services) Man kalkuliert also nicht mit Bitcoins, sondern bekommt das Geld sofort über eine Mittelsbank etc. ausgezahlt.
    Vll. wäre es gut beide Möglichkeiten den Händlern anzubieten. Der risikofreudigere hat sein eigenes Bitcoinkonto, das er benutzt. Der eher konsverative nutzt z.B. bitpay.com oder einen ähnlichen Anbieter.

  5. Wenn ich mir die Umsätze auf Bitcoin.de anschaue scheint tatsächlich einiges an Kapital vorhanden zu sein, aus den unterschiedlichsten Quellen.
    “Bücher für Bitcoins”? Hey, das wär doch auch ne Kampagne :wink:

Was mir noch aufgefallen ist: Die Zahlung per Bitcoin würde sehr gut zur derzeitigen Kaufabwicklung passen + Im Vergleich zu Paypal hat Bitcoin lächerlich kleine Transaktionsgebühren.

Sehr guter Vorschlag, bin dafür!

Hallo zusammen,

wir finden Bitcoins sehr interessant, und ihre Einführung wird bereits intern bei uns diskutiert. Im Moment fehlen uns aber leider die Ressourcen, uns eingehend genug mit dem Thema zu beschäftigen. Die Währung an sich ist ja etwas sehr Neues und teilweise sehr umstrittenes, deshalb müssen wir hier sorgfältig vorgehen.

Das soll euch aber nicht davon abhalten, hier weiterhin Vor- und Nachteile von Bitcoins zu diskutieren und Argumente zu finden, im Gegenteil kann uns das bei der Entscheidungsfindung unterstützen.

faire Grüße,
Mona

Also, ich habe mich damit noch nicht so sehr befasst, es ist auch nicht so sehr meine Welt. Ich mag IRL noch nicht mal mit EC-Karte zahlen. Ich könnte mir aber gut vorstellen, Zahlung mit Bitcoins anzubieten, wenn die Lösung über eine Mittelsbank angeboten würde. An einem eigenen Konto hätte ich z. B. kein Interesse.

Warum denn das Rad neu erfinden, wenn es etwas Passendes gibt? Und wer hätte was von z. B. einer Fairnopoly eigenen Währung. Die gilt nur hier.

Sehr interessant finde ich auch den Aspekt, dass Bitcoins als Zahlungsmittel für “echte” Waren wenig angeboten werden. Fairnopoly sollte jedes Alleinstellungsmerkmal nutzen. Finde ich.

Hallo zusammen,

ich habe selber schon in einem Volumen vom ca. 120€ mit Bitcoins gehandelt und bin mit der Technik dahinter einigermaßen vertraut.
Ich habe mit Bitcoins auf der (mittlerweile geschlossenen) Handelsplattform “Bitmit” bezahlt und sie als Zahlungsweise bei “Flattr” und dem VPN-Anbieter “IPredator” verwendet. Außerdem habe ich mit Bitcoins an einige Blogs und Organisationen gespendet.

Die Idee, Bitcoin auf Fairnopoly als alternatives Zahlungsmittel zu integrieren, halte ich generell für gut. Zu einigen hier getätigten Aussagen, möchte ich gerne Stellung beziehen.

In der Tat ist der Handel mit Bitcoins eigentlich so gedacht, das sie ohne Zwischenhändler - also dezentral - zwischen zwei Personen getauscht werden. In dem Moment wo dies so geschieht, droht auch kein großer “Raub” wie bei Mt. Gox.

Allerdings werden (bzw. wurden) auf Bitcoin-Marktplätzen wie Bitmit, die Bitcoins für einen Handel zuerst auf einem Treuhandkonto zwischengelagert, da ansonsten nicht belegbar wäre, ob die Bitcoins für einen Handel überhaupt zwischen den Parteien überwiesen wurden, oder nicht, bzw. wenn sie überwiesen wurden, könnte der Verkäufer dies ja leugnen. Das Problem an Bitcoin ist, dass man die Transaktionen schlecht zurückverfolgen kann (bzw. eigentlich kann man die Transaktion selber in der Blockchain sehr wohl verfolgen, jedoch sind die Konten nahezu anonym und können daher nicht so leicht verifiziert werden). Sollte Fairnopoly ähnlich wie Bitmit einen Treuhand-Service anbieten, um die Transaktion zu verifizieren, bringt dies allerdings das Problem der Sicherheit (Mt. Gox) bzw. Haftung mit sich.

Diesen Punkt halte ich eigentlich für die größte Hürde im Umgang mit Bitcoin auf Fairnopoly.

Den anderen genannten Punkten, wie z.B. dass die Idee von Bitcoin gut zum Konzept von Fairnopoly passt und dass Fairnopoly so eine bisher sehr vernachlässigte Sparte für sich erschließen würde, kann ich nur guten Gewissens zustimmen!

Die Kursschwankung halte ich persönlich nicht für ein so großes Problem, da einige Scripts zur Bitcoin-Integration den verlangten Kaufpreis nach dem aktuellen Bitcoin-Kurs errechnen und somit der Preis in Bitcoin variiert, jedoch nicht der Preis in Euro. Wenn man also für sein Buch 10€ haben will, kann es sein, dass es an einem Tag 0.0253 Bitcoin kostet und am nächsten Tag dann 0,0312 Bitcoin. Ein Händler hat dann die Möglichkeit, die Bitcoins möglichst schnell an den Bitcoin-Börsen in Euros zu tauschen und so auf Nummer sicher zu gehen, oder er hofft auf einen steigenden Kurs und tauscht die Bitcoins noch nicht.

Ich würde mich für eine Integration von Bitcoin auf Fairnopoly sehr begeistern!

Was mir noch einfiel:
Attraktiv wäre die Einführung von Bitcoins auch für Privatleute, die Bitcoins bekommen wollen, ohne die an Börsen auszutauschen oder überteuert auf EBay zu erstehen.
Man könnte so nämlich einfach auf Fairnopoly etwas gebraucht verkaufen und so unkompliziert an seine ersten Bitcoins kommen.

Ich lobe hier auf jeden Fall 0,05 Bitcoins (zum derzeitigen Stand 20,07 €) für den Programmierer aus, der eine lauffähige Integration von Bitcoins für Fairnopoly entwickelt. Unabhängig davon, ob die direkt live geht oder das Team.mit der Integration noch abwartet (Wunsch: Option ob direkt in eine Wallet oder über einen Dienst wie BitPay um auch konservativere Händler zu überzeugen). Springt noch wer mit auf? Dann können wir Vll. wie bei bithub eine Art Treuhandwallet als Topf aufbauen, den der Entwickler abgreifen kann.

Hallo, ich belebe den Thread noch einmal.

Ich beschäftige mich jetzt schon einige Zeit mit Kryptowährung und was für mich gegen Bitcoin auf FM spricht, ist die Verteilung des Anfangskapitals bei Bitcoin. Auf die ärmsten 94,76 Prozent der Adressen entfallen gemeinsam gerade einmal 37 Bitcoin.

Wenn wir hier Bitcoin akzeptieren, dann akzeptieren wir hier indirekt auch, dass einige wenige Menschen sehr sehr viel Geld/Kaufkraft haben werden.

Es gibt noch andere Nachteile von bitcoin (z.B. Skalierbarkeit, Ressourcenhunger beim Mining)

Die Vorteile einer Kryptowährung sind hingegen:

  • Sehr geringe Transaktionskosten
  • Man kann sie treuhänderisch blocken und erst freischalten, wenn die Leistung erbracht wurde.
  • Bitcoin ist deflationär ausgestattet, das wirkt dem bisherigen Konsumwahn
    entgegen und
  • ermöglicht es auch, dass der “kleine Mann” ohne Banken
    sparen kann.

Ich hab den Thread hier wiederbelebt, weil ich gerne soziales Feedback zu bitcoin hätte, das bekomme ich auf den Coinforen eher nicht. Dort sind überwiegdend Trader und Glücksritter.

Ok, ich mach mal die “Ingrid”.

kennt jemand von euch faircoin?

https://fair-coin.org/

Anscheinend war fair-coin ein interessantes technisches Experiment, wo aber seit September 2014 kaum noch etwas passiert (wenn man sich das Forum dazu anguckt)

Hallo,
Meines Wissens gibt es bei Bitcoin basierten Zahlungsabwicklungen im Online Handel zwei unterschiedliche Ansätze. Bei einer einfachen Schnittstelle wird in Bitcoin bezahlt und die anbietendete Person / Firma ist selbst dafür zuständig die Bitcoins bei Bedarf in EURO zu tauschen und ggfls. die Einnahmen zu versteuern.
Letzteres kann bei gewerblichen Anbietern ziemlich kniffelig werden.
Eine andere Möglichkeit ist es einen Dienstleister wie z.B. http://www.Bitpay.com zu verwenden, der Bitcoin vorwiegend als Transaktions-Plattform nutzt, aber darüber hinaus anbietet die Bitcoin einnahmen täglich und automatisiert in EUR umzurechnen und dem Nutzer nach der Transaktion gut zu schreiben.
Der Käufer bezahlt in Bitcoin und der Händler bekommt EUR, die er z.B. ganz normal versteuern kann.
Würde Fairmondo mit Bitpay zusammen arbeiten, so wären für jede Bitcoin Transaktion 1% Gebühren für Bitpay fällig. Inbegriffen ist darin Option Bitcoin einnahmen in EURO gutgeschreiben zu bekommen.

Ich halte Bitcoin für ein interessantes technisches Experiment und würde daher meine Bücherkäufe im Ecobookstore mit Bitcoins zahlen. Mittel bis langfristig halte ich den Bitcoin aber nicht für das Optimum eines fairen Bezahlsystems. Zum üben / laufen lernen im Umgang mit Peer to Peer Kryptowährungen hat Bitcoin aber derzeit die am besten ausgebaute Infrastruktur.
Gibt es noch andere, die ihre Einkäufe im Ecobookstrore mit Bitcoin bezahlen würden ?

ja, fände ich auch interessant.

Grüße!

Ebenso, würde auch in Bitcoin bezahlen.

2 gute Punkte!

Würde ich wahrscheinlich nicht machen - ich würde nicht mit der Nutzung von Bitcoin anfangen, selbst wenn ich auf Fairmondo damit bezahlen könnte.

Was ich nutzen würde wenn es angeboten würde, wäre GNU Taler - > elektronische Repräsentation einer bestehenden Währung z.B. Euro

Das Konzept von GNU Taler hört sich erstmal spannend an. Bisher ist es allerdings nur ein Konzept und noch kein Projekt. Im UNterschied zu Bitcoin, welches praktisch eine eigene Währung darstellt, deren Kurs sich Angebot und Nachfrage im Vergleich zu anderen Währungen ergibt, handelt es sich hier um eine Peer to Peer Währung, die fest an eine Referenzwährung wie z.B. den EURO angebunden ist.
Die Währung wird erzeugt, indem bei einem GNU Taler Dienstleister EURO ind GNU Taler gewechselt werden. Ähnlich als wenn auf das eigene Paypal Konto durch eine Überweisung aufgefüllt wird.
Recht spannend ist für mich das Konzept, dass es eine teilweise Anonymisierung gibt. Diese unterbindet Steuervermeidung, da Einnahmen für den Staat sichtbar sind, während für den Empfänger der Transaktion der Absender anonym bleiben kann.
Dies würde es für den Staat erleichtern den GNU-Taler offiziel als Zahlungssystem anzuerkennen.
Andererseits setzt die Infrastruktur laut Konzept stark auf Peer to Peer Ansätze, wodurch es keine zentrale Instanz wie z.B. bei Paypal gibt, wo alle Daten zusammen laufen.
Eine teilweise Anonymitätbeim bezahlen gegenüber diversen Datenkraken (Staaten, Konzeren etc.) wäre damit gegeben. Der Ansatz als OpenSource würde eine schnelle Verbreitung ermöglichen.

mal sehen, ob und was wir in den nächsten Monaten so zu sehen bekommen…

Wie das ganze im Detail aussehen wird, müssen wir abwarten, bis tatsächlich der Code dazu veröffentlicht ist.

Ich denke, ein schlecht durchdachtes. Denn Zahlungeingang bedeutet noch nicht Gewinn, Einkünfte oder Einkommen (das sind keine Synonyme!). Ich kann also hieraus keine großen Rückschlüsse ziehen. Klar, jede bekannte, unveränderbare Aufzeichnung kann mir Anhaltspunkte für steuerrelevante Vorgänge bieten, aber das leisten heutige Bankkonten, Warenwirtschaftssysteme und Registrierkassen jetzt schon.

Jenseits von Bargeschäften des täglichen Lebens (Eis oder Brötchen kaufen) hat der Unternehmer ein gewichtiges Interesse an der Identität (z.B. wem gegenüber er gewährleistungspflichtig ist o.ä.) oder ist sogar gesetzlich verpflichtet, die Identität des Gegenübers festzuhalten (z.B. Steuerberater/Rechtsanwalt wg. Geldwäsche o.ä.). Dann nutzt eine evtl. anonyme oder pseudonyme Zahlungsweise wenig.

Da der GNU Taler immer eine Transferwährung sein soll, fehlt ihm m.E. die Wertspeicherungsfunktion. Es ist für mich eher ein ungeschickt umgesetztes (Micro-)Paymentsystem und weniger eine eigene Währung. Wobei die Übergänge da fließend sind (vgl. ripple).

Nein, falsches Forum meinerseits, ich hab mir das die letzten Tage mal ein wenig genauer angeschaut:

https://fair.coop/

Wobei das wordpress forum ein Krampf ist im Vergleich zu z.B. disclosure hier.

Und auch in dem Bitcointalkforum:

https://bitcointalk.org/index.php?topic=702675.2560

Im Gegensatz zu den anderen Kryptowährungen ist hier weniger das Ziel, schnell einen Reibach zu machen, sondern die Währung im Rahmen weiterer Infrastruktur konkret zu nutzen.

Daher wird dort gerade an einem Onlinemarkplatz gearbeitet (also so etwas wie FM). Als Basis nimmt man hier das bewährte Odoo (ehemals openerp/ tiny erp). Ein m.M. sehr gutes, professionell entwickeltes Open-Source-ERP-System.

Aufgrund der Kryptowährung können die technisch mit einem “Mausklick” einen Treuhandservice und ein Beschwerdemanagement/Schiedsgericht implementieren und wären in diesem Punkt gegenüber Ama & Ebay sogar teilweise einen Schritt weiter.

Wie schon gesagt, einige innovative Ansätze.

Ich hab heute versucht mich eine Bisschen zu Faircoin / Fair.coop einzulesen - ich hab leider den Eindruck: Schöner Plan, klingt alles gut - aber es passiert nichts mehr*…

Posts aus 2014…
mit “2 Phase März 2015, 3.Phase Janur 2016” -> das wäre ja jetzt
https://fair.coop/de/ein-neues-wirtschaftssystems/

Bei Qwant keine News und keine Social-Einträge:
https://www.qwant.com/?q=faircoin

*Oder: Es passiert viel im Hintergrund, es wird aber nichts kommuniziert/publiziert?!
(ein Symtom, das ich auch grade bei FM vermute…)

1 Like

Ich gebe dir Recht, nach außen sieht es so aus, als würde es stagnieren.

Hinter den Kulissen tut sich dennoch einiges.

Man darf nicht vergessen, dass hier die meisten ganz überwiegend pro bono an den Projekten arbeiten.

Darüber hinaus fließt jetzt schon einiges an Energie und Finanzmittel in humanitäre Projekte. Faircoin und deren Marktplatz ist nur Mittel zum Zweck.

Ich hatte bisher nur losen Kontakt zu einigen Projektverantwortlichen und lese auf verschiedenen Foren mit. Und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich grds. sehr skeptisch und kritisch bin.

Ich denke, die werden sehr ähnliche Probleme haben, wie FM, sind aber finanziell und kostentechnisch besser aufgestellt.