Versandapotheke

Hallo,

kennt jemand von Euch eine möglichst faire Versandapotheke. Google hat hier nur apo-fair.com ausgespuckt.

Leider nicht, aber die Idee “generische” Artikel bei einem fairen Anbieter zu kaufen (z.B. Bücher via Fairmondo bei Ecobookstore) finde ich gut!

(Ich hatte letztens ein ähnliche Überlegung im Bezug auf Heizöl)

Wisst Ihr denn irgendwelche Plattformen, welche Anbieter dergestalt testen? Oder geht es nur “zu Fuß” via google? apo-fair.com ist bisher nur nominell fair. Ich konnte keine harten Fakten hierfür finden :frowning:

M.E., der ich permantenter Kunde von Versandapotheken bin, gibt´s bis jetzt keine Versandapotheke, der man (ich) das Label fair geben möchte.
Wobei ich mich ernsthaft frage, was man im Apothekengeschäft eigentlich fair machen kann, außer das Personal fair zu bezahlen und die Kunden gut zu beraten - die Produkte sind ja immer meist überteuerte Konzernprodukte.

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Quasi das gleiche, wie bei Amazon also :wink:

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Als Apothekersöhnchen ist das m.E. ein Oxymoron, will sagen, Versandapotheken können nicht fair sein (ähnlich Amazon vs. lokaler Buchladen). Bei Apotheken kommen die, wie schon angesprochen, äußerst unfairen (zu Menschen wie Natur) Praktiken der Pharmagroßen, das Ausbooten von Generika und heilpraktischen Verfahren dazu. Obendrauf Patente auf Naturbestandteile… Soweit der Fundi-Rant :slight_smile:

Gegen Onlinehandel vs. regionalem Einzelhandel in puncto Umwelt will ich mal nix sagen, sonst müsste ich ja auch gegen FM wettern.

Ich sehe hier den Zusammenhang zwischen Versandapotheke und stationäre Apotheke nicht. Wenn Pharmagrößen irgendetwas “drehen”, hat die Apotheke um die Ecke doch noch weniger zu melden.

Wenn wir jetzt mal den Branchen"primus" D O C Morris weglassen, finde ich unter den meisten Onlineapotheken meist nur betriebsame Apotheken, die als zweites Standbein sich einen (Magento-)Onlineshop aufgebaut haben und den fleißig bewerben.

Was ist deiner Meinung nach daran nicht fair?

Das ist mittlerweile auch nicht mehr so endeutig. Ich weiß nicht, was energieeffizienter ist, wenn “alle” online bestellen und eine oder mehrere mittlerweile hocheffiziente Lieferdienste diese “alle” abfahren, oder ob diese “alle” individuelle die Läden und Märkte aufsuchen (auch mit eigenem KFZ) und das dann nach Hause transportieren.

Vom Umwelt-Aspekt vielleicht, aber aus soziale Perspektive spricht schon viel dafür, Innenstädte durch ihren Einzelhandel (der Discounter auf der grünen Wiese zählt dazu nicht) lebendig und attraktiv zu halten.

Das Kutschen-& Droschkengewerbe hat die Innenstädte auch immer gut belebt und heute vermisst es kaum einer. Ich will jetzt nicht für irgendetwas Partei ergreifen, nur würde ich es nicht so einseitig sehen. Für ein paar Städte könnte dies immense Probleme bedeuten (insbesondere die Gewerbesteuer, die wegbricht) aber es würde auch z.B. Wohnraum in Citylage frei werden, Mieten würden sinken usw.

Vielleicht müssen wir umdenken?

Mein waager Vergleich sollte nicht online-Apo mit online-Apo vergleichen. Was stationäre Apotheken zumindest hier und da noch leisten ist die fachliche Beratung. Zumindest meine Eltern haben das noch als selbstverständlich gehalten (und deshalbt für lau gemacht). Da kommen dann auch solche Dinge zum Tragen wie “Frau Mayer, Ihr Arzt hat Ihnen hier zwar Präparat XY verschrieben. Aber sie nehmen doch auch Präparat DINGS, die passen nicht zusammen. Ich geb Ihnen mal MUMPH mit dem gleichen Wirkstoff, is außerdem besser Ihrem Geldbeutel angepasst…” Die Mangelnde Fairness ist hier, dass es für solche Individual-Spontan-“Beratung” m.E. kein “Geschäftsmodell” gibt.

Zusätzlich hab’ ich als Apo mit persönlichem Kontakt zum Patienten auch die Möglichkeit auf alternative Heilmethoden quasi an der “Pharmaindustrie” vorbei hinzuweisen, weil ich die Menschen kenne. Auch etwas, was ich über den Verkaufspreis im online-shop nicht abbilden kann. Das Argument kann man natürlich gleichfalls gesehen werden als sich gegen die “schöne neue Welt” mit der eh kommenden Veränderung aufzulehnen. Mmh.

@alexhell1, Du hast natürlich recht, dass es fairer ist, den “Kleinen” (stationäre Apo mit eigener Online-Apo) nicht einfach bloß beim Geschluckt werden durch die “Großen” zuzuschauen sondern ihnen (durch FM?) eine Platform zu bieten um mit den Großen mitzumischen.

Edit: Zum Punkt Umweltfaktoren online- vs. offline-Handel meine ich hier im Forum eine Studie verlinkt gesehen zu haben, finde sie aber nicht wieder. Daraus erinnere ich, dass online- selbst bei effizientem Versand deswegen deutlich schlechter ist, weil alle per Auto an die Packstation fahren vs. im Einzelhandel es auf eh schon gefahrenen Wegen tun bzw. in den Arbeitspausen, d.h. dafür also weniger Extraausstoß entsteht, zum Paketabholen aber schon… Und dann noch Rücksendungen… (ob die für Medikamente allerdings so relevant wären?).