"Jobliste" nocheinmal durchdacht

#1

Moin!

Nachdem ich mal ganz pragmatisch damit angefangen habe fallen mir Dinge zum Thema Mitmachen ein. Ich bin ja von der Jobliste (wo die Praktika ausgeschrieben sind) inspiriert worden - habe allerdings den Eindruck, daß diese Jobliste an unserer Realität etwas vorbeigeht. Insofern habe ich einen Vorschlag:

Ich hätte gerne eine Liste an Arbeiten, die an ehrenamtliche Helfer herausgegeben werden können.

  • priorisiert nach Wichtigkeit
  • klassifiziert nach Zeitbedarf
  • regelmäßig gewartet (mindestens monatlich)
  • nicht zu kurzfristig zu erledigen (d.h. wenn das einen Monat liegt ist das schon ok)

Warum will ich das?

Um in der aktuellen Situation bestehen zu können braucht Fairmondo Hilfe von vielen Menschen. Im Moment fragt Fairmondo primär nach Geld - das ist zwar wichtig, aber nicht der einzige oder beste Weg um an der Situation zu arbeiten. Ich halte freiwillige Mithilfe auf vielen Ebenen für effizienter. Ein paar Argumente:

  • Es gibt einen Haufen Leute, die das Thema zwar gut finden, aber nicht willig oder in der Lage sind da Geld reinzustecken. Unter Umständen aber durchaus Zeit.
  • Ehrenamtlichkeit entspricht viel besser unserem genossenschaftlichen Ansatz als geldbasiertes Handeln.
  • U.U. ist ehrenamtliche Arbeit auch wirtschaftlich effizienter. (Das ist allerdings durchaus diskutabel.)

Nun hat ehrenamtliche Arbeit eine Reihe Parameter, die sie von einem Job unterscheidet:

  • Entlohnung für ehrenamtliche Arbeit sind Anerkennung der Gemeinschaft und Freude am Erfolg
  • Ehrenamtliche Arbeit ist motivationsgetriggert, d.h. ich tue das was ich gut finde, nicht das wofür ich bezahlt werde (natürlich durchaus unter Berücksichtigung von Notwendigkeit und aktueller Relevanz)
  • Die Verfügbarkeit von Zeit ist sehr variabel - manche Leute haben eine Stunde im Monat, manche 3 Tage die Woche.

Daraus ergeben sich obige Punkte.

Was denkt die Gemeinschaft dazu?

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#2

Sehr gut, danke für Deine Initiative!

Ich merke grade an anderer Stelle, dass ich mit “einfach was machen, was man selbst für Sinnvoll hält” auch etwas bewege, aber ich gebe Dir recht, ich kann mir gut vorstellen, dass viele auf Grund einer solchen Job-Liste aktiv(er) werden könnten.

Entweder, weil sie sagen “ich würde gern was machen, aber was nur?”.
Oder weil sie beim Durchlesen der Liste was finden, was sie eigentlich gar nicht als Job erkannt hätten. (Beispiel: “Flyer beim Metzger, Bäcker und Bank bei mir im Dorf auslegen? -> klar, das kann ich problemlos machen, weil ich da eh’ hingehen.”)

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#3

Wie ich (wie es sich gehört) nach dem Schreiben bemerkt habe gibt es das Mitmachen-Forum. U.U. sollte man das einfach intensiver nutzen…

#4

@Plentyn

Nahezu genau deine Worte habe ich im letzten Telefonat mit Michael (dem neuen Vorstand) benutzt.

Es fehlt an einer wirklichen Mitmach-Möglichkeit für Unterstützungswillige, die keine Lust haben, einfach nur Geld zu geben.

@Micha0506

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#5

Die Jobliste sehe ich primär als Instrument, um Unterstützung für das Kernteam vor Ort in Berlin zu finden, weswegen ich diese auf jeden Fall erhalten möchte. Dass dort mal aufgeräumt werden muss sehe ich aber auch als erforderlich und ist auch schon auf meiner Liste…

Es gibt auch noch mitmachen.fairmondo.de

Ich habe den Eindruck, dass das Thema Mitmachen in der Vergangenheit seitens der FM-Zentrale (gibt es eigentlich einen besseren Begriff hierfür ?) stark vernachlässigt wurde. Es würde mich freuen, wenn hier wieder etwas mehr Schwung reinkommt. Bevor wir aber jetzt viel Zeit investieren, um die Mitmach-Seite aufzufrischen oder eine ultimative Tätigkeiten-Liste erstellen, würde ich zunächst mal ein paar Testballons im Mitmach-Forum starten. Wenn dort sich etwas entwickelt können wir dann ja die “große Lösung” umsetzen.

Hinsichtlich der Inhalte für die Ausschreibung einer ehrenamtlichen Tätigkeit - und später ggf. auch für eine Liste - sehe ich folgende Punkte für erforderlich:

  • grobe Fachrichtung der Tätigkeit (z.B. IT, Vertrieb, Marketing)
  • erforderliche Erfahrung, Qualifikation, Kenntnisse
  • Art der Tätigkeit: einamlig oder regelmäßig - bei letzterem auch die Frequenz
  • Zeitfenster in der die Aufgabe erledigt sein muss/sollte
  • konkrete Beschreibung der Tätigkeit
  • Hinweise auf konkrete Risiken / Probleme, die mit der Tätigkeit in Zusammenhang stehen
  • generelles Ziel, welches aus Fairmondo-Sicht mit dieser Tätigkeit erreicht werden soll

Seht ihr ihr hier noch weitere Punkte?

Dieser Anforderung habe ich in meiner Aufstellung bewusst wiedersprochen. Wenn das die Prämisse ist wären per Definition zahlreiche Tätigkeiten per se ausgeschlossen. Es bringt z.B. nichts, wenn Flyer mit kampagnenspezifischem Inhalt erst nach Ablauf der zugehörigen Kampagne verteilt werden. Ich verstehe aus privater Sicht natürlich diese Forderung, aber aus unternehmerischer Sicht muss ich sagen, dass dies die Möglichkeiten des Mitwirkens stark einschränkt.

Insbesondere zum letzten Punkt würde mich Eure Meinung sehr interessieren!

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#6

Finde ich gut!

@Micha0506: Wie läuft die mitmachen-Seite eigentlich so? Gibt es dazu Erkenntnisse, wieviele Leute über die mitmachen-Seite anteile zeichnen, sich als Botschafter melden oder sonst wie aktiv werden? Wenn die mitmachen-Seite selbst auch noch gut frequentiert ist, könnte man dort dann auch für die Jobangebote entsprechend ins Mitmach-Forum verweisen, damit es noch leichter zu finden ist. Oder soll die mitmach-Seite bis zur Überarbeitung erstmal offline kommen?

  • geschätzte ungefähre Zeit, die die Aufgabe benötigt
  • evtl auch gebrauchte Anzahl von Personen

Kriegt man eigenltich immernoch FFP dafür dann? Wenn ja, wie ist das jetzt organisiert? Die Heldenplattform von früher gibts ja nich mehr.

Ich denke, beide Arten von Tätigkeiten haben ihren Platz. Es sollte, wo es sinnig ist, auch Aufgaben ohne Zeitlimit geben (wie zB allgemeine Fairmondo-Flyer verteilen), und der Rest eben mit Zeitfenster. :slight_smile:

#7

Seit ich dabei bin hat sich kein Botschafter o.ä. darüber gemeldet. Wieiviele neue Genossenschaftsmitglieder darüber gekommen sind ist mW nicht messbar, aber da die Seite nicht aktiv beworben wird…
Bei den veralteten Inhalten scheint mir abschalten durchaus sinnvoll, vorher sollte aber noch mal ein SEO-Check gemacht werden, da ein gutes Ranking durchs abschalten verloren ginge. Vielleicht bietet sich ja noch eine andere Alternative, um ein evtl. gutes Ranking zu erhalten.

na klar! muss auf jeden Fall rein, auch wenn das z.T. sehr individuell von der persönlichen Qualifikation und Erfahrung abhäng.

Kannst Du mir hierfür mal ein Beispiel nennen ? Ein Messeteam ? Sonst fällt mir so spontan nichts ein, was passen würde.[quote=“Mona, post:6, topic:1397”]

Kriegt man eigenltich immernoch FFP dafür dann? Wenn ja, wie ist das jetzt organisiert?
[/quote]

Na klar, wieso nicht ? Einfach per Mail an den jeweiligen ASP, die Stunden und Punkte werden festgehalten. Die Heldenplattform kenne ich nicht, wurde wohl schon vor meiner Zeit abgeschaltet.

Definitiv! Ich wollte auch nicht die ohne Zeitlimit ausschliessen, aber von meinem Gefühl her sind die zeitkritischen wesentlich häufiger.

#8

Die SEO-Analyse hat ergeben, dass wir beim Abschalten von mitmachen.fairmondo.de nicht viel verlieren würden:

  • keine relevanten Rankings in den Top100
  • Sichtbarkeit derzeit nicht vorhanden

Da es jedoch insgesamt 329 externe Verlinkungen auf mitmachen.fairmondo.de gibt, würde ich eine 301-Weiterleitung auf www.fairmondo.de/genossenschaft einrichten.

Ob wir die Seite abschalten werde ich nächste Woche mit dem Team diskutieren…

#9

Hallo,
ich bin dankbar, dass ihr uns an der Diskussion teilhaben lasst.

Ich würde Projekte, die von Ehrenamtlern oder freiwilligen Genossen durchgeführt werden, als Tandem organisieren. Jeder Projektmitarbeiter sollte demnach einen instruierten Ansprechpartner auf Seiten des Kernteams haben. Dieser Ansprechpartner muss in der Ausschreibung dann genannt sein. Damit gibt es keinen Zeitverlust bei der Suche des richtigen Ansprechpartners.

Der jeweilige Ansprechpartner bringt die Arbeitsfortschritte (nur die Meilensteine) in ein regelmäßiges Teamtreffen, welches protokolliert wird. Das schafft Struktur und Verbindlichkeit und man entlastet den Vorstand durch klare Aufgabengebiete.

Beste Grüße
Philipp

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#10

Klar, hierfür brauch es immer einen Ansprechpartner, der die Details abstimmt, Fragen klärt und natürlich das Ergebnis in Empfang nimmt. Dies sollte sichergestellt sein, ansonsten könnte man sich auch die Zeit für die Ausschreibung sparen.
Bedeutet im Umkehrschluss aber auch, daß Kapazitäten im Kernteam vorhanden sein müssen, um “externe” Unterstützung dazu zu holen…