Gute Banken / Schlechte Banken - achtet Ihr auf die Bankverbindung?


#1

Achtet Ihr als Konsumenten darauf, bei welcher Bank Eure Geschäftspartner/Lieferanten ihr Konto haben?
Also hab ihr da Präferenzen?

Sprecht Ihr den Händler darauf an, wenn euch die Bank nicht passt?

(geht Ihr eventuell sogar so weit, dass Ihr Eure Kaufentscheidung davon abhängig macht?).

Ich vermute, dass wer hier als “fairer” Händler auftritt, sich auch Gedanken über seine Bank macht (als ein Baustein, neben vielen, vielen weiteren natürlich) -> da kommt man dann auf Ethikbank, GLS, Triodos oder so (vielleicht in Einzelfällen auch mal auf seine lokale Sparkasse oder VR-Bank).

Wenn ich bei einem Händler hier etwas abweichendes sehe (z.B: Postbank, Deutsche Bank …) spreche ich das an und weiße darauf hin, dass ich das nicht als Teil einer fairen Lieferkette verstehe.
(Bei Privatverkäufern nehm’ ich es dagegen einfach zur Kentniss und spreche es nicht an).

Weiterführen Info vielleicht auf https://www.urgewald.org/


#2

Hi,
das ist ein interessantes Thema. Ich selbst hatte ebenfalls meine Konten bei der Ehtikbank und bin im weiteren Sinne auch aus der Branche. Ich habe mein Konto heute wieder bei einer regionalen Genossenschaftsbank, weil mich die Dienstleistungen rund um die Bank nicht angesprochen haben. Bei Käufern und Verkäufern achte ich nicht drauf, weil ich das Gefühl hättee, dass ich jemanden Maßregeln würde, wenn mir seine Bank nicht passt. Dazu weiß ich auch zu wenig über die jeweiligen Banken.

Welche Erfahrungen hast du denn bereits gemacht? Wie waren die Reaktionen derer, die du auf die Bank angesprochen hast?


#3

Ich erinnere mich an 4-5 Fälle, grundsätzlich ist die Reaktion positiv:
Manchmal gibt es schon eine Konto z.B. bei der GLS, es wird nur noch nicht (oder nicht prominent) auf Rechnungen u.Ä. aufgeführt.
Oder es gibt Gründe, warum der Anbieter noch bei Bank X ist, die er mir dann auch nennt.
…oder ein Bankwechsel ist grade in Arbeit/geplant.

Fast immer hat man sich mit dem Thema schon auseinandergesetzt, und ich denke, dass meine Nachfrage als Kunde dann ggf. nochmal einen Denkanstoß in die richtige Richtung gibt.


#4

@jo01
Aufgrund deines Links habe ich Lektüre von urgewald.org bestellt. Ich kann empfehlen mal durch die Seite zu stöbern und sich ein paar Infos nach Hause zu holen.

Wer sich bisher nicht bis in die Tiefe mit seinem Geld beschäftigt hat, bekommt gute Einblicke.


#5

Mir fällt es immer positiv auf, wenn ich irgendwo GLS (das ist das häufigste), Triodos, Umweltbank etc. sehe.
Ich finde den Verkäufer / die Verkäuferin dann sympathischer. Bei Firmen gibt es bei mir manchmal einen kleinen Ausschlag zum Kaufentscheid. Davon abgehalten, dass es keine faire Bank ist, wurde ich bisher noch nicht.
Ich glaub, das liegt einfach daran, weil mir bisher so wenige Händler begegnet sind, die ein faires Konto haben, dass mir das noch total “too much” vorkommt, darauf maßgeblich wert zu legen.
Ich kaufe eh fast nur noch öko-fair oder gebraucht. Es ist oftmals schwer genug, da sogenannte “Alternativen” zu konventionellen Produkten zu finden. Wenn ich dann noch nur kaufen darf, wenn die Bank stimmt, ist das einfach noch zu schwer zu realisieren.

Grundsätzlich sollte auf lange Sicht eine faire Bank aber als Selbstverständlichkeit angesehen werden - besonders beim Verkauf öko-fairer Produkte. Das macht die Einstellunge einfach glaubwürdiger.