Wie geht es mit Fairmondo weiter

Mal was positives zur Entwicklung: ich hab das Gefühl, dass in Zeit relativ viele neue Angebote eingestellt werden, und es scheinen sich auch regelmäßig neue Verkäufer (privat wie gewerblich) anzumelden und aktiv zu werden.

Könnt Ihr das bestätigen?

-> das wäre ja ein schönes Zeichen.
Auch sieht man: bei aller Kritik, Fairmondo IST bereits ein funktionierende Marktplatz - klar noch klein im Umsatz, aber Verkäufer können anbieten und Käufer können kaufen.
Wäre jetzt vielleicht sogar ein Selbstläufer? (Erhöhung der Verkaufsprovision auf anderen Plattformen u.Ä.).

Hallo,

bitte entschuldigt die späte Rückmeldung. Danke für die vielen Kommentare und Anregungen und auch für die Kritik. Vieles davon finde ich sehr nachvollziehbar, insbesondere den dringenden Bedarf nach mehr Transparenz. Wir haben nun zumindest jemanden Neues für die Aktualisierung der Zahlen auf der Transparenz-Seite gefunden, ab nächste Woche sollte die wieder aktuell sein.

Nur einen Vorwurf kann ich nicht nachvollziehen: Es gäbe hier keine “Kümmerer”. Für das Forum hier ist Marc zuständig, der nebenbei auch noch ehrenamtlicher Frontend-Entwickler ist, diverse Admin-Aufgaben übernimmt und sich um die Untervermietung des Büros kümmert. Im Team arbeiten aktuell 12 Leute, 8 davon rein ehrenamtlich, und alle beeindrucken mich mit ihrem Einsatz trotz schwieriger Lage.

Wie in der Mail und andernorts geschrieben beschäftigen wir zurzeit 4 Personen. Einen Entwickler in Vollzeit sowie drei 450-Euro-Kräfte für Kundenservice, Buchhaltung und Grafik. Das ist das absolute Basisteam, um die Weiterentwicklung auf kleiner Flamme aufrechtzuerhalten und den Marktplatz einigermaßen up-to-date zu halten.

Ob wir sie ab Juni weiterbeschäftigen können, entscheidet sich bis zum 15.5… Mehr dazu in dem Blogbeitrag, den ich nun auf Basis der E-Mail an die Mitglieder veröffentlicht habe: https://info.fairmondo.de/die-zukunft-von-fairmondo/

Wir haben momentan stark begrenzte Kapazitäten und auch ich bin nicht mehr bereit, in gesundheitsschädlichem Umfang zu arbeiten. Das letzte Jahr hat wieder gezeigt, dass das schlicht ineffizient ist, da die Quantität auf Kosten der strategischen Qualität geht.

Ich hoffe der Blogpost kann bereits einige Fragen beantworten.

Zudem noch einige kurze Antworten hier:

  • Das Runde Sache Programm ist angelaufen, es gibt ca. 100 abgeschlossene Abonnements. Die internen Prozesse für die Auslieferung sind überarbeitet. Wie in der Mail beschrieben, ist noch an einigen Elementen des Programms zu feilen. Insbesondere überarbeiten wir das Bestelltool, evaluieren weitere Abokisten und versuchen den Berg an potentiel nützlichen Partnerschaften anzugehen.

  • Wenn es gut läuft startet nächste Woche das Prämien-/Gutscheinprogramm, über das die Crowd-Werbung für die Abos laufen soll.

  • Die technische Entwicklung arbeitet (neben Bugs und dringenden Kundenservice-Problemen) an einer Verbesserung der Händlerfunktionen, inkl. einer Überarbeitung der Profile und Artikelverwaltung. Mehr zur Prioritätensetzung in meinem Beitrag oben verlinkten Strategie.

  • Das Affiliate-Programm ist gestartet und diverse Partnerschaften sind bereits eingerichtet, z.B. bei Idealo.

  • Unser Botschafterprogramm läuft weiterhin gut, es gibt an verschiedenen Orten Vorträge, die unsere Community vergrößern, Partnerschaften bringen und uns bekannter machen. Geplant sind zudem lokale Mini-Crowdfunding-Kampagnen für das Abo-Programm.

  • Wir planen die nächste Online-Generalversammlung für Juni, inkl. eines Offline-Events zu Beginn. Dort können viele Dinge dann weiter im Detail besprochen werden. Mehr dazu wird demnächst schriftlich an die Mitglieder gehen, ohne ausschließen zu wollen haben wir nunmal den Mitgliedern gegenüber besondere Rechenschaftspflicht.

  • Ich selbst muss gerade extrem priorisieren und täglich stapelweise Punkte auf meiner Todo-Liste verschieben. Das ist nicht gut, aber nicht anders machbar. Wir arbeiten an einer Ausschreibung für die Verstärkung der Geschäftsführung, aber wir müssen die aktuelle Situation klären, bevor wir die Stelle vermitteln können.

  • Einen Teil meiner Zeit setze ich für das größere Bild ein: Internationalisierung und Finanzierung im größeren Stil. Wie in dem Blogbeitrag/der Mail versucht zu begründen, braucht dieses Projekt meiner Ansicht nach einen ernsthaften Investitionsschub, um wirklich erfolgreich werden zu können. Dafür tun sich diverse Möglichkeiten auf, sie alle erfordern aber Arbeit und es macht wenig Sinn darüber hier viel zu diskutieren, bevor es konkret wird.

  • Ein wichtiger Schritt wird die Mitgliederwerbung im großen Stil sein, die aber erst wieder richtig Sinn macht, wenn wir 1. Tragfähigkeit vorweisen können und 2. das Amtsregister die von der GV beschlossenen Maßnahmen eingetragen hat.

  • Die in dem Beitrag und der Mail erwähnten 400.000 Euro Bedarf sind eine grobe Schätzung auf Basis der Erfahrung inden letzten 2,5 Jahren. Zeit und Finanzbedarf sind in der technischen Entwicklung extrem schwer einzuschätzen, insbesondere, wenn wir keine Kapazitäten für Detailanalysen haben, sondern alles für die minimale Betreuung+Entwicklung einsetzen müssen.

  • Meiner Einschätzung wäre eine weitere Kostenreduzierung stark schädlich für den Entwicklungsprozess. Ohne Gehälter und Büro könnten wir die Fixkosten auf ca. 1000 Euro reduzieren. Das wäre durch die aktuellen Einnahmen gedeckt, damit wäre also ein Wachkoma aufrechtzuhalten. Sehr viel weiter bringt uns das nicht.

Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir für unseren Aufruf bereits viel Rückhalt erhalten haben. Über den aktuellen Stand berichten wir hier: https://info.fairmondo.de/update-zur-mai-kampagne/
Ich hoffe, dass auch Ihr trotz der begründeten Kritikpunkte weiter zu uns haltet. Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht auf alle Punkte eingehen konnte. Wenn es konkrete Fragen gibt, am besten in einem eigenen Thread.

Beste Grüße,

Felix

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Ich hab 6 Beiträge in ein vorhandenes Thema verschoben: Fairmondo Förderverein

Können wir noch genaueres zur aktuellen finanziellen Situation erfahren? Gerne auch im Mitglieder Bereich. Laufende Kosten, aktuelle Einnahmen, aktuelle Schulden und Verbindlichkeiten.

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Ja, denn Eindruck hab ich Auch! :smile:

Das Angebot scheint weiter zu wachsen ich sehe schon wieder viel Neues!

Meint Ihr, wenn man das prominent darstellen würde, könnte es auch die Verkäufe anstoßen?
Ich stell’ mir eine Art Ticker vor, Beispiel:

  • User xxx (Neu Angemeldet, Firmenprofil), hat 20 neue Angebote eingestellt (Uhren)
  • User abc123 (schon länger dabei) hat 7 neue Angebote eingestellt (Bücher, Lebensmittel)

@jo1:

Eine solche Liveübersicht hat in dieser Hinsicht bestimmt Vorteile, um zu sehen: Hey, hier passiert etwas.

In Phasen, wo sich jedoch relativ wenig tut, sehe ich hingegen die Gefahr, dass diese Liveübersicht genau den gegenteiligen Effekt hat: Hey, hier ist ja nichts los.

Lg

Das ist offtopic, es gibt zu diesem Thema bereits den Thread “Live-Übersicht der letzten Verkäufe”. Ich bitte Euch, dort darüber weiterzudiskutieren. Danke!

Vom 7.5 zum 11.5. gab es einen Sprung von über 1000 € bei den Faire Welt Abos. War das eine Reaktion auf die letzte Mail oder gab es da eine Großspende?
Und wie geht es weiter, wenn das Ziel der monatlichen Einkünfte deutlich verfehlt wird (wie es jetzt ja gerade aussieht).

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Reichen die 10.000 oder müssen die Abos auch vollzählig sein.

Für was reichen jetzt die 10.000 ?

Wenn ich das richtig sehe, dann geben die 10000 EUR eine bessere Kapitalbasis, sind aber keine Einnahmen. Würden bis Freitag die 15000 EUR noch geknackt, dann würde es weiter reichen - aber der Genossenschaft tut natürlich das Abo besser - das sind Einnahmen. Ich habe mich bisher weder an dem einen noch an dem anderen beteiligt - dafür würde ich erst etwas mehr Transparenz haben wollen (insbesondere Stichwort Verbindlichkeiten in nächster Zeit). Aber gut, dass es schon so viel gebracht hat!

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Nun, der 15.5. ist vorbei, das Ziel wurde nicht erreicht :frowning:

Also muss auf “reines Freiwilligenprojekt” umgestellt werden?

Oder gibt es doch noch weitere Ideen/Pläne?

Deswegen ja vor 5 Tagen meine Frage, ob die Abo auch voll sein müssen.

Hier mal eine Idee für die Weiterentwicklung von Fairmondo:

Fairmondo als Fulfillment-Dienstleister

Besonders für kleine Unternehmen im Ökobereich könnte das interessant sein. Faire Dienstleister auf dem Gebiet gibt es wohl keine. Fairmondo könnte die Lagerhaltung, Versand, Kundenservice, Kommunikation etc. gegen Gebühr übernehmen. Vorteile wären wenn jemand bei z.B. bei 3 verschiedenen Händlern einkauft, dann wird nur ein Paket gepackt und es fallen nur einmal Versandkosten an. Gut für Umwelt und Geldbeutel. Das würde die Warenkorbfunktion noch komfortabler machen. Außerdem hat Fairmondo die Anbindung an die Fahrradkuriere, was es auch Händler aus anderen Regionen ermöglichen würde die Fahrradlieferung anzubieten (zumindest in Berlin). Vielleicht könnte man so eine Dienstleistung in Kooperation mit Velogista anbieten. Je nachdem wie man das ausgestaltet, wären das weitere feste Einnahmen und es können damit Händler angeworben werden. Der Kundenkreis für diese Dienstleistung muss ja nicht einmal auf den eigenen Marktplatz beschränkt bleiben.

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@anow : Nette Idee und langfristig sicher auch gut, jetzt jedoch, bräuchte man dafür auch schon recht viel Geld und Manpower.

Monagoo (http://monagoo.com , http://startnext.com/monagoo) macht sowas!

versteh ich das richtig auf der startnextseite, monagoo ist gescheitert ?

Das Crowdfunding Projekt ist gescheitert.
Allerdings gibt es Monagoo auch weiterhin als Webseite auf der man Produkte einkaufen kann: http://www.monagoo.com/shop/ueber-monagoo

So wie ich das verstehe allerdings nicht als “Fulfillment-Dienstleister”.

Also das, was Amazon so macht. Bezüglich zentralem Lager sollte man bedenken, dass die Waren auch irgendwie ins Lager kommen müssen. Da fallen dann auch Transportkosten an. Natürlich kann das aufgrund der Menge günstiger sein, als der Einzelversand an den Kunden. Aber das kann sich erst dann rechnen, wenn die Kunden regelmäßig mehrere Artikel von mehreren Händlern gleichzeitig bestellen. Darüber bleibt die gesamte Logistik, Prüfung der Ware und Risiko an FM hängen. Das ist sehr aufwändig und skaliert sehr schlecht. Daher würde ich das nicht priorisieren.

Wo ich eine Chance sehen würde, wäre etwas, wie Händlerbund. Das man die Händler von den ganzen rechtlichen Problemen entlastet. Das skaliert nämlich klasse. Einmal gemacht und dann für alle Händler ausgerollt.

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Das kann ich mir sehr gut auch als Argument vorstellen, vor allem kleinere Händler auf die Plattform zu locken. Sich um das ganze rechtliche Gedöns zu kümmern, ist für Einzelkämpfer, die das oft noch als Hobby betreiben, eine Zumutung. Ich wüsste z. B. keinen Anwalt, der für unter 10.00 Euro im Monat (netto natürlich) die Standardtexte bereitstellt - und natürlich die Haftung bietet.
Mein Anwaltsabo läuft bald aus. Wenn FM sowas anbietet, bin ich die erste, die sich dafür anstellt!

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