Logistikleistungen für Händler gewünscht?

Liebe Marktplatznutzer,

wir möchten uns neben der Aktualisierung und Verbesserung des Marktplatzes ebenso verstärkt einem Thema widmen, was seit Längerem auf unserer Agenda steht. Unser Ziel ist es dabei, die Abwicklung für die Händler etwas einfacher zu gestalten. Es geht uns um die Frage, wie die Produkte nach Bestellung zum Käufer gelangen und wie im Nachhinein die Vertragsleistungen bzgl. Logistik (Lagerung, Versand, Kommissionierung inkl. Beilagen, Rückabwicklung) gehandhabt werden. Momentan ist jeder Händler selbst dafür verantwortlich.

Wir denken darüber nach, dies teilweise zu ändern. Dafür benötigen wir einen Logistikpartner bzw. Fulfillmentpartner, welcher teilweise oder auch ganz, Vertragsleistungen und Logistikleistungen für unsere Fairmondo Marktplatzhändler übernimmt. Bedingung hierfür ist, das die Waren zuvor in das/die Lager des Logistikpartners / Fulfillmentpartnes gelangen. Dies soll keine Pflicht werden. Vielmehr möchten wir das für unsere Händler zur Auswahl stellen. Bevor wir beginnen, an einem Leistungskatalog zu arbeiten, wollen wir von Euch (den gewerblichen Händlern des Marktplatzes) gerne jegliche Hinweise, Anregungen und natürlich Fragen dazu
entgegennehmen.

Besonders interessiert uns:

  1. Würde ein Logistikpartner Eure Arbeit generell erleichtern?

  2. Wenn ja, was ist Euch besonders wichtig bei der Beauftragung eines Logistikpartners bzw. welche Leistungen konkret interessieren Euch?

  3. Ist Euch ein ökologisch arbeitender Logistikpartner wichtig?

  4. Wollt Ihr eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei verschiedenen Logistikpartnern (z.B. ein ökologischer und ein nicht ökologischer Partner)?

Freue mich auf Eure Gedanken.
Schöne Grüße und entspannte Feiertage!

zum dem Thema habe ich bereits hier einen Beitrag geschrieben und mehrere Reaktionen darauf bekommen

Edit: gerne kopiere ich die relavanten Beiträge hier hinein, falls gewünscht.

Wenn Fairmondo logistische Diensleistungen zusammen mit einer rechtlichen “Händlerbund-Funktion” anbietet, dürfte das besonders für kleine Händler sehr interessant sein, sofern es bezahlbar bleibt. Damit würde Fairmondo einen echten Mehrwert schaffen.

Nur eine schicke Plattform zu Verfügung zu stellen und die Probleme seinen Kunden (= also den Verkäufern) zu überlassen ist schon die (unfaire) Geschäftsidee von ebay und der Markt dafür ist bereits voll aufgeteilt, wobei auf-“geteilt” hier relativ ist.

Fairmondo als eine Art ökosozialer “Online General Store” mit allen Leistungen und Vorteilen einer Absatzgenossenschaft, würde meiner Meinung nach durchaus auf Nachfrage stoßen.

Kontra: es würde alles sehr zeit-, personal- und kapitalintensiv werden. Ist das mit der momentanen Leistungsfähigkeit von Fairmondo machbar?

@anow
Hallo, wenn eine Anmerkung erlaubt ist:
Könnte das Thema erst einmal grundsätzlich für den Laien beschrieben werden - und möglichst ohne Anglizismen? Vielleicht mit einer simplen Zeichnung, die den Weg der Waren nach eurem Vorschlag aufzeigt. Toll wäre dann auch eine Pro- und Contraaufstellung anhang eurer bisherigen Erfahrungen/Gedanken. Das hilft denjenigen, denen das Thema neu ist, sich eine Meinung zu bilden und dann die für euch wichtigen Fragen zu beantworten.

Bevor ich auf eure Fragen antworten kann, hätte ich selbst erst Fragen. Ist das an dieser Stelle gewünscht? (Würde von deinen Fragen ablenken und das Thema unübersichtlicher machen)

P.S. Danke für den Gedankenaustausch mit den Nutzern und Genossen.

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Die Händlerbund-Funktion hatte ich wie sauer Bier angeboten. Das wäre eine eierlegende Wollmilchsau geworden (z.B. inkl. Plattformgutscheinen).

Tendenziell wäre es eine gute Idee gewesen, weil diese Dienstleistung sehr gut skaliert (es ist egal, ob ich AGB oder Widerruf für 10 oder 9999 Händler mache).

Das ist aber vom Vorstand immer abgelehnt worden.

Bei Fulfillment braucht man auch sehr viel Knowhow, die Margen sind sehr sehr schlecht und es skaliert schlecht. Das muss man sehr gut überlegen, ob man da einsteigen will.

Hallo,

sicherlich hätte ein Händlerbund aus Sicht der Händler Vorteile. Meines Erachtens wäre dies jedoch eine Rechtsberatung, was nur eingetragene Anwälte oder Notare vornehmen dürfen. Fairmondo könnte das als Genossenschaft nicht anbieten. Das ist zumindest mein Verständnis.

Im Beitrag


gab es bereits ein paar wenige Hinweise, was unsere Händler sich hinsichtlich eines Logistigpartners wünschen.

Dazu soll auch dieser Beitrag hier dienen. Wir wollen herausfinden, ob ein Dienstleister Euer Geschäft erleichtern kann. Und wenn ja, um welche gewünschten Leistungen es sich konkret handelt. Einlagerung, Versand, Rechnungstellung wären die klassischen Beispiele. Es ist natürlich noch viel mehr als das denkbar.

Die Auswahl eines solchen Dienstleisters braucht viel Zeit. Vorher ist es sicher sinnvoll, die Händler mit einzubeziehen.

Jain, als Genossenschaft hätte man so viele innovative Sachen machen können, indem man z.B. für alle Händler, die Genossen sind eine zentrale Auffang- AGB o.ä. gemacht hat. 90% aller Händler wollen nur nicht abgemahnt werden und überhaupt nichts “gestalten”. Daher hätten wir es nur ein Mal machen müssen und die Händler hätten es 1:1 übernommen. Und wenn ich Standard-Rechtstexte (AGB, Widerruf, Impressum o.ä.) OHNE Beratung anbietet, dann braucht man auch kein Rechtsanwalt zu sein. Das machen einige IHK auch jetzt schon.

Darüber hätte sich bestimmt ein Rechtsanwalt unter den Genossen gefunden, der auch über obiges Leistungsangebot hinaus legal hätte Rechtsberatung anbieten können und wollen :wink:

Einlagerung und Versand ist kapitalintensiv und die Margen sind dünn. Beides nicht optimal für FM. Darüber hinaus für die meisten Händler hier wahrscheinlich uninteressant, weil die so klein sind, dass das Lager im eigenen Keller ist, oder man auch über andere Kanäle (ebay etc.) verkauft.

Was verstehst Du unter Rechnungserstellung?

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Für Rechnungsstellung braucht es keinen Dienstleister, das genügt als Funktion auf dem Marktplatz. Praktisch und komfortabel wären One-Klick-Funktionen wie:

  • Rechnung erstellen
  • Lieferschein erstellen
  • Verkäufe als CSV
  • E-Mail mit Rechnung und Sendungsnummer an Kunden generieren
    und vlt noch die ein oder andere Lagermanagement-Funktion.

So etwas sollte eigentlich Standard sein für eine moderne Shopsoftware oder Marktplatz.

Das müsste nicht einmal selbst programmiert werden, sondern könnten zusammen mit entsprechenden Softwareanbietern realisiert werden (open source gibt es da auch, soweit ich weiß). Gut skalieren würde es ebenso wie die Rechtstexte.

das Pro-Argument für eine Mitgliedschaft oder ein “Rechts-Abo”!
Wenn die Genossenschaft den Anwalt beauftragt und Zentral-AGB mit regelmäßigen Updates zur Vefügung stellt, wäre das ein großer Mehrwert für die Händler und tatsächlich ließe sich damit Geld machen.

Für Anforderungen an das Fulfillment kann man gerne mal den Leistungskatalog von Amazon betrachten. So sollte das schon sein, was natürlich schwierig wäre, wenn man da preislich mitzuhalten wollte.

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Ich sage es mal so, in dem Moment, in dem ich nicht Gefahr laufe, abgemahnt zu werden (was ich mir als nebenberuflicher Einzelunternehmer nicht leisten kann/will), stelle ich meine Artikel (Computer-Hardware und ähnliches) automatisiert online. Die 10 EUR beim Händlerbund reichen dafür ja nach meinem Verständnis nicht aus, aber das wäre schon die Größenordnung, die ich bereit wäre, aufzubringen…

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Stimmt natürlich. Wir wollen ganz einfach die Printrechnung nicht ausschließen.

Allg. AGBs sind für viele sicher ein Vorteil. Sicherlich gibt es auch Händler, welche unbedingt die eigenen AGBs nutzen möchten.

Dazu und zum Fulfillment allgemein wünschen wir uns mehr Rückmeldung und Ideen von gewerbl. Händlern.

Für AGB, Datenschutzerklärung und ggf. Impressum fremdmanagen zu lassen und mit Abmahnschutz könnte ich mir vorstellen dafür 10,- € monatlich zu bezahlen.

Für die Rechnung oder andere Kommunikation auf Papier (ich klicke und ihr druckt und vesendet es ökologisch) würde ich auch etwas bezahlen.

Fulfillment:
günstige Lagermöglichkeiten wären interessant im Zusammenhang mit dem Verpacken (mit ökologischem Material) und versenden (unter Ausnutzung von Mengenrabatten) oder es sogar auf die Straße bringen zu können mittels Kurier, was wiederum die Lieferung am gleichen Tag möglich machen könnte.
Einen weiterer ökologischer Vorteil für Händler wie Kunde wäre - wie schon beschrieben - die Sache, dass ein Kunde bei mehreren Händlern bestellen kann und nur ein einziges Paket erhält. Spart immerhin Verpackungsmaterial und Porto.

Und auf die Technik bezogen: Das Lager muss auf dem Shop dargestellt werden, so dass ich Ware nach Belieben einlagern und auslagern kann und alles im Shopsystem bzw Marktplatz in Echtzeit angezeigt wird, verknüpft mit den eingestellten Artikeln etc. pp. Wäre zwar umfangreich, aber solange es komfortabel bedienbar bleibt, definitv nützlich. Im Idealfall erweitert man das auf eine simple FiBu-Software für die Bedarfe kleiner Händler oder gibt dem Marktplatz ein entsprechendes Offline-Modul. Die 20-30 € monatlich die man dafür üblicherweise an die namhaften Sofwarehersteller bezahlt, könnten auch doch auch an Fairmondo fließen.

Edit:
Wie wäre es mal mit kostenloser Rechts-/Steuerberatung für Händler, die Mitglied der Genossenschaft sind. Ich würde auch ein Anwaltshotline-Abo für Händler für 1,99 € im Monat buchen. :wink:

Edit2:
Und wie wäre es mit einem Fairmondo-eigenen Käufer/Verkäufer-Schutz und Schlichtungsstelle oder Versicherungsleistung etc. sowohl für Händler als auch Käufer. Man sollte das aber fairer und innovativer strukturieren als die Verarsche von Paypal oder Ebay.

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Ich antworte hier nicht als Händler, sondern als Kunde und Genosse:
Ich will nicht, dass es die Möglichkeit gibt, einen “nicht-ökologischen” Partner zu wählen!
(Dann bräuchte es ja Fairmondo nicht, wir könnten alle einfach bei Am*zon einkaufen).

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Aber die Ware müsste auch erst einmal in das Lager geschickt werden. Das kann dann ökologisch und finanziell schnell sinnlos werden.

Hatte ich mehrfach als Kooperation angeboten. Immerhin habe ich eine eigenes Schiedsgericht und das Knowhow so etwas rechtssicher zu implementieren. Die Geno bietet sich hierfür wesentlich besser an, als Standartplattformen. Gab aber keine Resonanz beim Vorstand.

Danke für die aufschlussreichen Beiträge bisher. Ich hoffe, das es noch weitere Gedanken / Hinweise besonders von Händlern geben wird.

Ich weiß gar nicht, ob so viele weiter Händler hier aktiv mitlesen? Vielleicht kannst Du ja einige/alle Händler noch über einen anderen Kanal (E-Mail?) auf das Thema aufmerksam machen!?

Ja, ein Händlernewsletter ist in Vorbereitung.

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Hallo,
Im Bereich Bücher gibt es das Fullfilment bereits. Hier ist meines Libri der Fullfilment Dienstleister und der Ecobookstore die Schnittstelle zwischen Libri und Fairmondo. Von daher kann man sich an diesem Beispeil schon einmal anschauen, wie eine Lösung für einen speziellen Markt funktioniert.

Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass Fairmondo einen Fragebogen für Fullfilment-Dienstleister entwickelt, und die Befragung / Analyse zusammen mit Verdi durchführt.
Bekanntermaßen Sind die Arbeitsbedingungen sowohl in den Lagern als auch bei den Kurierfahrern oft äußerst fragwürdig.
Dies betrifft nicht nur den Bereich Fullfilment, sondern generell auch jeden Versandpartner, den Händler und Kunde gemeinsam auswählen.
Ich deneke es könnte schon sehr spannend sein, wenn man sowohl für Versand als auch als Fullfilment einmal DHL, Hermes, UPS und GLS (nein nicht die GlS-Bank ;-)…) vergleicht.
Das Ganze könnte dann als Artikel in der Enorm veröffentlich werden, wobei Fairmondo als Initiator des Vergleichs hinzugezogen wird.

Eine weitere Möglichkeit im Bereich der Großstädte könnte es sein über dezentrale Fullfilment-Ansätze mit Fahrradkurieren zu sprechen, die oft als Genossenschaft organisiert sind. Sowohl vom ökologischen Standpunkt als auch auch von den vertragsrechtlichen Bedingungen sehe ich hier Vorteile gegenüber den klassischen großen Anbietern. Wenn Kuriere Touren sinnvoll kombinieren können, müsste man einfach mal durchrechnen, inwieweit es bestimmte Produktgruppen gäbe, die sich lohnen.

Gruß
Jan-Peter

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… Wie soll die Crowd mitdenken, wenn hier nur unter Fachleuten in entsprechender Sprache diskutiert wird? Wir müssen uns schon auf einen Wortschatz einschießen, bei dem jeder etwas beitragen kann, auch wenn es länger dauert!

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Was meinst du konkret? Was ist zu kompliziert?

Ich will nicht zu sehr offtopic werden, daher nur kurz meine Rückmeldung. Sofern daraus ein neues Thema entsteht gerne.

Es gibt immer unerfahrene aber motivierte Menschen und wir können nicht alle alles wissen.

In diesem Thema geht es um die Frage nach dem optimalen Warenfluss, also dem Weg den ein gekauftes Produkt vom Hersteller/Anbieter zum Kunden geht. Dabei soll es die Umwelt möglichst wenig belasten und dennoch bezahlbar bleiben.

Will man jetzt alle Genossen um ihre Mitarbeit bitten, stellt man die Ausgangsfrage und die anschließende Diskussion so dar, dass sie jeder versteht. Am besten zu Beginn in einem grafischen Schaubild mit einfachen Worten. So muss ich nicht erst Worte wie Fullfillment-Dienstleister googlen oder muss gucken, was eine Absatzgenossenschaft genau tut.Zwischendurch wird das Schaubild gemäß des Dikussionsfortschritts aktualisiert. Dann kann auch jeder mitmachen, selbst wenn er später einsteigt. Es braucht nach der Brainstorming-Phase also einen Themenmoderator.

Ansonsten ist das Ergebnis wie immer hier: Es verläuft sich in einer Diskussion ohne ein Ergebnis, dass man dem Vorstand konkret zur Abstimmung vorstellen könnte.

(Sorry, ist doch wieder länger geworden als ich wollte)
Gruß
Philipp

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