Ideen für neue Ausrichtung ohne das Vorhandene zu verlieren: Metasuchmaschine

Ich bin zwar seit so ziemlich von Anfang an als Genosse dabei, hatte aber nie Zeit mich wirklich um das Baby zu kümmern. Fairmondo, eine großartige Idee, kräpelt so vor sich hin. Als Onlinehändler gegen Amazon, Ebay und Alibaba anstinken zu wollen ist ja auch ambitioniert…:wink:
Wenn man aber genauer hinschaut, ist sowohl Amazon, als auch Ebay aus Kundensicht schlicht in erster Linie eine Suchmaschine! Und wenn der Kunde ein Produkt gefunden hat, wird er an einen Händler vermittelt, der dabei ordentlich von der jeweiligen Plattform unfair über den Tisch gezogen wird.
Wenn ich jedoch als Kunde einfach fair einkaufen will, brauche ich zunächst eine Suchmaschine, die Erstens das findet (weltweit) was ich suche, und mir dann das fairste Angebot liefert. (Auch wenn es nicht ganz den Fairnesskriterien unserer geliebten Plattform entspricht). Das die Plattform zusätzlich auch als fairer Händler agieren kann wäre grundsätzlich kein Widerspruch.
Nun zur Idee:
Wie wäre es, wenn es eine Metasuchmaschine gäbe, die einfach alles findet. (Auch beim bösen Konkurrenten!) Dann aber auch eine Fairnessbewertung als Empfehlung abgibt. Außerdem könnte für Händler eine attraktiveres Angebot gemacht werden statt über Amazon über Fairmondo zu verkaufen. Amazon bietet natürlich auch weiter Dienstleistungen an, wie Lager und Abwicklungsservices. Diese könnten eventuell über Drittunternehmen auch eingebunden werden. Allerdings erst wenn die Suchenden, lieber dort suchen wo alles gefunden wird als nur bei Amazon/Ebay…

Was haltet ihr davon?

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Spannende Idee. Allerdings - Suchmaschinen finanzieren sich idR durch Werbung. Wollen wir das? Was ist die Alternative?

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Sowas gab’s doch schon mal - ich mein, auch hier im Forum, ich komme aber gerade nicht auf den Namen… (irgend eine Startup, wollte per Ampel bewerten wie fair etwas ist?!)

Edit: ich meine, das war „Monagoo“ : z.B. hier: Monagoo als Shop gib's nicht mehr

Bzw. Forum-Suche zum Begriff:
https://forum.fairmondo.de/search?q=monagoo

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Als Idee klingt es m.E. ganz gut - ich habe auch nichts gegen Werbung an sich, wenn man die Kunden vorfiltern kann und ggf. bestimmte „Kunden“ ausschlißen könnte.

Mein Problem ist: Woher kriegt man genug Werbung, um davon leben zu können? Man ist ja nicht google…

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Man könnte versuchen, Kooperationen einzugehen. Ein Beispiel einer Suchmaschine, die man sich dazu genauer ansehen könnte wäre: https://www.startpage.com/

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  1. Werbung ist kein Problem so lange sie nicht nervt, und solange sie nicht automatisiert von Google kommt.
  2. Jeder der etwas verkaufen will, und es hier einstellt macht ja auch schon Werbung und zahtt mit einer Provision.
  3. Man kann es komplett transparent und sogar als Non-profit organisieren. Die Plattform kostet was sie kostet. Alle Nutznießer zahlen anteilig reale Kosten.
  4. Amazon und Ebay zahlen an uns Provisionen, wenn wir Kunden vermitteln die das was sie suchen nur dort (unfair) finden. Das passiert ja im Moment auch, nur ohne das Fairmondo etwas davon hätte. Ich suche Artikel x - ist nicht auf Fairmondo, ich kenn den Hersteller nicht direkt, der einzige Link den Google liefert zeigt auf Amazon. Amazon zahlt an Google…

Im Prinzip wäre Fairmondo dann auch so etwas wie ein Vergleichsportal, vergleicht aber nicht nur Preise sondern auch Fairness…

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Schön, dass es doch noch so viele aktive/aktivierbare Genossen gibt.

Fraizer war m.E. ein Berliner Startup, dass das umzusetzen versuchte. Zeitgleich zu FM.

Die haben schnell die Segel gestrichen.

Ich denke, der Rückgriff auf das Angebot von Amazon usw. hätte den Vorteil, dass man potentielle Benutzer an die Plattform bindet. Wer sucht und nichts findet, kommt sehr wahrscheinlich nicht wieder.
Wer aber erfolgreich etwas gefunden hat, den kann man evtl. dauerhaft halten. Somit entsteht Nachfrage, die dann wieder die Plattform attraktiver für Händler macht.

Damals wurde dieser Vorschlag verworfen.

Allerdings gibt es auch mehrere Nachteile für eine Metasuche:

  • eine Metasuche konkurriert mit anderen Vergleichsplattformen, die deutlich mehr Geld und SEO-Knowhow haben
  • reine Portale sind bei Amazon & Co. nicht (mehr) gerne gesehen. Letzten Endes bringen sie Amazon wenig Mehrwert.
  • die Kundenbindung ist deutlich geringer als bei eigenen Produkten, da man den Kunden an Amazon & Co. weiterreicht.

Bei der ganzen Argumentation über Amazon vermisse ich aber einen entscheidenden Aspekt. Man übersieht immer, was Amazon alles gut macht. Amazon hat den Standard von verstaubten Versandhauskatalogen auf das Niveau von Prime gehoben. Und das für so ziemlich alle Lieferketten. Eine Bestellung als auch die Rückgabe ist bei Amazon maximal schnell, unkompliziert und kulant.
Für Händler wird ähnlich viel unternommen. Natürlich stehen diese unter dem Druck, die vorgegebenen Performance zu erreichen und – sollte die Marge entsprechend hoch sein – übernimmt Amazon deren Segment. Aber ansonsten bietet Amazon ein hervorragendes Fullfilment.

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Ja, Konkurrenz gibt es. Aber unser Angebot ist ja anders. Ich bin mega genervt von normalen Vergleichsportalen und vermeide sie wo immer möglich. Einzige Ausnahme ist Heise wenn es um Technik geht.
Vergleiche und Metasuchmaschinen sind immer komplett (wenn gut programmiert). Ich nehme also die, die mich nicht nervt und deren Marktanteil kann mir komplett schnuppe sein.
Eine Fairmondo Suchmaschine wäre ja spezialisiert auf Handel, hätte also sofort einen Vorteil gegenüber Google oder auch Ecosia/Startpage. Man kann Händler auch unter die Arme greifen damit sie besser gefunden werden.

Natürlich sieht das Amazon nicht gerne, hoffentlich nicht :wink: Den Mehrwert von Amazon umzuleiten ist ja gerade das Ziel… Wenn wir Amazon aufschrecken können und Bezos uns als Konkurrenten sieht, haben wir gewonnen, oder Amazon wird doch noch fair. Beides wäre gut…

Die Kundenbindung ist an die Suchmaschine, die mehr finden kann als Amazon/Ebay direkt.

Wir können auch mit Spezialgebieten anfangen. Ich habe eine Doku gesehen in der Ferienwohnungsanbieter sich über die Geschäftspraktiken von Suchportalen beschweren. Sie müssen Knebelverträge unterschreiben, damit sie gelistet werden. Wenn man nur diesem Klientel eine Alternative bieten würde, komplett transparent, zu zahlen sind nur reale Kosten. Keine Knebelverträge, und für die Kunden dieser Anbieter die Garantie, das das Geld den Anbietern zufließt usw…
Ein Freund von mir wollte privat seine Immobilie bei Immowelt einstellen. Ergebnis hunderte Makler haben ihn kontaktiert, aber die Anzeige war bei Immowelt gar nicht zu finden! Er scheint schon akzeptiert zu haben, das es ohne Makler nicht geht… (Meiner Meinung nach ein Fall für die Staatsanwältin…)

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Klingt nach FairBnB, auch eine PlatformCoop:

:wink:

Amazon macht auch viele Dinge schlecht. Man braucht nur im Handlerforum suchen und alles was da kritisiert wird, muss man eingentlich „nur“ (versuchen) besser zu machen. Bei Ebay ebenso.

Ja, zurzeit halt nicht. Fremdartikel werden zurzeit rausgeschmissen, um Platz zu schaffen für Klopapier und solche Artikel.

Von einer Suchmaschine halte ich nicht viel. Ein eigenes Angebot um einen Kundenstamm zu binden, wäre schon gut.

Was wäre, wenn man keinen Marktplatz im herkömmlichen Sinne schafft, sondern so etwas wie Real bzw. Hitmeister. Bücher könnte FM auch so anbieten. Für andere Artikel gibts es dann den Marktplatz. Der Vertragspartner des Kunden und Verantwortlicher für die Angebote ist aber immer FM. Damit hätte FM den Händlern die rechtliche Problematik abgenommen und könnte viel Einfluss auf das Sortiment und Qualität nehmen. Händler müssten sich dann sozusagen erstmal bewerben. Dann wäre es zwar kein „freier Marktplatz für alle“ mehr, aber man könnte sich zielgerichteter am Markt positionieren.

Nebenbei erwähnt: Damit genügt also eine reine Shopsoftware. Es muss keine Marktplatzsoftware mehr sein.

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I’m Händlerforum wird viel kritisiert, aber hauptsächlich, dass Amazon Performance verlangt oder dass Amazon das Geschäft klaut.

Die Idee Hitmeister ist mehr oder weniger auch Mein Favorit.

Ist halt nicht ohne, wenn FM zB für Gewährleistung etc den Rücken hinhalten muss.

Aber für Kunden und kleine Unternehmen wäre das sehr attraktiv.

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Hitmeister hatte das vertraglich auf die Händler abgeschoben. Real noch mehr. Aber wenn der Händler pleite wäre, bliebe FM natürlich auf Forderungen sitzen.

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Nicht falsch verstehen, ich bin auch ein großer Fan des Hitmeister-Weges.

Man muss halt schauen, was der Händler dann gewonnen hat. Denn wenn er FM dann genauso verpflichtet ist, wie sonst gegenüber dem Kunden, hat er wenig gewonnen. Wir hätten dann nur einen weiteren administrativen Zwischenschritt durch FM.

Bei manch anderen Sachen müsste man wirklich pingeligst aufpassen. Haben wir hier auf der Plattform nicht einen Pilzverkäufer der von privat verkauft, weil er die (gewerblichen) Auflagen nicht einhalten will. So jemand könnte uns ein dickes Kuckuckei legen, weil zumindest Organisationsverschulden bei FM liegen würde.

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Genau diese Art von Problemen existieren nicht wenn es eine Suchmaschine ist. Händler müssen Auflagen erfüllen um als fair gelistet zu werden, wenn sie die nicht erfüllen werden sie halt später gelistet… Ob privat oder gewerblich ist dann egal, der Händler ist dem Gesetz gegenüber verantwortlich…
Ist Hitmeister nicht mit Real jetzt pleite? Vielleicht doch nicht das gute Beispiel…
Außerdem ist meine Perspektive zunächst die aus Kundensicht und da gibt es noch nicht erfüllten Bedarf. Ich kenne viele die Alternativen für Amazon & Co suchen…

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Hat ja irgendwie die letzten Jahre nicht funktioniert. Dann muss man etwas anders machen. Das eigene Angebot das bei FM ja zu laufen scheint ist sogar für mich nur mäßig interessant. Der Konkurrent Booklooker hat ja schon bessere Karten und ein ungleich größeres Angebot…
Als Verkäufer kann man sich FM alleine gar nicht leisten…

Bei einer Suchmaschine setzt Du dann voraus, dass jeder Händler einen eigenen Shop betreibt oder wie soll das funktionieren?

Also wir bekommen zwar den Marktplatz hier nicht hin, weil es an technischen KnowHow, Finanzen und Mitarbeitern fehlt … aber dann noch eine zusätzliche Suchmaschine schütteln wir dann mal so aus dem Ärmel?

Ich hab den Vorschlag nicht als „zusätzlich“ verstanden, sondern als „stattdessen“.

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bleibt immer noch die Frage offen, wer diese Riesenarbeit (auf Dauer) leisten und finanzieren will?

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